BYD
- Jochen Kauper - Redakteur

BYD: Weniger Gewinn - Aktie ist einen Blick wert

BYD hat wegen rückläufigen Subventionen einen Gewinnrückgang von 70 Prozent verbucht. Unter dem Strich bleiben im ersten Halbjahr nur noch 479 Millionen Yuan (rund 60 Millionen Euro) hängen. Im Vorjahr lag der Gewinn noch bei 1,7 Milliarden Yuan. Im Anschluss an die Zahlen nahm die Credit Suisse ihr Kursziel von umgerechnet 8.90 Euro auf 8,27 Euro zurück.
Positiv: BYD verkaufte in den ersten sechs Monaten 75.800 New Energy Vehicles. Das waren mehr als doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr. Unter New Energy Vehicles stehen in China alle Autos mit Elektroantrieb sowie Hybride.
Die Zahl der von BYD verkauften Autos mit Verbrennungsmotor kletterten um elf Prozent auf 138.700 Fahrzeuge.
Der Umsatz stieg auf 54 Milliarden Yuan  (rund 6,9 Milliarden Euro). Plus 20 Prozent.
Im zweiten Halbjahr rechnet BYD-Vorstand Wang Chuanfu mit einer höheren Profitabilität. Grund sind neue Förderrichtlinien für umweltschonende Autos in China.

Wachstumsmärkte
Elektroautos, Batterien, Monorail. Drei coole, extrem spannende Geschäftsbereiche. BYD erfüllt eigentlich alle Kriterien einer guten Wachstumsaktie. Eigentlich! BYD muss seine „PS“ jetzt nur noch auf die Straße bekommen.
Die Zukunft wird elektrisch sein. Und China ist auf dem besten Weg zum Trendsetter zu werden. „China ist im Wandel und dabei, ein Musterland für Ökologie zu werden. Elektroautos sollen dabei eine wichtige Rolle spielen“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut. 2017 wurden in China 777.000 Elektroflitzer verkauft. Ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2018 sollen es nach Schätzungen des CAM über eine Million werden.
BYD hat nach wie vor die Chance, im wichtigsten Automarkt der Welt vorne mitzufahren.

Herzstück Batterie

BYD ist dafür gerüstet. Denn während die deutschen Autokonzerne auf Zulieferer aus Japan und Korea oder China angewiesen sind, baut BYD die Batterien für seine Elektroautos und elektrisch angetriebene Busse selbst. Ein ganz entscheidender Wettbewerbsvorteil für die Zukunft. Weltweit gibt es nur wenige Firmen mit herausragenden Kompetenzen im Batteriebau. Dazu zählen neben BYD, CATL, Samsung SDI und Panasonic.
„BYD ist alles breitaufgestellter Automotivkonzern in den wichtigsten Wachstumsmärkten vertreten und wird nach der aktuellen Konsolidierung wieder seinen Weg finden können, sagt Asienexperte Anrdreas Lipkow.
BYD ist alles breitaufgestellter Automotivkonzern. Der Konkurrenzkampf wird stärker, keine Frage. Mit Geely oder Byton hat BYD im Heimatmarkt starke Konkurrenz. In punkto Design muss BYD bei seinen Autos eine Schippe drauf legen. Auch in Sachen Batterieproduktion muss BYD aufpassen, dass man sich von CATL nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Daimler und BMW etwa haben zuletzt bei CATL Batterien geordert.

Spannend
BYD hat starke Ankeraktionäre an Bord. Buffetts Berkshire-Holding hält zehn Prozent, der Elektronikriese Samsung ist mit 1,9 Prozent an Bord. Die Aktie eignet sich für spekulative Anleger. Um 5,00 Euro ist eine Position vertretbar.

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| Jan Heusinger | 0 Kommentare

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