Brenntag
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Brenntag: Analysten erhöhen Kursziel

Vor wenigen Tagen meldete der Chemiekonzern Brenntag die Übernahme der britiscghen Multisol-Gruppe. Für das Bankhaus Lampe ein strategisch sinnvoller Schritt, der eine Erhöhung der Schätzungen und des Kursziels rechtfertigt.

In der Übernahme des britischen Wettberbers Multisol sieht nicht nur die Brenntag AG einen großen strategischen Vorteil. Auch die Analysten des Bankhaus Lampe sind von diesem Schritt überzeugt.


Was können Anleger aus Kursverläufen lesen - und wie verdienen sie damit Geld? Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie wissen, wie eine Aktienkurve zu interpretieren ist, welche Chartformationen es gibt und welche Aussagen sich mithilfe der Technischen Analyse über die zukünftige Entwicklung treffen lassen.


Multisol passe strategisch zu Brenntag. Zum einen werde das Portfolio bei Basisölen gestärkt und zum anderen wird es um Schmierstoff-Chemikalien erweitert. Darüber werde die Expertise bei Mischungen und Formulierungen verbessert. Brenntag geht davon aus, dass die Übernahme im dritten Jahr Synergien von einer Million Euro und im vierten und fünften Jahr Synergien von vier bis fünf Millionen Euro bringen wird. Die Analysten haben die Übernahme von Multisol in ihren Schätzungen berücksichtigt und die Umsatz- und Ergebnisprognosen ab 2012 angehoben.

Aktuelle Umsatz- und Gewinnschätzungen des Bankhaus Lampe:

 

2010

2011e

2012e

2013e

Umsatz (Mio. Euro)

7.649

8.294

9.021

9.536

Gewinn/Aktie (Euro)

2,93

5,34

6,16

6,77

Gleichzeitig wurde auch das Kursziel für die Brenntag-Aktie aufgrund der neuen Schätzungen nach oben angepasst: Das Kursziel lautet nun 81 Euro nach zuvor 79 Euro. Ihre Kaufempfehlung bestätigen die Lampe-Analysten somit.

Mahnendes Chartbild

Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie noch angeschlagen und befindet sich noch immer im Abwärtstrend. Derzeit spricht zudem einiges dafür, dass dieser auch fortgesetzt wird. Die jüngste Konsolidierung der Abwärtsbewegung verläuft innerhalb eines symmetrischen Dreiecks. Die untere Begrenzung verläuft aktuell bei 65,30 Euro. Unterhalb dieser Marke droht mindestens ein Test des Jahrestiefs bei 60,94 Euro. Etwas positiver wird das Chartbild, wenn das Zwischenhoch bei 71,10 Euro überschritten wird. Auf eine Trendwende kann man jedoch erst setzen, wenn die Widerstandsmarke bei 74,24 Euro überschritten wird, da dann ein Doppelboden bestätigt wäre.

Abwarten

Trotz positiver Fundamentaldaten drängt sich ein Einstieg erst bei einem entsprechend positiven Chartsignal auf. Neue Tiefs sind zu erwarten, wenn das Dreieck nach unten aufgelöst wird. Bestehende Positionen sollten daher mit einem Stopp dementsprechend abgesichert werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: