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- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: Champion Minerals und KHD Humboldt unter der Lupe

Der Austria Börsenbrief Rohstoffe macht Champion Minerals zu einem der Champions. Zukunftswerte erklärt, KHD Humboldt Wedag International kostet weniger als der Anlagenbau-Konzern netto in der Kasse hat. Das dürfte kein Dauerzustand sein. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Austria Börsenbriefes Rohstoffe urteilen: Fundamental ist bei Champion Minerals alles "im grünen Bereich" und auch charttechnisch sieht es gut aus, da der Aktienkurs die 38-Tage-Linie überwunden hat. Wenn die Notierung die bei 1,75 Kanadischen Dollar verlaufende 200-Tage-Linie überspringt, würde ein weiteres Kaufsignal erzeugt werden. Risikobereite, langfristig orientierte Anleger sollten bereits jetzt einige Anteile kaufen. Champion Minerals besitzt im Distrikt Fermont in der kanadischen Provinz Québec Liegenschaften, in denen insgesamt 2,2 Milliarden Tonnen Eisenerz liegen. Vorstandsvorsitzender Tom Larsen zufolge wird diese Ressourcenschätzung im nächsten Jahr deutlich erhöht. Larsen geht davon aus, dass die Nachfrage nach Eisenerz nach einer Delle im Jahr 2012 ab dem Jahr 2013 langfristig wieder zunehmen wird. Die Fachleute des kanadischen Beratungs- und Ingenieurunternehmens BBA kommen in ihrer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsbewertung für das Projekt "Fire Lake North" zu dem Ergebnis, dass dort eine Mine 40 Jahre lang betrieben werden kann. Die Investitionen für den Bau der Anlagen dürften sich schon nach 2,3 Jahren amortisiert haben. Nach dem Produktionsstart dürften in den ersten fünf Jahren pro anno zehn Millionen Tonnen grobkörniges, schadstofffreies und damit qualitativ hochwertiges Eisenkonzentrat kostengünstig gefördert werden. Analysten von Fraser Mackenzie gehen von einem Produktionsstart im Jahr 2016 aus. Der Netto-Barwert des Projektes wird auf vier Milliarden US-Dollar geschätzt. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2012 wird die Machbarkeitsstudie für den Bau einer Mine fertig sein. Bis dahin spricht das Management von Champion Minerals mit möglichen strategischen Partnern. Da Rohstoff-Konzerne ihre Eisenerz-Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren ausweiten müssen, ist Champion Minerals auch als Übernahmekandidat attraktiv.

Änderungen im Musterdepot des Austria Börsenbriefes Rohstoffe:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 40 Call-Optionsscheine (WKN TB6 KQ2) auf Gold zu 37,68 Euro aufgenommen sowie 150 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 HRF) auf Öl der Sorte Brent zu 7,70 Euro eingebucht. Nun möchten sie noch 100 Bonus-Zertifikate (WKN AA3 5G2) auf Yamana Gold aufnehmen. Dafür werden die 20 Bonus-Zertifikate (WKN AA2 0YM) auf Lukoil sowie die 40 Bonus-Zertifikate (WKN GS5 4C5) auf K+S ausgebucht. Die 100 Stay-High-Optionsscheine (WKN SG1 2J0) auf Brent-Öl werden am 16. Dezember fällig und die 60 Bonus-Zertifikate (WKN AA2 ZHV) auf Barrick Gold am 21. Dezember.


Zukunftswerte: KHD Humboldt kaufen und mehr Geld bekommen

Die Zahlen von KHD Humboldt Wedag International für das dritte Quartal sind nach Ansicht der Experten von Zukunftswerte gut. Der Wert der neuen Bestellungen und der Auftragsbestand sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig gestiegen, der Umsatz ist deutlich gesunken und die Ergebnisse haben sich verbessert. Bei den Gewinnen ist allerdings ein positiver Sondereffekt zu berücksichtigen, der aus der Komplettübernahme eines früheren russischen Gemeinschaftsunternehmens stammt. Vorstandsvorsitzender Jouni Salo bestätigte die Prognose, wonach der Anlagenbau-Konzern im Gesamtjahr 16 bis 19 Millionen Euro an EBIT erwirtschaften wird. Salo bezeichnete die Guidance zwar auch als konservativ, verwies aber auf mögliche Verschiebungen bei Projekten in Indien, die zu Margendruck im vierten Quartal führen könnten. Bezüglich der Orderzahlen geht er für das Schluss-Quartal von der Fortsetzung des positiven Trends aus. Auch für das Jahr 2012 ist er optimistisch, da derzeit sehr viele Projekte ausgeschrieben werden. Allein mit dem chinesischen Kooperationspartner AVIC nimmt KHD gegenwärtig an acht bis zehn Ausschreibungen teil. Insbesondere für den afrikanischen und russischen Markt sind die Aussichten gut. Noch im laufenden Jahr könnte ein erster gemeinsamer Auftrag eingehen. Die Einigung im Patenstreit mit der Claudius Peters Projects GmbH (CCP) werde das Ergebnis im vierten Quartal nicht belasten, da hierfür Rückstellungen gebildet worden sind. Der Konzernchef möchte die erheblichen Netto-Barreserven nun langsam verwenden. Neben dem Rückkauf eigener Aktien sowie der Ausschüttung einer Dividende könnte der Konzern auch eine bedeutende Akquisition tätigen. Salo möchte für diesen Zukauf anscheinend rund 75 Millionen Euro ausgeben, also so viel, wie die jüngste Kapitalerhöhung eingebracht hat. Derzeit kostet die KHD Humboldt weniger an der Börse als das Unternehmen netto in der Kasse hat. Das ist vor dem Hintergrund einer wohl guten Umsatz- und Gewinnentwicklung in den folgenden zwei Jahren nicht nachzuvollziehen. Nach Monaten mit relativer Schwäche verbessert sich nun auch das charttechnische Bild. Der Boden dürfte fertig gebildet und ein neuer Aufwärtstrend eingeleitet werden. Wenn der Widerstand bei fünf Euro überwunden wird, wird ein klares Kaufsignal erzeugt.

Änderungen im Musterdepot von Platow Emerging Markets:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben weitere 425 Anteile am Lyxor-Fonds (WKN LYX 0BA) MSCI India zu 9,48 Euro aufgenommen. Der durchschnittliche Einstandskurs für die nun 1.410 Anteile sank von 10,12 auf 9,28 Euro. Zudem sind 560 Aktien von Newcrest Mining zu 25 Euro eingebucht und bei 20 Euro abgesichert worden.

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