Allianz
von Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: Freenet/United Internet und die Deutsche Telekom/RWE unter der Lupe

Die Actien-Börse bezeichnet Freenet als "Kuh, die Bargeld gibt" und billig zu haben ist. Platow Derivate spekuliert mit Zertifikaten auf die Deutsche Telekom und RWE, da die Aktionäre erst die Dividende erhalten möchten, bevor sie sich möglicherweise von den Anteilen trennen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Actien-Börse erkennen einen Gleichlauf der Aktienkurse von Freenet und United Internet und sehen einen Zusammenschluss der beiden Telekommunikationskonzerne als logische Möglichkeit für die künftige Entwicklung der Unternehmen. Freenet ist eine "Cash Cow" und United Internet der größte unabhängige Marktteilnehmer im Mobilfunkmarkt und im Internetmarkt aktiv. Es folgen zwei Sätze der Börsenbrief-Experten, bei denen nicht zu entschlüsseln ist, was gemeint ist und wer an wem welche Anteile halten soll: "Angeblich hält Drillisch noch 12,4 Prozent und United Internet 4,2 Prozent. Ob diese gemeldeten Quoten noch richtig sind, ist zu bezweifeln." Als Schlussfolgerung erklären die Experten, eine Fusion von Freenet und United Internet oder ein definitiver Mehrheitserwerb von United Internet an Freenet sei eine logische Option. Drillisch könnte der dritte im Bund sein oder ein kleines Kerngeschäft aus der Verbindung Freenet/United Internet herauslösen und für sich nutzen. Freenet ist in Bezug auf die Gewinnspannen und am Gewinn je Aktie am günstigsten bewertet. Zudem ist Freenet ein Kauf- oder Übernahmekandidat, für den mindestens 15 Euro pro Anteil bezahlt werden müsste. United Internet wäre dann voll etabliert und eine Marktstärke für die das Kursziel 19 Euro beträgt.


Platow Derivate: Erst kassieren und dann verkaufen 

In etwa sechs Wochen beginnt die "heiße Phase" der Dividendensaison in Deutschland. Unternehmen, welche viel Geld an die Aktionäre ausschütten, rücken wieder stärker in den Fokus der Investoren. Dieses Anlegerinteresse könnte angesichts des unverändert niedrigen Zinsniveaus in diesem Jahr besonders stark sein. Die Experten von Platow Derivate erklären, die Deutsche Telekom und RWE zählen mit Dividendenrenditen von acht beziehungsweise sechs Prozent zu den diesbezüglich attraktivsten Werten im DAX. Ansonsten habe es in der jüngeren Vergangenheit wenige Gründe für den Kauf dieser Aktien gegeben, was sich auch in den deutlich gesunkenen Kursen widerspiegelt. Die seit langem bekannten Probleme der Konzerne sollten nun aber zu einem großen Teil eingepreist sein. Nun sollten sich die Investoren auf die Dividende konzentrieren, was die Nachfrage und damit auch die Notierungen steigen lassen sollte. Die Verkaufsbereitschaft der Aktionäre sollte zudem auf dem aktuellen Niveau deutlich nachgelassen haben. Bereits im vergangenen Jahr zeigten die beiden Aktien ab März im Vergleich zum DAX Stärke. Risikobereite Anleger sollten deshalb das Alpha-Turbo-Long-Zertifikat (WKN DZ2 QJ8) der DZ Bank auf das Paar Deutsche Telekom/DAX kaufen sowie das Alpha-Turbo-Long-Zertifikat (WKN DZ2 WJ8) desselben Emittenten auf das Paar RWE/DAX, um von einer besseren Entwicklung des jeweiligen Aktienkurses im Vergleich zum Index zu profitieren.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Die Verantwortlichen für das Derivate-Musterportfolio haben 300 Long-Zertifikate (WKN BN3 ZCY) auf die GfK  zu 21,70 Euro aufgenommen und bei 19,45 Euro abgesichert sowie 3.000 Short-Zertifikate (WKN CT3 L5V) auf Südzucker  zu 0,41 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,30 Euro gesetzt und schließlich noch 2.400 Long-Zertifikate (WKN UU6 224) auf Adidas  zu 0,81 Euro eingebucht und den Stopp-Loss bei 0,63 Euro platziert. Nun möchten sie noch 1.900 Call-Optionsscheine (WKN DE9 AGK) auf die Allianz  zu höchstens 0,90 Euro aufnehmen und bei 0,61 Euro absichern.

Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 2.400 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 SZ6) auf das Paar Wincor Nixdorf/DAX mit einem Verlust von 19 Prozent zu 1,55 Euro ausgestoppt worden. Damit blieb die Spekulation auf eine schlechtere Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index erfolglos. Die Verantwortlichen haben dafür 1.600 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QJ8) auf das Paar Deutsche Telekom/DAX zu 1,23 Euro aufgenommen und bei 0,47 Euro abgesichert sowie 1.100 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 WJ8) auf das Paar RWE/DAX zu 1,34 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,25 Euro gesetzt.

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