Cancom
- Werner Sperber - Redakteur

Cancom: Neue Strategie verschreckt zunächst

„Vergangenheit.“ So zumindest sagt eine Sprecherin der Cancom SE, wenn es um die bislang angestrebte Ausschüttungsquote zwischen 30 und 50 Prozent geht. Das Management des auf Informationstechnologie spezialisierten Unternehmens möchte für das vergangene Jahr nur mehr 28 Prozent des Gewinns als Dividende auszahlen.

Cancom hat im vergangenen Jahr den Umsatz auf 933 Millionen Euro erhöht und dabei den Gewinn je Aktie von 0,86 auf 1,40 Euro gesteigert. Dennoch soll die Hauptversammlung am 14. Juni lediglich eine stabile Dividende von 0,50 Euro pro Anteil beschließen. Das verschreckte die Anleger, wie an dem sinkenden Aktienkurs zu sehen ist.

Allerdings ist diese neue Strategie, das erwirtschaftete Geld nun vornehmlich in die Entwicklung des Geschäfts und Wachstum zu investieren, nicht wirklich neu und zudem bereits sehr erfolgreich. Cancom hat sich schließlich bereits weiterentwickelt und dabei neue regionale Märkte erschlossen, neue Produkte geschaffen und zugekaufte Firmen eingegliedert.

Ein Kratzer hier, mehr Glanz dort
Die lediglich gleichbleibende Dividende sorgte für niedrigere Kurse von Cancom. Der Kratzer am Dividenden-Image kann allerdings durch einen noch besseren Ruf als Wachstums-Unternehmen ausgeglichen werden. Entsprechend bleibt DER AKTIONÄR auch beim Kursziel von 55 Euro und rät Anlegern dazu, den Stop-Loss bei 41 Euro zu setzen.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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