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- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: Rand-Anleihen und Alno unter der Lupe

Der Zürcher Finanzbrief will keine Zinsen, sondern Kursgewinne mit Anleihen in Südafrikanischen Rand. Ein entsprechendes Musterdepot brachte seit der Auflegung vor etwa zehn Jahren eine Rendite von 285 Prozent. Der Nebenwerte-Investor kocht sich die Kursgewinne mit Alno zusammen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zürcher Finanzbriefes erinnern daran, dass die südafrikanische Notenbank SARB (South African Reserve Bank) den Leitzinssatz bei der jüngsten Sitzung auf dem Allzeittief von 5,50 Prozent belassen hat. An diesem Satz dürfte sich im laufenden Jahr auch wenig ändern. Die Notenbanker sorgen sich zu Recht vor einem unvorhergesehenen Ereignis während der Euro-Krise, welches sich negativ auf die Wirtschaft in Südafrika auswirken würde. Solange die europäischen Staaten ihre Schuldenkrise also nicht eingedämmt haben, kann die SARB die Zinsen nicht erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Da die SARB in den vergangenen beiden Jahren die Zinsen auch nicht erhöht hatte, hat sie nun auch keinen Spielraum nach unten, ohne eben die Inflation anzuheizen. Andererseits gibt es ein erstes, noch nicht bestätigtes Anzeichen für eine stabilere Preisentwicklung: Während Volkswirte von einem Anziehen der Inflationsrate auf 6,3 Prozent im Dezember ausgegangen sind, stieg der Verbraucherpreisindex erneut um 6,1 Prozent. Der Südafrikanische Rand hat sich auch deswegen in der jüngeren Vergangenheit stark entwickelt. Jüngst testete die Währung sogar erfolgreich die 200-Tage-Linie im Chart mit dem Euro. Demzufolge müssten Anleger einen Call auf das Währungspaar Südafrikanischer Rand/Euro kaufen, da von einem im Vergleich zum Euro weiter anziehenden Rand auszugehen ist. Die Experten raten jedoch zum Kauf des bereits am 18. Juni fälligen Call-Optionsscheines (WKN DE6 RXW) der Deutschen Bank auf das Paar Euro/Rand. Allerdings soll dieses Derivat nur als Absicherung für ein Zero-Coupon-Rand-Anleihe-Portfolio vor einem schwächer werdenden Rand dienen. In diesem Anleihe-Depot befinden sich bereits seit längerem Anleihen der Weltbank International Bank for Reconstruction and Development (WKN 191 470) die bereits am 14. Mai fällig werden. Neu in diesem Depot sind Anleihen der Bank Nederlandse Gemeenten (WKN 191 539), fällig am 29. Dezember 2020, Anleihen der Deutschen Bank (WKN 191 735) zur Zahlung am 5. Juni 2017 und Anleihen der Eskom Holdings (WKN 193 960), die am 18. August 2027 getilgt werden sollen.


Der Nebenwerte-Investor: Demnächst wird es bei Alno Küchen heiß  

Die im Jahr 1927 gegründete Alno AG ist mittlerweile europaweit mit führend als Hersteller von Küchen. Das Unternehmen produziert seit dem Jahr 2005 auch in Dubai. Damit ist Alno der erste Küchenhersteller Europas, welcher im Nahen Osten arbeitet. Insgesamt vermarktet der Konzern seine Küchen mit rund 7000 Vertriebspartnern in 64 Ländern. Dabei bedient das Unternehmen alle Käuferschichten vom Einsteiger, für den die Marke Pino gedacht ist, über die Minimalisten mit der Marke Impuls, die Käufer, die klassisch-modernes bevorzugen mit der Marke Wellmann und die Premium-Kunden mit der Marke Alno. Die Umsätze von Alno sinken jedoch seit Jahren und der Konzern erwirtschaftet hohe Verluste. Im vergangenen Jahr verzichteten Gläubiger auf Forderungen und der Konzern gab zu drei Euro neue Aktien aus. Damit war die Bilanz bereinigt und als Folge auch der Posten des Vorstandsvorsitzenden mit Max Müller neu besetzt. Müller hatte bei der Kapitalerhöhung 15 Millionen Euro investiert. Die Experten des Nebenwerte-Investors loben Müller, da es ihm gelungen ist, vier Manager des Konkurrenten Poggenpohl abzuwerben. Die Führung sei nun hochkarätig. Müller gelingt es, weitere Investoren zu gewinnen, die Liquidität zu sichern und die Bilanz zu entlasten. Mittelfristig dürfte es doch zum wirtschaftlichen Trendwechsel kommen, obwohl ein solcher Turnaround noch immer mit Risiken behaftet ist. Anleger sollten nun auf eine positive Nachricht bezüglich des Geschäftsverlaufs warten, auf höhere Handelsvolumen mit der Aktie und Kursbewegungen nach oben. Dann erst dürfte sich der Einstieg lohnen.

Änderungen im Musterdepot des Nebenwerte-Investor:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 100 Anteile von Progress-Werk Oberkirch zu höchstens 34,10 Euro aufnehmen.

Änderungen im Musterdepot des Strategie-Reports:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 16.500 Euro aufwenden, um beim aktuellen Kurs von 25,85 Euro rund 638 Discount-Zertifikate (WKN AA2 1EC) auf Microsoft aufzunehmen. Zudem möchten sie 1.500 Euro verwenden, um beim derzeitigen Kurs von 0,52 Euro etwa 2.884 Bull-Zertifikate (WKN CT3 LQ1) auf Sandisk einzubuchen.

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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