Lang Schwarz Wertpapierhandel
- DER AKTIONÄR

Call auf steigendes Volumen

Wertpapierhäuser haben das Image, an der aktuellen Börsenstimmung zu hängen. Bei Lang & Schwarz, Marktführer bei der Kursfeststellung für den außerbörslichen Handel in Deutschland, ist das nicht anders. Doch hier zählen weniger steigende Kurse: "Bei uns kommt es auf den Umsatz an. Da machen wir Provisionen", äußerte sich Vorstandsmitglied Peter Zahn im Rahmen des Börsengangs Ende September.

Mit außerbörslichem Handel und Zertifikaten verdient Lang & Schwarz gutes Geld. Die aktuelle Umsatzentwicklung an den Börsen sorgt für zusätzliche Fantasie.

Wertpapierhäuser haben das Image, an der aktuellen Börsenstimmung zu hängen. Bei Lang & Schwarz, Marktführer bei der Kursfeststellung für den außerbörslichen Handel in Deutschland, ist das nicht anders. Doch hier zählen weniger steigende Kurse: "Bei uns kommt es auf den Umsatz an. Da machen wir Provisionen", äußerte sich Vorstandsmitglied Peter Zahn im Rahmen des Börsengangs Ende September.

So schlug sich das schwankende Interesse am Aktienmarkt in den letzten Monaten auch im Ergebnis der Düsseldorfer nieder. Im starken ersten Halbjahr 2006 erzielte man mit 0,94 Euro je Aktie fast dreimal so viel Gewinn wie im gesamten Jahr zuvor. Im dritten Quartal hingegen drückten die rückläufige Handelsaktivität sowie Aufwendungen für den Börsengang den Überschuss auf 19 Cent. Auf dieser Basis ist die Aktie mit einem KGV von 6 deutlich günstiger als Konkurrent Tradegate. Der kostet an der Börse das Dreifache, ist aber wesentlich einseitiger aufgestellt.

Chancenreich

Bei Lang & Schwarz gehört nämlich auch die Emission eigener Derivate zum Geschäft. Mit einem Marktanteil von 25 Prozent sind die Düsseldorfer bei Hebelzertifikaten ohne Stop-Loss die Nummer 2 hinter der Deutschen Bank. Gute Voraussetzungen, um von einer Trendwende bei den Handelsumsätzen zu profitieren. Im Oktober legten diese bei Aktien wieder zu und auch in den Derivatemarkt kommt langsam Bewegung. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich außerdem im Designated- Sponsoring-Geschäft. Derzeit geht Lang & Schwarz verstärkt auf Jagd nach Kunden der Konkurrenz und will seinen Marktanteil von drei Prozent deutlich steigern. Im ersten Halbjahr 2006 gelang immerhin die Akquisition acht neuer Mandate, was einem Zuwachs von 50 Prozent entspricht.

Unterbewertet

Der Bereich TradeCentre macht bei der Wertpapierhandelsbank den Löwenanteil des Geschäfts aus. Aufgrund der aktuellen Marktlage und der tendenziell eher umsatzstarken Handelstage im Winter dürfte sich hier die positive Entwicklung fortsetzen. Auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie deutlich zu billig, zumal sich die Gewinne bei Lang & Schwarz bei Weitem nicht so zyklisch entwickeln wie bei manchen Konkurrenten.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 47/2006.

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