Balda
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: Great Panther Silver sowie die Commerzbank, SAF-Holland, Solarworld und weitere Turnaround-Werte unter der Lupe

Der Rohstoff-Spiegel sieht goldene Zeiten für Great Panther Silver kommen. Die Euro am Sonntag beschäftigt sich mit den Turnaround-Werten Commerzbank, SAF-Holland, Solarworld, Heidelberger Druckmaschinen AG, Praktiker, Aixtron, Pfleiderer, Plan Optik, Muehlhan und der VBH Holding. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Rohstoff-Spiegels verweisen auf die planmäßigen Fortschritte und sehr guten Resultate von Great Panther Silver bei der Exploration des Projektes San Ignacio. Zudem waren auch die Zahlen für das dritte Quartal 2011 gut. Das Management schaffte es außerdem, das angesammelte Konzentrat vollständig zu verkaufen. Deshalb dürften auch die Ergebnisse des vierten Quartals hervorragend ausfallen. Dabei stieg die produzierte Menge im Vergleich zum dritten Quartal um 13 Prozent auf 545.294 Unzen Silber-Äquivalent. Auch die Gehalte an Silber und Gold im Erz stiegen in den Minen Guanajuato und Topia. Der Vorstand prognostiziert für das laufende Jahr die Förderung von 1,72 bis 1,9 Millionen Unzen Silber, 10.000 bis 11.000 Unzen Gold, 2,5 bis 2,8 Millionen Pfund Blei und 3,3 bis 3,6 Millionen Pfund Zink. Auch charttechnisch deuten sich neue Hochs im Aktienkurs an.

Die Euro am Sonntag: Zehn Top-Tipps für die Trendwende     

Anleger sollten nur mit einem kleinen Teil ihres Anlagevermögens in Turnaround-Werte einsteigen. Dabei sollten sie nach Angaben des Fondsmanagers Peter Huber, Starcapital, auf (große) Konzerne mit bekannten Marken, starker Marktstellung, solider Kundenbasis oder besonderer Kompetenz achten. Es darf keine strukturellen Probleme in dem Unternehmen und im Markt geben. Solche Firmen haben zuvor Umsatzrückgänge gehabt, Verluste geschrieben, Probleme mit der Bilanz oder mit zu hohen Schulden gehabt. Ein vielleicht neues Management hat die Probleme erkannt und steuert massiv dagegen an. Der richtige Einstiegszeitpunkt ist, wenn die Sanierung noch keine Erfolge in der Bilanz bringt, der Aktienkurs nicht mehr negativ auf schlechte Unternehmensnachrichten reagiert und vielleicht schon einen charttechnischen Boden ausgebildet hat. Da die Aktienkurse gewöhnlich stark schwanken, ist der Einsatz von Stoppkursen mit Nachteilen verbunden. Besser ist es, erst mit einem Teilbetrag einzusteigen und nachzukaufen, falls der Kurs noch einmal sinkt. Dabei sollte sich an der Turnaround-Chance nichts verschlechtert haben. Eine andere Möglichkeit ist, erst dann zu kaufen, wenn der Turnaround sichtbar wird. Eine solche Spekulation auf die Trendwende kann sich dabei mehrere Jahre hinziehen.

Die Experten der Euro am Sonntag haben zehn Turnaround-Werte herausgesucht: Die Commerzbank, deren Aktienkurs sich beim jüngsten Turnaround im Jahr 2009 innerhalb kurzer Zeit vervierfacht hat (Buchwert: 4,48 Euro, KGV für 2012: 7,5, Kursziel drei Euro, Stoppkurs 1,08 Euro); SAF-Holland, bei der Anleger Katastrophen einpreisen und deren Aktie günstig bewertet ist und hohes Turnaround-Potenzial aufweist (Buchwert je Aktie: 8,55 Euro, KGV: 6, Kursziel 8,50 Euro, Stoppkurs 3,05 Euro); Solarworld, der deutsche Solar-Marktführer mit hohen Chancen auf ein Fortbestehen des Konzerns in der schwierigen Branche (Buchwert: 8,20 Euro, KGV: 9, Kursziel 6,50 Euro, Stoppkurs 3,50 Euro); Heidelberger Druckmaschinen AG, den Weltmarktführer, bei dem die Rückkehr in die Gewinnzone abzusehen ist (Buchwert: 3,73 Euro, KGV: -, Kursziel 2,50 Euro, Stoppkurs 1,20 Euro); Praktiker, bei dem das Vertrauen in eine erfolgreiche Sanierung steigt, der Buchwert attraktiv ist und es Gerüchte über die Ausgabe einer Wandelanleihe gibt (Buchwert: 8,76 Euro, KGV: -, Kursziel 3,50 Euro, Stoppkurs 1,50 Euro); Aixtron, dem Frühzykliker, dem in diesem Jahr die charttechnische Rückkehr zum Aufwärtstrend gelingen könnte (Buchwert: 23,90 Euro, KGV: 24, Kursziel 16 Euro, Stoppkurs 8,30 Euro); Pfleiderer, bei der auch kurzfristig immer wieder hohe Kursgewinne möglich sind (Buchwert: - Euro, KGV: -, Kursziel 0,50 Euro, Stoppkurs 0,18 Euro); Plan Optik, dem Nebenwert, bei dem operativ der Aufschwung möglich ist (Buchwert: 1,39 Euro, KGV: 14, Kursziel 3,50 Euro, Stoppkurs 1,25 Euro); Muehlhan, mit einem enorm hohen Abschlag zum Buchwert (Buchwert: 3,16 Euro, KGV: 13, Kursziel 1,90 Euro, Stoppkurs 0,88 Euro) und schließlich die VBH Holding, dem Weltmarktführer, bei dem die Gewinne bald wieder deutlich steigen dürften (Buchwert: 2,66 Euro, KGV: 17,5, Kursziel 5,50 Euro, Stoppkurs 2,65 Euro).

Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:

Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 1.180 Anteile von Impreglon zu 8,40 Euro sowie 1.700 Aktien von Balda zu 4,95 Euro aufgenommen. Nun möchte der seine 210 Titel von Bertrandt mit Gewinn ausbuchen und dafür 1.440 Papiere von TUI einbuchen.

Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, hat seinen 200 Index-Zertifikaten (WKN 709 335) auf den DAX weitere 50 Stück zu 61,28 Euro und seinen Top-Invest-Zertifikaten (WKN VT2 812) zusätzliche 20 Stück zu 112,20 Euro hinzugefügt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 250 DAX-Zertifikate sank dadurch auf 62,60 Euro und derjenige für die mittlerweile 100 Top-Invest-Zertifikate erhöhte sich auf 103,24 Euro. Nun möchte Castner noch 200 Anteile von Astrazeneca zu höchstens 37 Euro, 200 Aktien von Gilead Sciences zu ebenfalls maximal 37 Euro und 300 Titel von SMT Scharf zu nicht mehr als 23 Euro aufnehmen.

Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterportfolios, hat seine 26 Anteile von Intuitive Surgical wohl mit Verlust ausgebucht und dafür 645 Aktien von Seagate Technology zu 14,71 Euro eingebucht.

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