Nordex
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: Dollar/Euro und Nordex unter der Lupe

Die Actien-Börse beschäftigt sich mit dem Währungspaar Dollar/Euro. Der Nebenwerte Investor schürt Hoffnungen für die Aktionäre von Nordex.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Actien-Börse erklären, dass die großen Investoren, insbesondere die US-amerikanischen, wieder Dollar kaufen würden. Dabei soll es sich vornehmlich um längerfristige Engagements handeln. Diese Stärkung des Dollar lässt sich am Dollar-Index ablesen. Das ist eine Kennzahl, welche den Wert des US-Dollars anhand eines Währungskorbs aus sechs Währungen vergleicht. Der Index stellt den gewichteten Durchschnitt des Dollars im Vergleich zum Euro, dem Japanischen Yen, dem Britischen Pfund, dem Kanadischen Dollar, der Schwedischen Krone und dem Schweizer Franken dar. Auch wenn sich die Arbeitsmarktlage vor allem bei den Arbeitgebern der öffentlichen Hand nicht restlos zufriedenstellend entwickelt, verbessern sich die Ergebnisse der US-Wirtschaft schrittweise. Auf der anderen Seite sind die Anleger im Euro-Raum misstrauisch, was sich an den Zinsaufschlägen für die neu zu begebenden Staatsanleihen ablesen lässt. Alle Euro-Staaten werden bei der Refinanzierung höhere Zinsen bezahlen müssen, mit Ausnahme von Deutschland, den Niederlanden und wohl auch Österreich, sowie dem EU-Mitglied Großbritannien. Insgesamt dürften die Zinsen um jeweils rund die Hälfte im Vergleich zu den Traumjahren 2009 und 2010 zulegen. Damit gibt es zwei Gründe für einen im Verhältnis zum Euro stärkeren Dollar.


Der Nebenwerte Investor: Die Nordex-Hoffnung heißt N117  

Nordex zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Windenergieanlagen. Die Kernkompetenzen der Nordex-Gruppe liegen in der Planung und den Ingenieursleistungen der Windkraftanlagen, der Fertigung von Steuerungen für Windkraftanlagen sowie der Herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen der Megawatt-Klasse. Wie der Verlauf des RENNIXX zeigt, sind Aktien von Unternehmen aus der Branche "erneuerbare Energien" derzeit nicht gefragt. Im RENIXX sind die 30 weltweit führenden Werte aus diesem Segment gelistet. Dennoch raten die Experten des Nebenwerte Investors risikobereiten Anlegern zu einem antizyklischen Einstieg bei Nordex. Dafür geben sie zwei Gründe an: Der sehr gute Auftragsbestand des Unternehmens sowie der erstmalige Einsatz von Karbonfasern in der Windkraftanlage N117 in Verbindung mit dem Engagement von Susanne Klatten als Großaktionärin von Nordex und von SGL Carbon. Vor allem bei schwachem Wind übertreffen diese N117 das Vorgängermodell und vergleichbare Anlagen deutlich, denn sie sind mit längeren und dennoch leichteren Rotorenblättern ausgerüstet. Nordex hat mit den ab Mitte 2012 in Serie gefertigten N117 den Vorteil des Prime-Mover-Effekts. Bloomberg New Energy Finance schätzt zudem, dass ab dem Jahr 2013 die Absatzpreise wieder steigen werden, obwohl derzeit die Überkapazitäten hoch sind. Mit einem KBV von 0,7 ist die Aktie von Nordex außerdem jetzt günstig bewertet. Aufgrund der guten Auftragslage stehen die Chancen gut, dass Nordex in diesem Jahr 2012 wieder profitabel wird. Konservative Anleger sollten abwarten, bis sich die Konsolidierung der Branche deutlicher abzeichnet, etwa indem sie den RENIXX-Chart beobachten. Bei der Notierung von Nordex stellt die Marke von 4,50 Euro den entscheidenden charttechnischen Widerstand für solche Investoren dar.

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