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- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: MDAX und DAX sowie SAF-Holland unter der Lupe

Platow Derivate geht davon aus, dass sich der MDAX besser entwickeln wird als der DAX und stellt ein passendes Zertifikat vor. Die Prior Börse erwartet leicht verdientes Geld mit den schweren Lkw-Teilen von SAF-Holland. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erklären, es deute sich bei deutschen Anlegern der Trend zur Vorliebe für Nebenwerte an: Der MDAX hat sich 2012 besser entwickelt als der DAX, der auch gut ins neue Jahr gestartet ist. Diese Entwicklung lasse sich seit mehreren Jahren beobachten. Für eine Fortsetzung dieses Trends sprechen auch die Meldungen, nach denen sich die Chinesen in Zukunft verstärkt an europäischen Unternehmen beteiligen wollen. Hierfür sind die soliden deutschen Nebenwerte auf Grund ihrer Größe und Bewertung geradezu prädestiniert. Zudem ist der MDAX längst nicht so stark von den Terminmärkten abhängig wie der DAX, was gerade bei Schwächephasen an den Aktienmärkten für den Index der mittelgroßen Unternehmen spricht. Charttechnisch hat der MDAX das Zwischenhoch von Ende Oktober bereits überschritten und damit ein Kaufsignal erzeugt, während der DAX noch unterhalb dieser Widerstandslinie notiert. Risikobereite Anleger, welche darauf spekulieren möchten, dass sich der MDAX auch weiterhin besser entwickelt als der DAX, sollten deshalb das am 21. Dezember 2012 fällige Alpha-Turbo-Long-Zertifikat (WKN DZ2 S57) der DZ Bank auf das Paar MDAX/DAX zu höchstens 0,76 Euro kaufen und bei 0,49 Euro absichern.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 2.300 Long-Zertifikate (WKN UU8 2YM) auf die Vorzugsaktie von Henkel sowie die zwischenzeitlich aufgenommenen 1.750 Short-Zertifikate (WKN CG8 VC9) auf Lanxess jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 460 Bull-Zertifikate (WKN CK4 KRK) auf KUKA zu 4,28 Euro aufgenommen (Stoppkurs bei 3,20 Euro) sowie 1.450 Put-Optionsscheine (WKN DE0 LDL) auf Fraport zu 1,27 Euro (Stoppkurs bei 0,70 Euro) und 1.700 Put-Optionsscheine (WKN BP1 G8W) auf den DAX zu 2,45 Euro (Stoppkurs bei zwei Euro). Nun möchten sie noch ihre 1.150 Bear-Zertifikate (WKN CB4 SDT) auf die Danone Group zu mindestens 3,57 Euro ausbuchen.

Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 1.800 Alpha-Turbo-Short-Zertifikate (WKN DZ2 QJ7) auf das Paar Daimler/DAX mit Verlust ausgestoppt worden. Damit ist die Spekulation auf eine schwächere Wertentwicklung der Aktie im Vergleich zum Index fehlgeschlagen. Dafür haben die Verantwortlichen 1.700 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SMH) auf das Paar Celesio/DAX zu 1,67 Euro aufgenommen und bei 1,28 Euro abgesichert. Zudem möchten sie noch 1.400 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 S57) auf das Paar MDAX/DAX zu höchstens 0,76 Euro einbuchen und den Stoppkurs bei 0,49 Euro setzen.


Die Prior Börse: Hohe Chancen bei SAF-Holland   

Der Wert der Aktie von SAF-Holland ist seit dem vergangenen Juni zwischenzeitlich um 65 Prozent auf 3,40 Euro eingebrochen. Seit Mitte Dezember erholte sich die Notierung auf derzeit rund 4,40 Euro. Die Experten der Prior Börse halten diesen Kurssturz für Anleger, die werthaltige Unternehmen suchen, für eine gute Einstiegschance. Zwar ist die Verschuldung hoch gewesen und die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. September 2011 nur auf 34 Prozent. Allerdings hat sich die Situation aufgrund einer Kapitalerhöhung im März 2011 erheblich verbessert, schließlich belief sich diese Quote zum Jahresende 2010 lediglich auf fünf Prozent. Zudem spricht auch das Chartbild für den Kauf der Anteile der luxemburgischen Zulieferfirma für die Nutzfahrzeug-Industrie. Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und Anhängern ist derzeit in den Kernmärkten ausgezeichnet. SAF-Holland steigerte deshalb in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 den Umsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 627 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 73 Prozent auf 45 Millionen Euro zu, was einer Marge von gut sieben Prozent entspricht. Mittelfristig dürfte sich diese Gewinnspanne in Richtung zehn Prozent verbessern lassen. Der Nachsteuergewinn erhöhte sich um 950 Prozent auf 21 Millionen Euro. Dabei sind Währungseffekte vernachlässigt worden. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,60 Euro und selbst wenn es im Gesamtjahr 2011 nur 0,70 Euro werden sollten, beliefe sich das KGV für das vergangene Jahr nur auf 7.

Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:

Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio möchten ihre 560 Anteile von RWE wohl mit Verlust ausbuchen. Dafür möchten sie 900 Aktien von Centrotherm Photovoltaics sowie 350 Titel von Leoni aufnehmen.

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| Jan Heusinger | 0 Kommentare

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