Mensch und Maschine
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Wirecard, Pfleiderer und Apple, Krones sowie Datagroup IT Services unter der Lupe

Der Zertifikate + Optionsscheine Trader sieht den Aktienkurs von Wirecard am Scheideweg und hat dafür jeweils ein passendes Derivat ausgesucht. Die Actien-Börse Daily winkt Pfleiderer zu, denn bei dem Holzverarbeitungskonzern geht das Abschiednehmen weiter. Zudem wünscht die Publikation Apples Vorstandsvorsitzendem Steve Jobs gute Besserung. Die Euro am Sonntag folgt dem Vorstandsvorsitzenden von Krones auf die Einkaufstour und bevorzugt ein Derivat. Der CdC Aktiensnapshot glaubt an das weitere Wachstum von Datagroup IT Services. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader erklären, der Aktienkurs von Wirecard verlaufe seit Oktober in einer Spanne zwischen zehn Euro und 11,50 Euro, wobei nun ein Ausbruch nach oben möglich sei. Schafft es der Kurs den Widerstand zu überwinden, ist die Range der vergangenen Monate als Flagge zu interpretieren. Anleger sollten dann zu dem am 15. Juni 2011 fälligen Call-Optionsschein (WKN CM1 5YF) der Commerzbank auf Wirecard greifen. Der Schein ist mit einer Basis von zehn Euro und einem Hebel von derzeit 4,1 ausgestattet. Im anderen Fall, also bei einem Bruch der Unterstützung, ist der Kauf des endlos laufenden Put-Optionsscheines (WKN TB7 REZ) von HSBC Trinkaus auf Wirecard ratsam. Dieser Schein weist eine Basis und eine Knock-out-Schwelle von aktuell jeweils 11,75 Euro auf.


Die Actien-Börse Daily: Großes Abschiednehmen bei Pfleiderer

Die Experten der Actien-Börse Daily formulieren: Bei Pfleiderer schlich sich ein weiterer Altaktionär davon. Klammheimlich habe ein Mitglied der Familie Pfleiderer seinen Anteil von sechs auf 2,6 Prozent verringert, wobei dahinter auch Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Familie stecken würden. Dieses Davonschleichen ist eher schäbig und nicht ordentlich angezeigt. Vorstandsvorsitzender Hans Overdiek hatte schon im Dezember die Hälfte seiner Pfleiderer-Aktien verkauft. Damit hat nur noch der US-amerikanische Investor One Equity Partners das Sagen, der wohl einen Teil der Overdiek-Papiere aufgekauft hat und nun wohl rund 25 Prozent besitzt. One Equity Partners steht der US-Bank JPMorgan nahe und muss nun zeigen, was die Gesellschaft aus der verfahrenen Lage bei Pfleiderer macht. Wer sich bei Pfleiderer engagieren möchte, muss wissen, dass es sich um ein Spiel mit dem Feuer handelt und das vor einem Hintergrund, der scharfe Kritik verdient.

Die Experten der Actien-Börse Daily erklären: Steve Jobs ist Apple. Geht er, dürfte es für den PC-, Software- und Unterhaltungselektronik-Konzern erst einmal schwierig werden, die Vision und den Kult aufrecht zu erhalten, den Jobs geschaffen hat. Steve Jobs hat kein Apple-Produkt selbst entwickelt, aber er ist der große Ideengeber und Visionär und sicherlich einer der besten Verkäufer, die es in diesem Sektor gibt. Der kranke Vorstandsvorsitzende präsentierte bereits seinen Nachfolger im operativen Geschäft, obwohl der selbst noch Präsident bleibt. Die Experten sind sich nach der Nachricht vom erneuten krankheitsbedingten Rückzug von Jobs vom Tagesgeschäft nicht mehr sicher, ob das Kursziel von 370 Dollar erreicht wird, zumal nun mehr als 30 Konkurrenten im Markt für Mobiltelefone mit mehr Computerfunktionalität (Smartphones) und tragbare, stiftbedienbare Computer (Tablet-PCs) Jagd auf Apple machen. Verkäufe sind dennoch nicht ratsam, doch der Stoppkurs sollte bei 299 Dollar beziehungsweise 225 Euro gesetzt werden.

