IBM
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Buffett-Liebling IBM mit Milliardengewinn

Die Investmentlegende Warren Buffett wird sich freuen: Der Technologiekonzern IBM hat gestern nach Börsenschluss starke Zahlen für das Jahr 2012 präsentiert. Die Aktie schoss im nachbörslichen Handel um vier Prozent nach oben. Für Anleger ist es nicht zu spät, einzusteigen.

IBM kann der wirtschaftlichen Schwäche mit soliden Zahlen trotzen. Im Schlussquartal 2012 legte der Gewinn um 6,3 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Der Umsatz war mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 29,3 Milliarden Dollar kaum verändert. Das Geschäft mit Software legte zu, während es bei Hardware wie Servern sowie bei Dienstleistungen einen Rückgang gab. Im gesamten Jahr rückte der Gewinn um 4,7 Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar vor.

Auf (Cloud-)Wolke 7

Unter der vor einem Jahr berufenen Konzernchefin Ginni Rometti rückt IBM massiv in Wachstumsmärkte wie Brasilien, China oder Russland vor sowie in Geschäftsbereiche wie Datenauswertung und Cloud Computing. Hintergrund sind auch die niedrigen Renditen im Hardware-Geschäft mit Servern. Seine PC-Sparte hatte IBM schon vor Jahren verkauft. Rometti will wenig profitable Geschäfte deutlich zurückfahren. Zum Jahr 2015 soll der Großteil des Gewinns mit Software erzielt werden.

Legende kauft Legende

2011 haben sich viele Anleger verwundert die Augen gerieben, als Investment-Guru Warren Buffett seinen Einsteig beim Computerkonzern IBM bekannt gab. Die Überraschung war vor allem groß, weil die Kombination Technik und Warren Buffett bis dato als unvorstellbar galt. Warren Buffett habe jedoch die Geschäftsberichte von IBM gelesen und seine Meinung über Investitionen in der Branche geändert. „IBM halte die Bestandskunden bei der Stange und wachse gleichzeitig auf der ganzen Welt", begründete das Orakel seine Entscheidung. Inzwischen hält Buffett Anteile im Wert von elf Milliarden Dollar an IBM.


Erstklassiges Basisinvestment

Im nachbörslichen Handel legten IBM-Aktien um vier Prozent zu. Angesichts der blendenden Positionierung in attraktiven Wachstumsmärkten sollte IBM seine Erfolgsgeschichte noch lange fortsetzen können, und damit zu den attraktivsten Basisinvestments zählen, das langfristig orientierte Anleger in guten wie in schlechten Zeiten halten sollten.

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