Balda
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: Die GEA Group und STADA Arzneimittel unter der Lupe

Platow Derivate baut mit einem Zertifikat auf die GEA Group. Das Zertifikatejournal sieht den Aufwärtstrend beim Aktienkurs von STADA Arzneimittel stocken und stellt ein passendes Derivat vor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate verweisen auf die starken charttechnischen Widerstände für den Aktienkurs der GEA Group. Dennoch gehen sie davon aus, dass sich die Notierung besser entwickeln wird als der DAX. Wenn der Aktienkurs die Hürde des Vorjahreshochs nun im zweiten Anlauf überwindet, folgt schon bald das Hoch aus dem Jahr 2007. Allerdings ist der langfristige Aufwärtstrend intakt. Das gilt auch für den Ratio-Chart im Vergleich zum DAX. Risikobereite Anleger sollten deshalb das Alpha-Turbo-Long-Zertifikat (WKN DZ2 TWU) der DZ Bank auf das Paar GEA Group/DAX aufnehmen und bei 0,51 Euro absichern.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 210 Call-Optionsscheine (WKN DE8 194) auf das Währungspaar Euro/Kanadischer Dollar sowie die 500 Short-Zertifikate (WKN DZ5 76L) auf die Vorzugsaktie von Drägerwerk jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.300 Long-Zertifikate (WKN DZ8 SGN) auf Iberdrola zu 1,14 Euro eingebucht und bei 0,95 Euro abgesichert.

Die Verantwortlichen für das Alpha-Turbo-Musterdepot haben 2.750 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 T0L) auf das Paar Wirecard/DAX zu 1,18 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 0,80 Euro gesetzt. Damit spekulieren sie auf eine bessere Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index. Zudem haben sie 3.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 TWU) auf das Paar GEA Group/DAX zu 0,89 Euro aufgenommen und den Stopp-Loss bei 0,51 Euro platziert. Nun möchten sie noch 1.500 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SMF) auf das Paar Vorzugsaktie der Hugo Boss AG/DAX zu höchstens 1,06 Euro aufnehmen und bei 0,40 Euro absichern.


Das Zertifikatejournal: Auf die "Seitwärts"-Rendite setzen 

Nach vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr ist der Gewinn von STADA Arzneimittel um 68 Prozent auf 22 Millionen Euro eingebrochen. Die Experten des Zertifikatejournals nennen die Ergebnisse dennoch überzeugend. Der Grund für diesen Ergebnisrückgang sind Abschreibungen auf das Geschäft mit serbischen Pharma-Großhandelsfirmen. Diese Wertberichtigungen haben sich auf mehr als 125 Millionen Euro nach Steuern summiert. Ohne diese Abschreibungen wäre der Gewinn des Herstellers von Nachahmer-Medikamenten um zehn Prozent gestiegen. Der Vorstand hält auch deshalb an der Dividende von 0,37 Euro je Aktie fest, die in gleicher Höhe bereits für das Jahr 2010 ausgeschüttet worden ist. Für das laufende Jahr erwartet das Management eine klare Steigerung des Umsatzes und einen sehr deutlichen Gewinnzuwachs. Bis zum Jahr 2014 soll der Erlös des Generika-Konzerns um 25 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro steigen und der Gewinn auf 215 Millionen Euro. Das würde einem Zuwachs von 47 Prozent entsprechen, wenn die Abschreibungen im vergangenen Jahr außer Acht gelassen werden, und von 880 Prozent, wenn von den 22 Millionen Euro netto aus dem Jahr 2011 ausgegangen wird. Charttechnisch stockt der im Oktober 2011 bei 14,05 Euro begonnene Aufwärtstrend derzeit. Anscheinend finden sich keine Aktienkäufer für mehr als 24 Euro. Deshalb sollten Anleger auf mittelfristig lediglich stabile Notierungen setzen und das am 28. Dezember 2012 fällige Bonus-Zertifikat (WKN CK4 R9V) der Commerzbank auf STADA kaufen. Die Bank zahlt höchstens 27 Euro zurück, wenn der Aktienkurs während der Laufzeit nie auf 16 Euro oder weniger sinkt. Der Stoppkurs sollte bei 17 Euro für die Aktie gesetzt werden.

Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:

Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio haben ihre 6.000 Anteile von Praktiker mit einem Verlust von 21 Prozent zu 1,88 Euro ausgebucht und dafür 2.400 Aktien von Balda zu 6,16 Euro aufgenommen. Nun möchten sie noch 1.200 Titel von Süss Microtec einbuchen.

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| Michael Schröder | 0 Kommentare

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