Basler
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: Jenoptik und Apple unter der Lupe

Aktien-Strategie erklärt, erst nach "Cleverle" Späth kam ein cleverer Vorstandsvorsitzender von Jenoptik. Der Aktionärsbrief fährt bei der Kursrallye von Apple weiter mit. Zudem gibt es eine Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Aktien-Strategie verweisen auf die derzeitige Konsolidierung des Aktienkurses von Jenoptik in dem seit Mitte des Jahres 2009 gültigen Aufwärtstrend. Aufgrund der günstigen Bewertung der Anteile dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Einst war Lothar Späth für mehrere Jahre Vorstandsvorsitzender von Jenoptik. Worin der ehemalige baden-württembergische Politiker clever gewesen sein soll, darüber sollen sich andere streiten. In der Privatwirtschaft bei dem Konzern aus Thüringen war es das "Cleverle aus dem Ländle" definitiv nicht: Die Renditen blieben schwach, die Verschuldung drohte den Konzern zu erdrücken. Zwei Firmenchefs später sieht die Sache erheblich besser aus. Der Vorgänger von Michael Mertin leitete die Sanierung ein und Mertin, als aktueller Vorstandsvorsitzender, brachte die Opto-Elektronik-Holding mit den fünf Sparten "Laser & Materialbearbeitung", "Optische Systeme", "Industrielle Messtechnik", "Verkehrssicherheit" sowie "Verteidigung & Zivile Systeme" endgültig wieder auf einen profitablen Wachstumskurs. Nach vorläufigen Zahlen stiegen der Umsatz im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 540 Millionen Euro und das EBIT um 60 Prozent auf 48 Millionen Euro. Auch aufgrund des positiven Trends in den ersten Wochen des laufenden Jahres rechnet Mertin mit einem leichten Umsatzanstieg und einem EBIT zwischen 40 und 50 Millionen Euro. Da die Zinslast des finanziell wieder soliden Unternehmens erheblich sinkt, dürfte der Nettogewinn auf jeden Fall  zulegen. Langfristig prognostiziert Mertin einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro bei einer EBIT-Marge von neun bis zehn Prozent. Der hohe Verlustvortrag wird dabei die Steuerlast auf Jahre hinaus drücken. Die Photonik, also das Geschäft mit optischen Verfahren und Technologien zur Übertragung, Speicherung und Verarbeitung von Information, ist zwar zyklisch, verspricht aber auf lange Sicht Wachstum. Technologien rund um die Nutzung des Lichts als Werkzeug, etwa als Laser, als Sensoren oder in der Optik, werden immer stärker nachgefragt. Die Anleger haben diese Chancen anscheinend noch nicht erkannt, denn die Aktie kostet nur geringfügig mehr als der Buchwert. Bei einem gewinn je Aktie von 0,56 Euro beträgt das KGV für dieses Jahr nur 10. Deshalb sollten Investoren bis zu Notierungen von 5,73 Euro einsteigen. Das Kursziel beträgt 8,50 Euro und der Stoppkurs sollte bei 4,86 Euro gesetzt werden.

Änderungen im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 3.500 Anteile von QSC mit einem Verlust von drei Prozent zu 2,32 Euro sowie ihre 300 Aktien von Bechtle mit einem Gewinn von 16 Prozent zu 32,90 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 1.000 Titel von Cancom zu 9,31 Euro mit einem Kursziel von 13,50 Euro eingebucht. Nun möchten sie noch 1.500 Papiere von Jenoptik zu höchstens 5,73 Euro aufnehmen sowie entsprechend der Kapitalerhöhung von Softing ihren 1.600 Anteilen 228 weitere zu 4,40 Euro hinzufügen.

Der Aktionärsbrief: Bei Apple läuft es einfach immer weiter    

Der neue iPad von Apple verkauft sich nach Angaben der Experten des Aktionärsbriefes sehr gut. Dieser tragbare, tastaturlose Computer war bereits in einigen Internet-Läden vergriffen. Nun ist die dritte Generation des iPads auch in den Apple-Stores in den USA ausverkauft. Anleger sollten deshalb den Aufwärtstrend des Aktienkurses von Apple mitgehen. Die Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley raten immer noch zum Übergewichten dieser Aktie im Portfolio. Die Analysten der Deutschen Bank empfehlen weiterhin den Kauf der Anteile mit einem Kursziel von 600 Dollar.

Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:

Im spekulativ ausgerichteten Musterportfolio sind die 5.000 Anteile von Gigaset mit einem Verlust von 15 Prozent zu 2,85 Euro ausgestoppt worden und die 500 Aktien von STADA mit einem Gewinn von 24 Prozent zu 21,30 Euro. Die Verantwortlichen möchten nun ihren 400 Titeln von Augusta Technologie 400 weitere hinzufügen sowie 1.200 Papiere von OC Oerlikon neu aufnehmen.

Im Allround-Musterdepot sind die 300 Anteile von Vale mit einem Verlust von drei Prozent zu 18 Euro ausgestoppt worden und die 150 Aktien von Anglogold Ashanti mit einem Minus von 13 Prozent zu 30 Euro. Die Verantwortlichen möchten nun 120 Titel von Adidas sowie 60 Papiere von LVMH einbuchen.

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