C.A.T. oil
von Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: Greenland Minerals und Facebook unter der Lupe

Der Austria Börsenbrief Rohstoffe beschreibt eine "goldene Zukunft" für Greenland Minerals mit Uran und Seltenen Erden. Aktien-Strategie hält die Aktie von Facebook in mehrfacher Hinsicht für riskant. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Marcel Ewald, Experte des Austria Börsenbriefes Rohstoffe, erklärt, Greenland Minerals and Energy sucht vor allem im Projekt "Kvanefjeld" in Grönland nach Uran und sogenannten Seltenen Erden. Marcel Ewald, Experte des Austria Börsenbriefes Rohstoffe, erwartet noch bis Ende Juni die Veröffentlichung der Daten der Vor-Machbarkeitsstudie und bis Ende des Jahres den Abschluss einer strategischen Partnerschaft. Einige weltweit führende Rohstoffkonzerne würden sich seinen Angaben zufolge offenkundig dafür interessieren. Zwischenzeitlich ist allerdings der Preis für Seltene Erden stark gesunken, wobei Ewald das nur für kurzfristig hält. Angesichts dieses Rückgangs hätte sich der Aktienkurs von Greenland Minerals recht gut gehalten. Die Analysten von Shaw Stockbroking geben das Kursziel in einer Studie vom 11. Mai mit 2,25 Australischen Dollar (1,74 Euro) an.

Greenland Minerals schloss ein Bohrprogramm in Zone 2 ab, die sechs Kilometer vom Projekt Kvanefjeld entfernt ist. Dabei wurden die Ressourcen nach dem Standard JORC beachtlich gesteigert: Die anerkannten Vorkommen an Uran wurden 350 Million Pfund (lb) auf 512,8 Million Pfund angehoben, die Vorkommen an Seltenen Erden von 6,6 Millionen Tonnen auf 9,22 Millionen Tonnen und die Vorkommen an Zink auf 1,98 Millionen Tonnen. Ebenfalls bis Ende Juni sollen die Ergebnisse von Bohrungen in der naheliegenden Zone 3 und im Steensgtrupfjeld veröffentlicht werden. Wenn das geschehen ist, könnte Greenland Minerals nachgewiesen haben, über die weltgrößten Lagerstätten von Seltenen Erden mit Vorkommen von mehr als zehn Millionen Tonnen zu verfügen. Dabei ist der Anteil an hochpreisigen sogenannten Schweren Seltenen Erden hoch. In der Studie von Shaw Stockbroking vergleichen die Analysten Greenland Minerals mit den Konkurrenten Lynas und Molycorp und kommen zu dem Ergebnis, dass Greenland Minerals den beiden Wettbewerbern bei den Schweren Seltenen Erden überlegen ist. In der am 4. Mai abgeschlossenen Vor-Machbarkeitsstudie würden die Produktionskosten für ein Pfund (lb) Uran auf weniger als 31 US-Dollar und die für ein Kilogramm Seltene Erden auf acht Dollar bei einer möglichen Abbaudauer von bis zu 33 Jahren geschätzt. Die Produktionsanlage soll ab dem Jahr 2014 errichtet werden und insgesamt 1,5 Milliarden Dollar kosten. Die Produktion soll ab dem Jahr 2016 beginnen. Diese Baukosten für die Anlage sollten innerhalb von vier Jahren wieder eingebracht werden, wobei dafür der Uranpreis auf 70 Dollar pro Pfund (derzeit 51,50 Dollar) und der durchschnittliche Preis für ein Kilogramm Seltene Erden auf 41,61 Dollar geschätzt wurde. Die jährlichen Produktionsmengen werden auf 2,6 Millionen Pfund Uranoxid, 4.200 Tonnen Schwere Seltene Erden, 26.200 Tonnen Leichte Seltene Erden und 10.400 Tonnen eines gemischten Seltene-Erden-Karbonats geschätzt.


Aktien-Strategie: Facebook ist gefährlich 

Wolfgang Braun, Chefredakteur von Aktien-Strategie, erinnert an die Anfangszeiten von Ebay, als Menschen freudestrahlend ganze Nächte bei Versteigerungen im Internet verbracht haben, um womöglich ein Produkt etwas günstiger zu bekommen als bei einem anderen Online-Handelsunternehmen zu Festpreisen in einigen Minuten. Die Begeisterung für solche Versteigerungen war kurzlebig und übertrieben. Heute verkauft auch Ebay mehr Produkte zum Festpreis als auf dieser Plattform versteigert werden. Es setzt sich eben langfristig vor allem das durch, was nützlich ist. Heute sitzen die Menschen vor dem Computer, um häppchenweise Informationen auszutauschen - auch solche, die in den falschen Händen gefährlich für ihr Eigentum, ihre Gesundheit oder gar ihr Leben sein können und die sie netten Menschen an der Haustür niemals geben würden - anstatt sich mit Freunden in geselliger Runde zu treffen und über die wichtigen Neuigkeiten zu plaudern. Soziale Kontakte in der Realität bleiben mit dem sozialen Netzwerk von Facebook schnell auf der Strecke. Sobald Facebook den Reiz des Neuen verloren hat, dürfte auch hier die Euphorie nachlassen, auch wenn es einen gewissen Bedarf für Kontakte im Internet weiter geben wird. Für den Aktienkurs von Facebook ist das schlecht. Die Bewertung ist hoch und schließt die Erwartung an weitere Erfolge des Unternehmens ein. Es ist kaum nachzuvollziehen, warum sich Anleger überhaupt für Aktien von Facebook interessieren. Dank der Krise gibt es reichlich andere Unternehmen, die über ein erprobtes Geschäftsmodell verfügen und für weit weniger als den "fairen Wert" zu kaufen sind.

Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Im Musterportfolio sind die 1.800 Anteile von C.A.T. Oil mit einem Gewinn von zehn Prozent zu 4,90 Euro ausgestoppt worden.

| Michael Schröder | 0 Kommentare

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