Cancom IT Systeme
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Cancom-Aktie: US-Tochter heizt Kursfantasie an

Im Rahmen eines Conference-Calls mit Analysten zeigte sich die Münchener Cancom AG angesichts des neuen Zukaufs optimistisch. Die Perspektiven in den USA lassen Spielraum für Fantasie, was auch der Aktie nach dem jüngsten Rücksetzer wieder Impulse geben sollte.

15 Prozent Wachstum

Der IT-Dienstleister geht davon aus, dass die Umsätze der neuen Tochterfirma HPM zwischen 2013 und 2016 mit 15 Prozent pro Jahr auf 61 Millionen Euro (siehe Grafik) wachsen werden. HPM arbeitete in der Vergangenheit mangels Finanzierungsspielraum für größere Projekte vor allem als Vermittler für Hewlett-Packard (HP). Während HP die kompletten Projektvolumina in die eigenen Bücher nahm, erhielt HPM nur eine Provision. Dabei liefen Projektumfänge von rund 60 Millionen Euro außerhalb der HPM-Bilanz, was künftig dank der Finanzkraft von Cancom im Rücken anders laufen dürfte. Es sollte daher möglich sein, größere Projekte unabhängig durchzuziehen – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis.

Ergebnis wächst überproportional

Cancom rechnet damit, dass das operative Ergebnis bei HPM in den nächsten Jahren um 20 Prozent pro Jahr auf 5,6 Millionen Euro (2016e) wächst. Ausschlaggebend dafür ist die Aufnahme von Cancoms Cloud-Lösung in das Angebot der US-Tochter. Dazu stellt Cancom eigens Berater ein, die bei laufenden Projekten in Deutschland geschult werden, um künftig die Implementierung von US-Projekten zu verantworten. Cancom präsentierte auch konkrete Pläne für die eigenen Cloud-Lösungen in den USA: 2014 erwarten die Münchener lediglich einen Kunden mit jährlichen Umsätzen in Höhe von 0,12 Millionen Euro. Das Management geht jedoch davon aus, dass die Cloud-Umsätze bis 2016 auf 1,7 Millionen Euro klettern. Im US-Geschäft besteht nach Meinung des AKTIONÄR noch Potenzial für positive Überraschungen.

Rücksetzer nutzen

Die Aktie legte wegen der Krim-Krise in den vergangenen Tagen den Rückwärtsgang ein. Der Aufwärtstrend ist jedoch noch intakt. Im Bereich der Aufwärtstrendlinie fanden sich wieder genügend Käufer, was der Aktie zum Wochenschluss ein schönes Intraday-Reversal bescherte. Gute Voraussetzungen, dass der Aufwärtstrend fortgesetzt wird. Mutige nutzen das reduzierte Kursniveau für einen Tradingeinstieg.

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