Henkel Vz.
von Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: ThyssenKrupp sowie die Commerzbank und Unicredit unter der Lupe

Platow Derivate steht stahlhart zu ThyssenKrupp und stellt ein passendes Zertifikat vor. Die Actien-Börse erkennt hohes Kurspotenzial für die Aktien der Commerzbank und der Unicredit. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erinnern an die sehr verhaltene Prognose des Vorstands für ThyssenKrupp und den deutlichen Dividendenabschlag. Dennoch entwickelte sich der Aktienkurs positiv, glich den Abschlag schnell wieder aus und überwand sogar den Widerstand bei 22,50 Euro. Dabei haben der vergleichsweise zuversichtliche Ausblick des Konkurrenten ArcelorMittal sowie die Prognose des europäischen Stahlverbands Eurofer geholfen. Eurofer erwartet nach einem schwächeren Jahr 2012 wieder steigende Nachfrage nach Stahl im kommenden Jahr. Bei ThyssenKrupp selbst kam der Verkauf der Edelstahlsparte an den finnischen Mitbewerber Outukumpu gut an. Charttechnisch besteht nun die Möglichkeit, die seit Oktober laufende Bodenbildung erfolgreich abzuschließen und einen Aufwärtstrend zu beginnen. Dafür sollte der Kurs jetzt dynamisch steigen. Das erste Kursziel beträgt rund 26 Euro und der Stoppkurs sollte bei 21,80 Euro gesetzt werden. Risikobereite Anleger sollten das endlos laufende Long-Zertifikat (WKN CT3 63T) der Citigroup auf ThyssenKrupp kaufen und ihr Engagement entsprechend bei 0,30 Euro absichern. Der Schein ist mit einer Basis bei 18,75 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 19,60 Euro und einem Hebel von derzeit 5,8 ausgestattet.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 1.150 Bear-Zertifikate (WKN CB4 SDT) auf Danone mit einem Gewinn von 0,3 Prozent zu 2,98 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 3.700 Long-Zertifikate (WKN VT3 Z6N) auf EADS zu 0,40 Euro eingebucht und bei 0,22 Euro abgesichert sowie 2.700 Long-Zertifikate (WKN CT3 63T) auf ThyssenKrupp zu 0,46 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 0,30 Euro gesetzt. Nun möchten sie noch 1.500 Long-Zertifikate (WKN UU8 HV2) auf die Merck KGaA zu höchstens 1,47 Euro aufnehmen und bei 0,95 Euro absichern sowie 300 Long-Zertifikate (WKN BN3 ZCY) auf die GfK zu maximal 21,70 Euro aufnehmen und den Stopp-Loss bei 19,45 Euro platzieren.

Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 1.150 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QVA) auf das Paar Vorzugsaktie von Henkel/DAX und die 2.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SZM) auf das Paar Gerresheimer/DAX zum Einstandskurs beziehungsweise mit Verlust ausgestoppt worden. Damit waren die Spekulationen auf eine bessere Entwicklung der Aktienkurse im Vergleich zum Index erfolglos. Die Verantwortlichen möchten nun 1.500 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SMF) auf das Paar Vorzugsaktie der Hugo Boss AG/DAX zu höchstens 1,06 Euro aufnehmen und den Stoppkurs bei 0,40 Euro setzen.


Die Actien-Börse: 50 und 100 Prozent Potenzial für Bankaktien     

Die Aktie der Commerzbank hat im DAX das größte Kurspotenzial. Nach Ansicht der Experten der Actien-Börse ist allerdings abzuwarten, ob das Institut die von den Politikern vorgegebene Kapitallücke tatsächlich bis in viereinhalb Monaten schließen kann. Davon hängt, nach Meinung der Experten des Börsenbriefes, auch ab, ob die Bank die stille Einlage der Steuerzahler noch verzinsen müsste oder zurückzahlen darf. Erst wenn die Bank diese Lücke absehbar schließen kann, wird es möglich sein, einen objektiven Messwert für die Bewertung der Commerzbank anzugeben. Die Experten geben den anzustrebenden Marktwert der Bank im Erfolgsfall mit zunächst 16 Milliarden bis 18 Milliarden Euro beziehungsweise 3,13 Euro bis 3,52 Euro je Aktie respektive mit drei Prozent der Bilanzsumme an. Denn das würde sich an der Bewertung vergleichbarer Institute in Frankreich, Italien und England orientieren.

Die Experten der Actien-Börse erinnern daran, dass die Unicredit die Kapitalerhöhung im Volumen von 7,5 Milliarden Euro mit Mühe, aber erfolgreich, abgeschlossen hat. Die Anleger, welche das Bezugsrecht für neue Aktien nutzten, haben ihren Einsatz bis jetzt mehr als verdoppelt. Doch das war erst der Anfang. Die Experten schätzen die bereinigte Bilanzsumme der Unicredit-Gruppe, nach allen Strukturmaßnahmen, auf 750 Milliarden bis 800 Milliarden Euro. Auch ein höherer Betrag ist möglich. Nach der Kapitalerhöhung beträgt der Börsenwert 23 Milliarden Euro. Das Kursziel beträgt zunächst zehn Euro.

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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