Siemens
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: Gildemeister und Vestas Wind Systems unter der Lupe

Platow Derivate möchte Gildemeister eine Pause in der Kursrallye gönnen und stellt ein passendes Zertifikat vor. Der Frankfurter Börsenbrief erfreut sich an stürmischen Übernahmegerüchten zu Vestas Wind Systems. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate bezeichnen die Nachrichtenlage bei Gildemeister als prächtig. Einzig die Solar-Sparte bereitet derzeit Sorgen. Der Werkzeugmaschinenbaukonzern hat dafür im vergangenen Jahr Aufträge in einem Rekordwert erhalten, den zweithöchsten jemals erreichten Umsatz erzielt und den dritthöchsten Gewinn. Die Zusammenarbeit mit dem japanischen Wettbewerber, Partner und Aktionär Mori Seiki lässt auf weitere positive Nachrichten hoffen, zumal der Ausblick auf das laufende Jahr recht optimistisch ausfiel. Der Vorstand von Gildemeister möchte am 8. Mai die Daten für das erste Quartal 2012 bekannt geben, wobei Zahlen und Ziele im Rahmen der Markterwartungen sein dürften. Seit Ende November vergangenen Jahres entwickelt sich der Aktienkurs entsprechend ebenfalls prächtig. Damit beendete die Notierung die seit dem vergangenen Sommer laufende Bodenbildung erfolgreich. Der vorhergehende Abwärtstrend wurde gestoppt. Seit drei Wochen ändert sich der Aktienkurs allerdings wenig und konsolidiert zwischen rund 14 und 15 Euro. Mittelfristig sind weiter steigende Kurse sehr wahrscheinlich. Kurzfristig jedoch könnte es zu einer Abwärtsbewegung kommen, wie der Relative-Stärke-Indikator andeutet. Risikobereite Anleger sollten auf diese Möglichkeit mit dem endlos laufenden Bear-Zertifikat (WKN CK2 4TL) der Commerzbank auf Gildemeister spekulieren. Der Schein ist mit einer Basis bei 17,70 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 16,55 Euro und einem Hebel von derzeit 5,1 ausgestattet.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 1.500 Long-Zertifikate (WKN UU8 HV2) auf die Merck KGaA mit Gewinn und die 1.200 Long-Zertifikate (WKN BP1 55L) auf Sanofi mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 950 Long-Zertifikate (WKN BP2 K4U) auf Kontron zu 1,68 Euro eingebucht und bei 1,42 Euro abgesichert sowie 450 Bear-Zertifikate (WKN CK2 4TL) auf Gildemeister zu 2,81 Euro aufgenommen und den Stopp-Loss bei 2,25 Euro platziert.

Die Verantwortlichen  für das Alpha-Turbo-Musterdepot haben 1.550 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 S71) auf das Paar Siemens/DAX zu 2,38 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,75 Euro gesetzt. Damit spekulieren sie auf eine schwächere Wertentwicklung der Aktie im Vergleich zum Index.


Der Frankfurter Börsenbrief: Vestas Wind Systems müsste abheben

Die entsprechenden Fachabteilungen von zwei Investmentbanken sollen im Auftrag chinesischer Konkurrenten die Lage bei Vestas Wind Systems erkunden. So jedenfalls lauten nach Angaben der Experten des Frankfurter Börsenbriefes die Übernahmegerüchte. Dabei werden vor allem Goldwind Science & Technology sowie Sinovel Wind Group als Interessenten für den dänischen Weltmarktführer für Windkraftanlagen genannt. Beide Firmen stehen in der Weltrangliste direkt hinter Vestas und haben bereits viel Geld ausgegeben, um im schnell wachsenden chinesischen Markt an der Spitze zu sein. Das gelingt aber nur, wenn der Umsatz jährlich um mindestens 40 Prozent steigt. Das ist jedoch bei den chinesischen Strukturen nicht möglich. Es fehlt an Kapazitäten, um den erzeugten Strom abtransportieren zu können. In Deutschland wird aus diesem Grund ein großer Teil der gewonnenen Energie erst gar nicht ins Stromnetz eingespeist. Den Erzeugern kann das egal sein, sie erhalten ihre Entgelte trotzdem. In China dagegen bremsen die Beamten den Bau neuer Windräder, was dazu geführt hat, dass sich das Wachstum des chinesischen Windmarkts von 67 auf 18 Prozent verlangsamt hat. Das wiederum bereitet eben Goldwind und Sinovel Probleme und deshalb setzen die beiden Firmen nun auf die internationale Expansion. Außerhalb Asiens herrschen allerdings ganz andere Qualitätsanforderungen an die Anlagen, weshalb der Blick auf Vestas fiel. Der Konzern kostet mittlerweile nur mehr 1,5 Milliarden Euro an der Börse, was ein Schnäppchenpreis ist angesichts der Technologie und Kundenbasis von Vestas. Allerdings ist auch der Wettbewerb hart und es kam zu Lieferverzögerungen sowie Produktionsstörungen. Dennoch sind die Übernahmegerüchte so konkret, dass sich ein Einstieg mit einem Kursziel von 80 Dänischen Kronen und einem Stopp-Loss bei 47,80 Kronen lohnen dürfte.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 200 Anteile von Stratec Biomedical zu 33,95 Euro eingebucht.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: So schnell wird es nicht besser…

Mit dem Sprung über die 100-Euro-Marke hat sich das Bild bei der Siemens-Aktie nach schwierigen Monaten deutlich aufgehellt. Damit sich die Erholung als nachhaltig erweist, muss der Industriekonzern die positive Entwicklung aber auch mit guten Zahlen untermauern. Die Experten sind jedoch skeptisch, … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Das wird richtig teuer

Im schwachen Marktumfeld behauptet sich die Siemens-Aktie am Montag über der 100-Euro-Marke. Eine gute Nachrichtenlage hatte den DAX-Titel zuletzt wieder nach oben getrieben. Doch noch ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Umbau bleibt langwierig und kostenintensiv, der Konzern muss zudem für … mehr