RWE
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau I: BMW und RWE unter der Lupe

Focus Money fährt weiter auf BMW ab. Der Effecten-Spiegel geht von einem Ausrutscher aus, welcher RWE auf die Liste der 50 größten Kapitalvernichter Deutschlands gebracht hat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Focus Money zitieren Professor Max Otte, welcher an die Absatzrekorde der Bayerischen Motoren Werke im ersten Quartal des laufenden Jahres erinnert. Der Vorstand von BMW plant den Verkauf von zwei Millionen Autos pro Jahr und das nun sogar schon im Jahr 2016 und nicht erst 2020, wie bisher prognostiziert. Das entspräche einem jährlichen, realistischen Absatzzuwachs von 3,7 Prozent. Lobenswert ist dabei die gute Aufstellung in den Schwellenländern. Zwar ist die Fahrzugbranche sehr zyklisch, doch BMW wird sehr gut geführt. Deshalb rät Prof. Otte zum Kauf der Vorzugsaktie, wobei der Stoppkurs bei 35 Euro platziert werden sollte.

Änderungen im Musterdepot von Focus Money:

In dem von Gerhard Martin betreuten Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money sind die 4.000 Anteile von Wessanen mit einem Verlust von 23 Prozent zu 2,40 Euro ausgestoppt worden.

Im Musterdepot der GBC AG, für das Manuel Hölzle zuständig ist, sind die 1.000 Aktien von Cytotools mit einem Gewinn von 15 Prozent zu 15,77 Euro ausgestoppt worden. Die ebenfalls 1.000 Papiere von Grammer hat Hölzle mit einem Plus von 25 Prozent zu 17,60 Euro ausgebucht. Dafür hat er 15 Anleihen (WKN A1H 3V5) der E.N.O. Energy GmbH zu 952 Euro eingebucht. Nun möchte er noch 800 Titel der Ludwig Beck am Rathauseck Textilien AG zu höchstens 20 Euro aufnehmen.


Der Effecten-Spiegel: RWE bleibt kein Kapitalvernichter 

In der Liste der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DWS) der "50 größten Kapitalvernichter" ist für 2011 auch RWE geführt worden. Die Experten des Effecten-Spiegels gehen davon aus, dass sich das nicht wiederholt, denn das Energieversorgungs-Unternehmen bietet langfristig eine gute Turnaround-Chance. Bei der Hauptversammlung am morgigen Donnerstag, 19. April, dürfte die weitere Strategie des Konzerns vorgestellt werden, angesichts der von den Politikern angekündigten Abkehr von der Atomenergie in Deutschland. Aktuell verfolgt RWE kein Atomprojekt mehr. Zum 1. Juli wird der jetzige Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Großmann von Peter Terium abgelöst. Der dürfte die Strukturen des Konzerns verschlanken und den Ausbau der Tochterfirma Innogy verstärken, welche sich mit erneuerbaren Energien beschäftigt. RWE verdiente im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro und das Management möchte eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie auszahlen, nach drei Euro im vergangenen Jahr. Das entspräche einer Rendite von sechs Prozent. Wenn sich bei RWE die ersten Erfolge bei der Hinwendung zu erneuerbaren Energien zeigen, dürften die Notierungen steigen. Bei den Stammaktien reicht das Kurspotenzial bis 46 Euro und bei den Vorzugsaktien bis 43 Euro.

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