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- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: BP und Nordex unter der Lupe

Das Zertifikatejournal sieht BP am Wendepunkt und stellt ein passendes Derivat vor. Platow Derivate fühlt noch immer den Gegenwind für den Aktienkurs von Nordex und möchte das mit einem Zertifikat nutzen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikatejournals erinnern daran, dass die im vergangenen Jahr explodierte Ölplattform im Golf von Mexiko dem Betreiber BP fast in den Ruin getrieben hätte. Um die Summen aufzubringen, welche von dem Konzern aufgrund dieses Vorfalls verlangt worden sind, hat BP auch Vermögenswerte und Beteiligungen verkauft beziehungsweise ist dabei diese Assets zu veräußern. Der Vorstand erwartet daraus Erlöse von 45 Milliarden Dollar. Jetzt laufe es bei dem britischen Ölkonzern jedoch wieder. Im dritten Quartal 2011 verdiente BP 5,14 Milliarden Britische Pfund. Das sind 178 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vorstandsvorsitzender Bob Dudley sagte: "Das Unternehmen befinde sich am Wendepunkt." Ein Einstieg über das am 21. Juni 2012 fällige, währungsgesicherte Discount-Zertifikat (WKN CM4 X27) der Commerzbank ist eine konservativere Alternative zum Kauf der Aktie von BP. Die Bank zahlt maximal fünf Euro zurück, wenn die Aktie zum Laufzeitende 500 Britische Pence oder mehr kostet. Daraus errechnet sich eine Rendite von 15,2 Prozent beziehungsweise 24,1 Prozent auf ein Jahr gerechnet.


Platow Derivate: Anhaltenden Gegenwind für Nordex nutzen

Der harte Wettbewerb hat beim Windanlagen-Hersteller Nordex im ersten Halbjahr zu einem Verlust geführt. Das ist die Einschätzung der Experten von Platow Derivate. Nun werde Nordex neu aufgestellt. Dabei hilft Susanne Klatten. Mit ihrem Wagniskapital-Fonds Ventus hält die Quandt-Erbin 24,99 Prozent und ist damit der größte Einzelaktionär von Nordex. Analysten von Goldman Sachs warnen jedoch, dass die Finanzierung von Windkraftanlagen in Europa kurzfristig schwieriger wird, denn die staatlichen Subventionen werden gesenkt, südeuropäische Staaten müssten sparen und die Banken haben eine eigene Krise, in der sie weniger Kredite ausgeben könnten. Im Aktienkurs von Nordex ist ein Stillstand des Wachstums im Windkraftsektor jedoch noch nicht eingepreist. Analysten der Deutschen Bank halten die Perspektiven kurzfristig für eher trüb. Charttechnisch ist der Abwärtstrend der Notierung intakt, solange das relative Hoch bei 4,60 Euro nicht überschritten wird. Bei dieser Marke sollten Anleger, welche auf sinkende Kurse spekulieren, den Stoppkurs setzen. Risikobereite Anleger sollten dazu das endlos laufende Bear-Zertifikat (WKN CK2 B15) der Commerzbank auf Nordex ab einem Kurs von 2,22 Euro kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 6,19 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 5,76 Euro und einem Hebel von derzeit 2,6 ausgestattet.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 180 Long-Zertifikate (WKN AA2 T17) auf Palladium und die 1.000 Put-Optionsscheine (WKN DE1 DHV) auf die Deutsche Lufthansa jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 2.100 Call-Optionsscheine (WKN DE1 716) auf Fielmann zu 1,68 Euro aufgenommen und bei 1,40 Euro abgesichert sowie 1.100 Long-Zertifikate (WKN VT2 3KY) auf die Münchener Rückversicherung zu 2,10 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,47 Euro gesetzt. Nun möchten sie noch 1.500 Long-Zertifikate (WKN TB6 500) auf ADVA Optical Networking zu höchstens 1,78 Euro aufnehmen, ebenfalls 1.500 Short-Zertifikate (WKN DZ5 1XG) auf Fraport zu maximal 1,31 Euro sowie 1.100 Bear-Zertifikate (WKN CK2 B15) auf Nordex ab einem Kurs von 2,22 Euro.

Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 2.250 Alpha-Turbo-Short-Zertifikate (WKN DZ2 SWT) auf das Paar Vorzugsaktie Volkswagen/DAX mit Verlust ausgestoppt worden. Damit ist auf eine schwächere Kursentwicklung der Vorzugsaktien im Vergleich zum Index spekuliert worden. Die 2.900 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 PNG) auf das Paar Beiersdorf/DAX und die 3.150 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QM9) auf das Paar EADS/DAX sind jeweils mit Gewinn ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.600 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 TCR) auf das Paar ProSiebenSat.1 Media AG/Sky Deutschland zu 1,07 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 0,20 Euro gesetzt sowie 3.400 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 QQ5) auf das Paar Lanxess/DAX zu 1,38 Euro eingebucht und bei 0,97 Euro abgesichert.

Änderungen in Musterdepots der Prior Börse:

Die Verantwortlichen für das Prior-Musterportfolio haben ihre 660 Anteile von Derby Cycle mit einem Gewinn von 80 Prozent zu 28 Euro ausgebucht. Die Verantwortlichen für das Tranding-Musterdepot haben ihre 10.000 Aktien von Heidelberger Druck mit einem Verlust von zehn Prozent zu 1,48 Euro ausgebucht und dafür 4.000 Titel von IVG Immobilien zu 3,08 Euro aufgenommen.

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