Die Euro am Sonntag: Krones kaufen, denn der Chef muss es ja wissen

Petra Maier, Expertin der Euro am Sonntag, erinnert daran, das Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender von Krones, im vergangenen Jahr Aktien des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen und Verpackungsmaschinen, Aktien im Wert von insgesamt 9,8 Millionen Euro gekauft hat. Er zahlte dafür 38 bis 45 Euro. Zuletzt erwarb der Konzernchef Ende Dezember außerbörslich 55.000 Anteilscheine zu 43 Euro. Das schafft Vertrauen in die Prognosen. Finanzvorstand Hans-Jürgen Thaus erwartet für das Jahr 2010 einen Umsatz von 2,15 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von 65 Millionen Euro. Die derzeit gute Auftragslage dürfte auch aufgrund der starken Positionierung in Schwellenländern andauern. Der Weltmarktführer dürfte so im Jahr 2012 die Ziele einer Umsatzrendite von sieben Prozent und einer Kapitalrendite von 20 Prozent erreichen. Auch die Charttechnik ist positiv: Nach dem Überwinden des Widerstandes bei 45 Euro ist der Weg bis zu den alten Höchstständen bei 64 Euro frei. Mutige Anleger sollten den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DE3 S4K) auf Krones kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 38,26 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 40,15 Euro und einem Hebel von derzeit 4,7 ausgestattet.  

Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:

Sven Parplies, zuständig für das Momentum-Musterportfolio, will seine 214 Anteilscheine von Lanxess mit Gewinn ausbuchen, um Platz zu machen für Aktien von Nvidia. Im offensiv ausgerichteten Musterportfolio sind die 1.130 Anteilscheine von Kinghero mit hohem Gewinn ausgestoppt worden. Nun will der Depotverantwortliche Joachim Spiering seine 260 Aktien von Linde mit einem Plus ausbuchen. Dafür will er 550 Titel von MTU Aero Engines und 1.500 Papiere von Augusta Technologie aufnehmen.

CdC Aktiensnapshot: Datagroup wächst und gedeiht

Die Datagroup IT Services Holding unterteilt das operative Geschäft in die nach Umsatz größere Sparte "IT-Dienstleistungen (IT-Services)" und das kleinere Segment "Lösungen für die Informationstechnologie (IT-Solutions)". Bei den Solutions hat sich Datagroup auf Soft- und Hardwarelösungen für das Gesundheitswesen, die Öffentliche Hand und die Industrie spezialisiert. Aufgrund zahlreicher Zukäufe von jungen oder sich in Schwierigkeiten befindlichen Firmen wuchs die Datagroup in den vergangenen Jahren stark. Der Konzern ist mittlerweile mit 18 Standorten in Deutschland und der Schweiz vertreten. Datagroup konzentriert sich zunehmend auf die sogenannten Cloud-Services, also Dienstleistungen für das "Cloud-Computing", also das Auslagern von IT-Diensten in eine Serverlandschaft im Internet. Jüngst hat Datagroup die Zahlen für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2009/10 vorgestellt. Dabei stieg der Umsatz um 9,5 Prozent auf 80,5 Millionen Euro. Der Umsatzanteil der margenstarken Cloud Services erhöhte sich von acht auf 15 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um knapp 20 Prozent auf 6,3 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn stieg um 25,8 Prozent auf 3,9 Millionen Euro beziehungsweise 0,67 Euro je Aktie. Nachdem im Vorjahr erstmals eine Dividende gezahlt worden ist, soll die Ausschüttung nun von 0,15 auf 0,20 Euro pro Anteilschein erhöht werden. Die Experten von CdC Aktiensnapshot verweisen auf die Prognose des Datagroup-Vorstandes für das laufende Fiskaljahr, wonach der Umsatz auf mehr als 100 Millionen Euro steigen und auch die Erträge weiter zulegen sollen. Bei diesen Wachstumsaussichten besteht auch für die Aktie noch weiteres Aufwärtspotential.

