Ericsson
- Benedikt Kaufmann

Bundesregierung hat Sicherheitsbedenken gegenüber chinesischen Firmen – Weitere Probleme für Huawei, Top-News für Ericsson!

Die Sicherheitsbedenken gegenüber Huawei und anderen chinesischen Telekommunikationsausrüstern sind ein Segen für die Konkurrenz von Ericsson und Nokia. Laut dem Handelsblatt werde sich nun auch die Bundesregierung dem potenziellen Sicherheitsproblem bewusst und will bald konkrete Vorgaben im Umgang mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster machen.

Bereits am Mittwoch sollen sich laut Handelsblatt hochrangige Regierungsvertreter über das weitere Vorgehen beim künftigen Umgang mit Netzwerkausrüstern verständigt haben. Erste Eckpunkte für die neuen Sicherheitsanforderungen sollen zeitnah das Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik und die Bundesnetzagentur festlegen.

Starke News für die Europäer

Top-News für die AKTIONÄR-Empfehlung Ericsson, da aufgrund des Technologiewechsels auf 5G ein neuer Investitionszyklus angestoßen wird, der den Konzern beim Turnaround helfen dürfte.

In den vergangenen zwei Jahren hatte der schwedische Konzern mit schrumpfenden Umsätzen, Gewinnwarnungen und allzu oft enttäuschten Anlegern zu kämpfen. Für die schwächelnde Bilanz gab es zwei Hauptgründe: Zum einen haben die Mobilfunkanbieter den im Jahr 2010 gestarteten Ausbau der 4G-Netze nach fünf Jahren größtenteils beendet, wichtige Umsätze brachen weg. Zum anderen erschwerten es die aufstrebenden chinesischen Konkurrenten Huawei und ZTE den Schweden, in den schnellwachsenden asiatischen Märkten Fuß zu fassen.

Der Turnaround ist voll im Gange

Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Seit rund einem Jahr kündigt sich charttechnisch an, was im jüngsten Quartalsbericht auch in den Bilanzen abzulesen war: der Turnaround!

Ericsson steigerte im vierten Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 63,8 Milliarden Schwedische Kronen. Die Schätzungen der Analysten von 61,4 Milliarden Kronen konnten damit deutlich übertroffen werden.

Für das Umsatzplus war insbesondere das Kerngeschäft der Netzwerkausrüstung verantwortlich. Aufgrund weiterer Netzinvestitionen – Stichwort 5G – kann das Nordamerika-Geschäft deutlich zulegen. In großen Teilen Asiens fahren die Netzbetreiber in Vorbereitung auf 5G dagegen die Investitionen in den LTE-Standard weiter zurück. Die starke Umsatzentwicklung gibt erste Hinweise, dass Ericsson durch vermehrte 5G-Investitionen wieder die Gewinnschwelle erreichen könnte.

Zur Pressemitteilung von Ericsson zum Q4 geht es hier.

Dabeibleiben!

Teure Zukunftsinvestitionen für Netzbetreiber sorgen für eine Erholung des RAN-Marktes (Radio Access Network = Funkzugangsnetze zu einem Mobilfunknetz). Zudem werden die Sicherheitsbedenken gegenüber dem chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei größer. Gleich zwei Top-News für Ericsson. Wer an weiteren Aktien der Schweden interessiert ist, kann im Bereich von 75 SEK nach günstigen Kursen fischen. Die nächste Hürde ist das 52-Wochen-Hoch. Anleger, die der Empfehlung aus DER AKTIONÄR 44/18 gefolgt sind, bleiben dabei.

 

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  • Benedikt Kaufmann -
    Vielen Dank für Ihren Hinweis.
  • Bernadette Bonants -
    ericsson kommt aus Schweden

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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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