Infineon
- Michael Schröder - Redakteur

Bulle oder Bär? Aixtron, Commerzbank und Infineon im Check

Gelingt dem DAX heute der Start einer nachhaltigen Erholung? An den vergangenen beiden Tagen notierte der Leitindex am Vormittag jeweils deutlich im Plus, um seine Gewinne am Nachmittag dann größtenteils wieder abzugeben. Und: Wie reagieren Aixtron, Commerzbank und Infineon in diesem Umfeld?

Die Vorgaben aus Übersee sind wieder gut. Der Dow Jones schloss am Vortag rund drei Prozent fester bei 11.176 Punkten. Einer der Kurstreiber: Ab dem kommenden Freitag treffen sich im US-amerikanischen Jackson Hole (Wyoming) die Zentralbänker der Welt, um intensiv über die weitere Geldpolitik zu beraten. Investoren hoffen auf eine weitere Runde der geldpolitischen Lockerung. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr stellte Fed-Chef Ben Bernanke auf dem "Economic Policy Symposium" das erste Quantitative Easing Programm vor. Erste Experten warnen aber bereits davor, dass es bei einer Enttäuschung wieder zu Turbulenzen an den Aktienmärkten kommen könnte.

Commerzbank: Gestaffelt kaufen

Daher bleibt es schwer, eine Einschätzung zur kurzfristigen Entwicklung der Commerzbank-Aktie abzugeben. Konservative Anleger sollten mit einem Investment weiter warten, bis sich die Situation bei den Finanztiteln beziehungsweise an den Börsen merklich entspannt hat. Risikobewusste Anleger, die von den Kurssprüngen der Aktie profitieren wollen, können dagegen zwischen 1,75 und 1,90 Euro gestaffelt eine Position aufbauen und damit auf eine Gegenbewegung bis in den Bereich um 2,25 Euro spekulieren. Die Position sollte bewusst klein gehalten und der Stopp bei 1,60 Euro platziert werden. 

Aixtron: Auf die Profis hören

Bei Aixtron sieht Aktienexperte Tim Wunderlich nach dem jüngsten Kursrückgang deutliches Potenzial. Der Analyst von Hauck & Aufhäuser empfiehlt die Aktie mit Kursziel 24 Euro zum Kauf. Kommt die Kaufempfehlung vielleicht zu früh? Fakt ist, dass Wunderlich bislang ein bemerkenswertes Gespür bewiesen hat, was seine Empfehlungen betrifft. Seine 1-Jahres-Performance für Aixtron beträgt 24 Prozent, das beschert ihm Rang 2 im Bloomberg-Ranking. Es könnte sich also auszahlen, auf den Mann von Hauck & Aufhäuser zu hören. Sollte es erneut zu breit angelegten Verlusten am Gesamtmarkt kommen, dürfte sich Aixtron zwar dem kaum entziehen können. Die mittel- bis langfristigen Geschäftsaussichten wiegen dieses Risiko allerdings auf.

Infineon: Trader setzen auf Gegenbewegung

Bei Infineon von einer Bodenbildung zu sprechen, wäre zwar noch zu früh. Die Anzeichen einer Stabilisierung sind jedoch nicht zu übersehen. Der Verkaufsdruck hat in den vergangenen Tagen nachgelassen, die 5-Euro-Marke hat gehalten. Nach dem jüngsten Kursrutsch ist das 2012er-KGV auf 10 gesunken - für ein Hightech-Unternehmen eine günstige Bewertung. Risikofreudige Anleger können auf dem aktuellen Niveau mit einer bewusst klein gehaltenen Trading-Position auf steigende Kurse spekulieren. Ein - ebenfalls bewusst eng platzierter - Stopp bei 4,85 Euro sichert nach unten ab.

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