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- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: Silber und Kontron unter der Lupe

Die Börse am Sonntag geht davon aus, dass die "goldenen Zeiten" für Silber demnächst und zunächst vorbei sein werden und stellt auch dafür ein passendes Derivat vor. Die Euro am Sonntag hält Kontron für aussichtsreich und stellt ein passendes Derivat vor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag gehen davon aus, dass die Silber-Bullen aufgeben könnten und die Bären die Oberhand gewinnen. Der Preis für eine Feinunze Silber (31,1 Gramm) ist jüngst erneut unter Druck geraten, wobei es nicht zu einer schnellen, größeren Erholung gekommen ist. Der Silberpreis könnte also weiter abgeben, zumal Ben Bernanke, Präsident des Federal Reserve Boards (also Notenbankchef der Vereinigten Staaten von Amerika), sich nach der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed noch optimistischer bezüglich der Entwicklung der US-Wirtschaft geäußert hat. Damit würde eine weitere Lockerung der Geldpolitik unwahrscheinlich. Die Menge des Papier(-Buch-)Geldes würde nicht erneut stark zunehmen und die als "sichere Häfen" geltenden Edelmetalle würden an Attraktivität für Investoren verlieren. Bernanke begründete seine Einschätzung vor allem mit der Erholung am US-Arbeitsmarkt. Angesichts der fragwürdigen Berechnung der offiziellen Arbeitsmarktdaten, da geschönt durch statistische Kniffe, muss man sich allerdings fragen, ob die Fed derzeit womöglich bewusst ein rosigeres Bild zeichnet, als es die Realität hergibt, um damit die Märkte zu beruhigen. Deshalb kommt es darauf an, wie lange die Anleger Bernanke glauben. Dauert der Blick durch die "rosarote Brille" länger, dürften die Investoren ihr Vermögen von Edelmetallen in Aktien umschichten. Charttechnisch könnte der Silberpreis bis auf etwa 26 Dollar je Unze sinken. Wahrscheinlich früher als später dürfte die Fed aber um weitere geldpolitische Lockerungen nicht herumkommen. Es geht gar nicht anders. Wenn es dafür erste Anzeichen gibt, dürften die Bullen wieder das Ruder übernehmen. Entsprechend sollten Anleger auf endlos laufende Zertifikate der Bank Vontobel setzen. Zunächst auf das Short-Zertifikat (WKN VT2 075), danach auf das Zertifikat (WKN VT1 FCG) auf den Index JPMCCI Comex Silver Total Return (TR) und risikobereite Anleger auf das Long-Zertifikat (WKN VT0 0DD) auf Silber.

Die Euro am Sonntag: Ein neues Kaufsignal für Kontron

Der Abwärtstrend seit dem Mehrjahreshoch von 17,95 Euro aus dem Jahr 2007 ist noch intakt. Doch nach Angaben der Experten der Euro am Sonntag sprechen Trading-Indikatoren für einen steigenden Aktienkurs von Kontron. Zudem wurde Anfang März ein neues Kaufsignal erzeugt, als die 38-Tage-Linie die 200-Tage-Linie von unten nach oben gekreuzt hat. Daraus lässt sich Potenzial bis zu Notierungen von bis zu 7,50 Euro ableiten. Risikobereite Anleger sollten deshalb den am 19. Dezember fälligen Call-Optionsschein (WKN CK6 CZ3) der Commerzbank auf Kontron kaufen. Der Schein ist mit einer Basis von fünf Euro und einem Hebel von derzeit 3,5 ausgestattet.

Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:

Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 1.380 Anteile von SAF-Holland zu 5,11 Euro aufgenommen und mittlerweile bei fünf Euro abgesichert. Nun möchte er seine 335 Vorzugsaktien von WMF sowie seine 2.100 Titel von USU Software ausbuchen und durch 1.960 Papiere der ADVA AG Optical Networking zu höchstens 5,10 Euro und 1.555 Anteile von C.A.T. Oil ersetzen.

Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, möchte 25 seiner 50 Genussscheine (WKN 555 071) von Drägerwerk zu 210 Euro ausbuchen.

Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterportfolios, hat seine 1.769 Anteile von TUI ausgebucht und durch 163 Aktien der Sears Holding zu 60,20 Euro ersetzt.

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