Boeing
von Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: Total und Quanmax unter der Lupe

Der Austria Börsenbrief hält den Kursrückgang der Aktie von Total noch immer für viel zu stark. Aktien-Strategie glaubt an Quanmax. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Austria Börsenbriefes erweisen darauf, dass Total das Leck an der Gasplattform "Elgin" in der Nordsee nach mehr als 50 Tagen unter Kontrolle gebracht hat. Der französische Ölkonzern teilte mit, es trete kein Gas mehr aus, da die undichte Stelle erfolgreich durch das Einpumpen von Schlamm abgedichtet worden ist. Der Vorstand schätzt den Schaden für das Unternehmen vorläufig auf bis zu 300 Millionen Euro. Am 27. März, dem Tag nach dem Bekanntwerden des Lecks, sank der Börsenwert von Total dagegen um etwa sieben Milliarden Euro, was demnach als klare Übertreibung anzusehen wäre. Vor diesem Hintergrund bleibt die Aktie kaufenswert.

Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:

Die Verantwortlichen für das internationale Musterportfolio möchten ihre 500 Anteile von PEH Wertpapier mit einem Verlust zu mindestens 16,05 Euro ausbuchen.



Aktien-Strategie: Quanmax ist vielleicht zu heiß, aber bestimmt zu günstig bewertet 

Der Aktienkurs von Quanmax ist seit Jahresbeginn um 40 Prozent gestiegen. Damit ist die Notierung nach Ansicht der Experten von Aktien-Strategie überhitzt. Ein Rücksetzer dürfte allerdings schnell wieder aufgeholt werden, da die Aktie sehr günstig bewertet ist. Das Unternehmen dürfte in diesem und im nächsten Jahr 0,25 Euro beziehungsweise 0,29 Euro je Anteil verdienen, was Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 10 und von 9 entspräche. Zudem sind die Gewinnspannen ausbaufähig. Das auf Informationstechnologie-Dienstleistungen spezialisierte österreichische Unternehmen entstand durch den Aufkauf einiger Marken wie Gericom oder Maxdata, welche in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Zum Leistungsportfolio zählen daher auch eigene Hard- und Software. Der Vorstand möchte künftig noch mehr Dienstleistungen für andere Unternehmen übernehmen, welche diese Aufgaben nicht mehr selbst erfüllen wollen (Outsourcing). Dafür hat Quanmax 40 Prozent des angeschlagenen IT-Dienstleistungsunternehmens S&T gekauft, das vor allem in Osteuropa tätig ist. Quanmax bringe S&T nun allem Anschein nach wieder auf Erfolgskurs. Da gerade in Osteuropa noch ein Nachholbedarf bei IT-Diensten besteht, sind die Wachstumsaussichten für Quanmax gut. Der Konzern dürfte in den nächsten Jahren wohl um fünf bis zehn Prozent pro anno zulegen. Quanmax weist zum 31. März lediglich eine Eigenkapitalquote von 27,5 Prozent aus, wobei auf der Aktivseite zudem noch vergleichsweise hohe immaterielle Werte von rund 80 Prozent des Eigenkapitals gebucht sind. Deshalb sei ein Bewertungsabschlag für die Aktie angebracht. Vor diesem Hintergrund beträgt der "faire Wert" 3,50 Euro je Anteil. Der Stoppkurs sollte bei 2,16 Euro gesetzt werden.

Änderungen im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Die Verantwortlichen haben 25 Aktien von PWO Progresswerk Oberkirch gemäß den Bedingungen der Kapitalerhöhung zu 36,50 Euro eingebucht. Dafür haben sie ihre 2.500 Aktien von HTI High Tech Industries mit einem Verlust von 42 Prozent zu 0,84 Euro ausgebucht.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das Trendfolge-Musterportfolio haben 100 Anteile am börsennotierten Indexfonds (ETF; WKN ETF 004) auf den DAX-Short zu 57,05 Euro eingebucht.

Änderung im Musterdepot des Strategie-Reports:

Im Musterportfolio sind die 2.350 Call-Optionsscheine (WKN DE9 VZ2) auf Boeing mit einem Verlust Euro ausgestoppt worden.

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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