BMW
von Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: Gree sowie Daimler, VW und BMW unter der Lupe

Platow Emerging Markets spielt die Online-Spiele-Karte mit Gree. Der Aktionärsbrief fährt auf Daimler, Volkswagen und die Bayerischen Motoren Werke ab. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Emerging Markets machen auf die japanische Online-Firma Gree aufmerksam. Das Unternehmen bietet vor allem Online-Spiele an, wie etwa einen Fischerei-Wettbewerb, landwirtschaftlich basierte Spiele oder die Online-Eroberung von Japan mit Samurais. Mit der Übernahme der Online-Gaming-Plattform OpenFeint im Frühjahr 2011 möchte Gree den derzeit 190 Millionen Nutzern eine weltweit einheitliche Gaming-Plattform anbieten, einschließlich der Zusatzdienste wie etwa Bestenlisten für die Spiele, Foren oder Chat-Funktionen. Die Nutzer können zudem eigene Profile anlegen und darüber Informationen austauschen. Zusätzlich bietet Gree Online-Dienste wie Horoskope, Übersetzungsangebote und Online-Werbung an. Zu den internationalen Partnern gehören die chinesische Tencent oder die südkoreanische SK Telecom. Wie der Konkurrent Dena, schafft Gree mit der eigenen Online-Währung ein in sich abgeschlossenes Netzwerk. Diese "eigene Welt" mit dem eigenen Währungssystem ist das Besondere, denn ein in sich geschlossenes System ist weniger anfällig gegen Konkurrenz. Damit setzte Gree in dem Mitte 2011 abgelaufenen Geschäftsjahr 64,2 Milliarden Japanische Yen (604 Millionen Euro) um und verdiente netto 18,2 Milliarden Yen (171 Millionen Euro). Die Bilanz ist in Ordnung. Der Börsenwert beträgt 460 Milliarden Yen (4,32 Milliarden Euro). Zwar ist die Bewertung für das Fiskaljahr 2011/12 mit einem KGV von 9 günstig, allerdings sind die Erwartungen an die Geschäftszahlen ambitioniert. Deswegen sollten nur risikobereite Anleger einsteigen und den Stoppkurs bei 14,70 Euro platzieren.


Der Aktionärsbrief: Einsteigen und abfahren 

Die Gewinnspannen von Daimler sind nicht so hoch wie die von Volkswagen oder BMW. Die Experten des Aktionärsbriefes verweisen allerdings auf die Rekordzahlen von Daimler im vergangenen Jahr und im ersten Quartal 2012. Daimler plant den Verkauf der Anteile an EADS im zweiten Halbjahr. Zudem betragen das KBV nur 1,1 und das KGV für das laufende Jahr nur 8. Deshalb sollte der Aktienkurs spätestens bei 40 Euro einen Boden finden. Volkswagen ist der Favorit der Experten und glänzt vor allem in China. Das KBV beträgt 1 und das KGV 7. Wer die Aktie für rund 120 Euro kauft, dürfte eine gute Rendite erzielen. Bei BMW sollten Anleger erst bei einem Kursrückgang auf etwa 60 Euro einsteigen.

Änderung in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:

Die Verantwortlichen für das Allround- Musterportfolio möchten 100 Anteile von Coca-Cola aufnehmen.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das langfristig orientierte Musterportfolio haben 2.000 ihrer zuvor 6.600 Anteile von Biofrontera mit einem Gewinn von 68 Prozent zu 5,10 Euro ausgebucht.

| Jochen Kauper | 0 Kommentare

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