PVA Tepla
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: KPS und 2G Energy unter der Lupe

Der Anlegerbrief performaxx glaubt, dass der Aktienkurs von KPS nur steigen kann. Der Nebenwerte-Investor hält die Aussichten für 2G Energy weiterhin für gut. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Anlegerbriefes performaxx halten die Wachstumsstrategie von KPS für schlüssig. Das Hauptprodukt, mit dem der Konzern ein Alleinstellungsmerkmal erreicht hat, ist die selbst entwickelte Methode "KPS Rapid Transformation", mit der Projekt-Laufzeiten stark verkürzt werden können. Die Kunden von KPS sind erste Adressen aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie, aber auch aus der verarbeitenden Industrie und Dienstleistungsunternehmen. Diese Kundenstruktur half bislang dabei, die Geschäftslage von KPS trotz der Konjunktursorgen vergleichsweise stabil zu halten. Die international tätigen Kunden dürften auch das weitere Wachstum im Ausland erleichtern. Zudem möchte der Vorstand nun auch Kunden aus neuen Branchen, wie der Banken- und Versicherungswirtschaft sowie der Telekommunikationsindustrie erreichen. Das Management prognostiziert für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von 55 Millionen Euro und ein EBIT von sieben Millionen Euro. Die Experten schätzen die Gewinne je Aktie für dieses und nächstes Fiskaljahr auf 0,15 Euro und 0,16 Euro, was Kurs-Gewinn-Verhältnissen von lediglich 9 entspräche. Dazu kommen noch die Ausschüttungen von 0,10 Euro pro Anteile, was einer Dividendenrendite von 7,4 Prozent gleichkommt. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie kaufenswert.


Der Nebenwerte-Investor: 2G hat weiter Energie  

2G Energy plant und baut vor allem Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) und bietet entsprechende Dienstleistungen an. Diese KWK können mit Erd-, Bio-, Klär- oder Deponiegas betrieben werden und gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Damit arbeiten sie besonders effizient. Der Aktienkurs von 2G Energy legte seit der von Politikern versprochenen Energiewende nach dem Super-GAU im japanischen Fukushima im März vergangenen Jahres deutlich zu. Die Experten des Nebenwerte-Investors erwarten weitere Kursgewinne, denn das Unternehmen wächst und kann dabei die Gewinnspannen sogar noch erhöhen. Der Auslandsanteil am Umsatz soll von derzeit 17 Prozent ausgehend deutlich angehoben werden. Der Vorstand prognostiziert bis zum Jahr 2016 eine Absatzverdopplung auf 1.500 Anlagen. Die Experten schätzen den Umsatz dann auf 340 Millionen Euro, das EBIT auf 50 Millionen Euro und den Gewinn auf 32 Millionen Euro. Das wiederum entspräche einem KGV von 5 in vier Jahren. Das KBV beträgt derzeit 6,2. Charttechnisch zeigt die Notierung am Allzeithoch eine hohe relative Stärke in der allgemeinen Marktkorrektur. Wenn die staatlichen Subventionen für KWK erhöht beziehungsweise nachgebessert werden, sollte der Kurs deutlich steigen. Die Bundesregierung soll über die Änderung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes am Donnerstag, 24. Mai, beraten. Die Koalitionsfraktionen wollen die bisher vorgeschlagene höhere Zulage für neue KWK-Anlagen von 0,5 Cent je Kilowattstunde (kWh) um weitere 0,3 Cent erhöhen.

Änderungen im Musterdepot des Nebenwerte-Investors:

Im Musterportfolio sind die 2.200 Anteile von PVA Tepla mit einem Verlust von sechs Prozent zu 3,11 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 400 Aktien von SMT Scharf zu 21,30 eingebucht und bei 19,05 Euro abgesichert sowie 3.000 Titel von Quanmax zu 2,52 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 2,16 Euro gesetzt.

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