Metro
von Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: K+S, Metro und RWE sowie die Software AG unter der Lupe

Zertifikate Kompakt stellt die "Hunde des DAX" und entsprechende Derivate für konservative und risikobereite Anleger vor. Der Anlegerbrief performaxx sieht Chancen bei der Software AG.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zertifikate Kompakt erklären, bei den "Dogs of the Dow" handelt es sich um eine Dividenden-Strategie, welche sich für Dividenden- und Value-Investoren eignet. Nach diesem Investment-Ansatz kauft der Anleger am Anfang des Jahres die Aktien, welche sich im vorangegangenen Jahr am schlechtesten entwickelt haben, jedoch die höchsten Dividendenrenditen aufweisen. Der Großteil der Performance kommt üblicherweise aufgrund der Kursgewinne zustande; die Dividende ist nur eine Art Bonus. Im Vergleich hat die Strategie "Dogs of the Dow" die Entwicklung des Dow Jones Industrial seit den 1970er Jahren übertroffen. Allerdings entwickelten sich Anlagen nach diesem Ansatz in der Börsen-Hausse der 1990er Jahre schlechter als der Index. Die Strategie ist also nur dann stark, wenn die Börsen lediglich moderat ansteigen, sich kaum verändern oder sogar fallen. Die Experten sehen das Jahr 2012 als ein ideales für die "Dogs", deshalb suchten sie die "Hunde des DAX", wie der Ansatz ins deutsche übersetzt heißen müsste, und fanden die Aktien von K+S, Metro und RWE. Finanzwerte wurden aufgrund der völlig unklaren Situation um die europäische Schuldenkrise und die südeuropäischen Staaten nicht berücksichtigt.

Neben der Anlage in die Aktien, empfehlen die Experten konservativen Investoren auch den Kauf von Bonus-Zertifikaten. Damit erhalten die Anleger am Ende der Laufzeit eine Prämie, solange der Aktienkurs während der Laufzeit nicht auf eine Sicherheitsschwelle oder darunter sinkt. Risikobereite Anleger sollten jeweils Faktor-Zertifikate kaufen. Bei herkömmlichen Hebel-Zertifikaten ändert sich der Faktor ständig, um den Gewinne und Verluste des Aktienkurses im Zertifikat multipliziert werden. Bei den endlos laufenden Faktor-Zertifikaten bleibt der von vornherein festgelegte Hebel-Faktor dagegen immer gleich. Damit eignen sich solche Papiere für langfristige Kursbewegungen in eine Richtung. Bei den für die "DAX-Hunde" ausgesuchten Papieren der Commerzbank beträgt der Faktor jeweils +2.

Die Experten raten demnach zum Einstieg in das am 25. Januar 2013 fällige Bonus-Zertifikat (WKN WLB 4ZP) der WestLB auf die Aktie von K+S. Der Tilgungsbetrag beträgt 46,78 Euro, falls der Aktienkurs die Marke von 28,40 Euro nicht berührt. Das entsprechende Faktor-Zertifikat der Commerzbank hat die Wertpapierkennnummer CZ2 4NL. Für die Metro wird zu dem am 31. Dezember 2012 fälligen Bonus-Zertifikat (WKN BN6 GRH) der BNP Paribas mit einer Bonus-Marke von 50 Euro und einer Sicherheitsschwelle von 22 Euro geraten. Das Faktor-Zertifikat hat die WKN CZ2 4NQ. Für die Stammaktie von RWE ist das am 20. März 2013 fällige Bonus-Zertifikat (WKN AA3 KQT) der Royal Bank of Scotland passend. Die Bonus-Schwelle beträgt 34 Euro und die Untergrenze 19,50 Euro. Das Faktor-Zertifikat besitzt die WKN CZ2 4NS. Anleger sollten immer auf das Insolvenz-Risiko der Emittenten von Zertifikaten achten.

Der Anlegerbrief performaxx: Der Software-Absturz ist zu hart gewesen   

Nach der Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal 2011 hat der Vorstand der Software AG die Wachstumsprognose gesenkt. Jüngst überraschte das Management mit einer erneuten Umsatz- und Gewinnwarnung. Daraufhin brach der Kurs um etwa die Hälfte ein. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx erklären, dieser Kurssturz sei überfällig gewesen, jedoch im Ausmaß zu heftig. Auf Basis der gesenkten Ziele betragen die Kurs-Gewinn-Vielfachen für das vergangene und das aktuell laufende Jahr 11 beziehungsweise 12, während die peer group ein durchschnittliches KGV von 18 zugestanden bekommt. Zwar dürfte die Enttäuschung über die Prognosesenkung noch eine Weile anhalten und der Aktienkurs deshalb noch eine längere Zeit konsolidieren. Andererseits sollten Notierungen von weniger als 25 Euro durchaus zum Einstieg genutzt werden. Innerhalb von ein bis zwei Quartalen dürfte sich die Aktie wieder auf rund 30 Euro verteuern. Die weitere Entwicklung muss sehr genau verfolgt werden. Dabei ist vor allem die Verschuldung zu betrachten, welche dann hinderlich werden kann, wenn die übernommenen Firmen nicht zum Wachstum beitragen. Eine zusätzliche Kursfantasie ergibt sich aus der laufenden Branchenkonsolidierung, in der die Software AG selbst als Übernahmeziel in Frage kommt, Vielleicht möchte Oracle ja eines Tages ernsthaft den Konkurrenten SAP ärgern und dazu die Software AG kaufen.

| Markus Bußler | 0 Kommentare

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