Carl Zeiss Meditec
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau II: Der CAC40 sowie die Solarbranche (Yingli, Q-Cells, Solarworld, etc.) unter der Lupe

Der Zertifikate + Optionsschein Trader hält die französische Börse für zu schwach, um charttechnische Hürden zu nehmen und stellt ein passendes Derivat vor. Der Rohstoff-Report beschäftigt sich mit der Solarbranche im Allgemeinen und der Solarindustrie in der Volksrepublik China im Besonderen. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader verweisen auf die Stochastik, welche ein Verkaufssignal für den französischen Leitindex CAC40 erzeugt hat. Die Widerstände bei 3.358 Zählern, bei 3.396 sowie bei 3.411 Punkten dürften demnach nicht sofort überwunden werden. Es ist wahrscheinlicher, dass der Index konsolidiert und die Unterstützungen bei 3.286 und 3.230 Punkten testet. Für diesen Fall sollten risikobereite Anleger das endlos laufende Bear-Zertifikat (WKN CK6 S1Y) der Commerzbank auf den CAC40 kaufen. Dieser Schein ist mit einer Basis bei 3.858 Zählern und einer Knock-out-Schwelle bei 3.820 Punkten ausgestattet. Optimisten sollten das ebenfalls open end aufgelegte Bull-Zertifikat (WKN CK5 FXY) desselben Emittenten erwerben. Bei diesem Schein liegt die Basis bei 2.665 Zählern und die Totalverlust-Schwelle bei 2.700 Punkten. 

Änderungen im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 502 Long-Zertifikate (WKN TB9 VKK) auf Carl Zeiss Meditec zu höchstens 5,10 Euro aufnehmen und bei 4,10 Euro absichern sowie 295 Bull-Zertifikate (WKN CM6 SF3) auf das Währungspaar Euro/Südafrikanischer Rand zu maximal 8,30 Euro einbuchen und den Stoppkurs bei 6,60 Euro setzen.


Der Rohstoff-Report: Weil immer wieder die Sonne aufgeht

In Deutschland werden 25 Prozent des Stroms in Braunkohle-Kraftwerken produziert und bereits 20 Prozent stammen aus erneuerbaren Quellen. 19 Prozent des Stroms werden in Steinkohle-Kraftwerken erzeugt und nur mehr 18 Prozent in Kernkraftwerken, nachdem acht Atomkraftwerke abgeschaltet worden sind. Öl- und Gas-Kraftwerke, Pumpspeicher-Anlagen sowie diverse andere Quellen sorgen für fünf Prozent des Stroms. Da Politiker den Bau und den Betrieb von Solaranlagen nicht mehr so stark subventionieren möchten, soll eine Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) dauerhaft Abhilfe schaffen. Bei den erneuerbaren Energien ist Windkraft am ertragreichsten: Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) war der Dezember 2011 der bisher einträglichste Windmonat: Entsprechende Kraftwerke speisten 8,5 Millionen Kilowattstunden in das Netz ein. Photovoltaikanlagen liefern dagegen nur drei Prozent der Strommenge, während 56 Prozent der Ökostrom-Umlage auf diese Energieart zurückzuführen ist. Diese Umlage wird von den (privaten) Stromverbrauchern über den Strompreis bezahlt und sie steigt immer schneller. In diesem Jahr erhalten die Betreiber von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mindestens 17,6 Milliarden Euro, was für einen Durchschnittshaushalt etwa 125 Euro ausmacht. Aufgrund technischer Entwicklungen ist die Solarindustrie aber auf dem Weg, die Kosten für die Stromerzeugung auf das Niveau bisher üblicher Kraftwerke zu senken. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums dürften spätestens im Jahr 2017 die ersten Solar-Großanlagen ans Netz gehen, die gänzlich ohne Förderung auskommen. Allerdings müssen die Stromnetzbetreiber (E.on, RWE, Vattenfall und EnBW) bis dahin das Netz ausbauen. Sollten die 3.000 Kilometer Stromnetz und die Marktintegration des Ökostroms durch den Aufbau von Speichermöglichkeiten nicht erreicht werden, wird die rasant wachsende Menge an Strom aus Wind-, Sonnen-, Wasser- und Biomasse-Energie bald nicht mehr komplett in die Netze eingespeist werden können. Besonders dringend fehlen Leitungen zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands.

Die Experten des Rohstoff-Reports verweisen auf die seit einiger Zeit weltweit anhaltenden Kursrückgänge von Unternehmen aus der Solarbranche. Der Index Solactive Global Solar Energy sank in den vergangenen zwölf Monaten von 100 auf 50 Punkte. Wer an eine Erholung der weltweiten Branche glaubt, der sollte das Zertifikat (WKN HV3 GSE) der Unicredit-Tochterfirma HypoVereinsbank kaufen. Seit Jahresbeginn hat der Performance-Index Solactive China Solar deutlich zugelegt. Chinesische Solaraktien waren gefragt. Mittlerweile konsolidierte der Index jedoch wieder auf 21 Zähler. Wer speziell auf Unternehmen aus der Volksrepublik setzen möchte, der sollte das Zertifikat (WKN DB2 CSL) der Deutschen Bank auf diesen Index erwerben.

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