Canadian Solar
- Werner Sperber - Redakteur

Canadian Solar: Die Anleger weigern sich zu kaufen

Der Aktienkurs von Canadian Solar sinkt, weil der Chart schwach ist und Unsicherheit herrscht, was denn nun mit dem Solarpark-Geschäft geschehen soll. Allerdings sind die Zahlen gut gewesen, alle Analysten zuversichtlich und die Strategie scheint zukunftsweisend zu sein.

Das Chartbild ist angeschlagen, allerdings gibt es neben negativen auch positive Indikatoren. Wichtig ist: Die seit August 2015 gültige Aufwärtstrendlinie bei 16 Dollar und vor allem das Tief von Februar 2016 bei 15,60 Dollar dürfen keinesfalls unterschritten werden.

Ja, Vorstandsvorsitzender Dr. Shawn Qu bleibt die Antwort bislang schuldig, ob die Solarparks in eine sogenannte YieldCo ausgelagert und an die Börse gebracht werden sollen. Das verunsichert und Unsicherheit führt zu sinkenden Kursen. Doch Dr. Qu kann diese Entscheidung jederzeit treffen und die Unsicherheit beenden.

Besser als erwartet
Canadian Solar hat mit den Zahlen für das vergangene Jahr die Schätzungen der Analysten übertroffen. Alle zehn Analysten, welche sich mit dem Konzern befassen, raten mit einem durchschnittlichen Kursziel von 31,70 Dollar zum Kaufen. Sie schätzen, die Gewinne je Aktie würden von 2016 bis 2018 von 1,89 Dollar über 2,80 Dollar auf sechs Dollar zulegen. Das entspräche bei einem Kurs von 18,70 Dollar Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 9,9 für dieses, 6,7 für nächstes und 3,1 für übernächstes Jahr.

Eine breitere Aufstellung ist solider
Es mag Investoren geben, die den Verlust von Marktanteilen in den USA bemängeln; soll dort doch wegen der bis zum Jahr 2021 verlängerten Bundes-Subventionen in diesem Jahr die neu zugebaute Leistung von 7,3 auf fast 16 Gigawatt (GW) zulegen. Doch der US-Branchenverband Solar Energy Industry Association (SEIA) und Greentech Media Research (GTM) erwarten schon für das nächste Jahr einen Absturz auf elf GW; erst im Jahr 2020 soll wieder ein Wert von 17 GW erreicht werden. Canadian Solar verlegt sich stärker auf den asiatischen Markt, denn auch Europa soll an Bedeutung verlieren. Zwar werden auch die Bedingungen in Japan schlechter, weil die Regierung dort die Einspeisevergütung senkt, doch China muss auf Solarstrom setzen, um nicht im Smog zu ersticken und das heiße Indien braucht mehr Strom schon um die Industrialisierung voranzutreiben.

Warten auf Dr. Qu
Derzeit weigern sich die Anleger Aktien von Canadian Solar zu kaufen, wohl weil sie auf eine Entscheidung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Qu bezüglich eines YieldCo warten. Solange die wichtigen charttechnischen Unterstützungen halten, ist noch alles in Ordnung. DER AKTIONÄR bleibt deshalb dabei, Investoren sollten einsteigen, wenn die 200-Tage-Linie überwunden wird und ihr Engagement bei 18 Dollar absichern.

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