Änderung im Realdepot des TradeCentre:

Die Verantwortlichen für das Realportfolio wollen 500 Aktien von Dürr zu höchstens 24 Euro kaufen.

Änderungen in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:

Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben ihre Bestände an Anteilscheinen von Mensch und Maschine um weitere 1.000 Aktien zu 4,49 Euro auf jetzt 3.000 Titel aufgestockt. Zudem haben sie ihrem Bestand an Bet-at-home.com weitere 100 Papiere zu 24,48 Euro hinzugefügt. Die Misch-Einstandskurse für die nun 3.000 beziehungsweise 350 Anteilscheine betragen jetzt 4,31 respektive 23,78 Euro je Aktie. Nun wollen sie noch 1.000 Papiere von Silicon Sensor zu höchstens 9,05 Euro einbuchen.

Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:

Die 8.000 Call-Optionsscheine (WKN DB8 WJR) auf die Deutsche Euroshop sind mit einem Gewinn von 37 Prozent zu 0,81 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 2.500 Long-Zertifikate (WKN BN7 EH5) auf Pfeiffer Vacuum Technology zu 2,24 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,80 Euro gesetzt. Nun wollen sie noch 1.300 Call-Optionsscheine (WKN DB8 YDS) auf Wacker Chemie zu höchstens 2,55 Euro sowie 4.000 Discount-Zertifikate (WKN VT0 MW6) auf die Commerzbank zu maximal 4.36 Euro aufnehmen.

Änderungen in Musterdepots von Börse Online:

Die Verantwortlichen für das Trend-Musterportfolio wollen 100 Anteilscheine von Lukoil zu höchstens 45,50 Euro einbuchen. Die Verantwortlichen für das dynamisch ausgerichtete Musterdepot wollen 400 Anteilscheine von Qiagen zu maximal 15 Euro aufnehmen.

Änderungen im Musterdepot von Financial Fortune:

Die 100.000 Anteilscheine von Olympus Pacific Minerals sind mit einem Gewinn von einem Prozent zu 0,35 Euro ausgestoppt worden und die 10.000 Aktien von MediNavi mit einem Plus von 33 Prozent zu vier Euro. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre Position bei SN Mineral Mining halbiert und 31.250 Titel mit einem Gewinn von 205 Prozent zu 1,22 Euro ausgebucht. Zudem haben sie sich von ihren 2.000 Papieren von China Yuchai mit einem Plus von 98 Prozent zu 24 Euro sowie von ihren 40.000 Anteilscheinen von Bellzone Mining mit einem Gewinn von 106 Prozent zu 1,11 Euro getrennt. Dafür haben sie 40.000 Titel von Hunnu Coal zu 0,88 Euro (Stoppkurs 0,78 Euro) und eine Million Papiere von Liberty Resources zu 0,061 Euro (Stopp-Loss 0,052 Euro) aufgenommen.

Änderungen im Musterdepot des Hot Stocks Investor:

Die Verantwortlichen haben, wie üblich, auch für das Jahr 2011 ein völlig neues Musterportfolio aufgelegt, das auf dem Papier mit 100.000 Euro ausgestattet worden ist. Die Zusammensetzung des Musterdepots sieht zunächst so aus: 1.800 Anteilscheine von Quepasa zu 9,30 Euro (Stoppkurs bei sechs Euro); 20.000 Aktien von Clenergen zu 1,02 Euro (Stopp-Loss bei 0,21 Euro); 40.000 Titel von Tanzania Minerals zu 0,51 Euro (Absicherung bei 0,33 Euro); 140.000 Papiere von Majestic Gold zu 0,15 Euro (Stopp bei 0,19 Euro???) und schließlich 350.000 Anteilscheine von Liberty Resources zu 0,06 Euro (Stoppkurs bei 0,50 Euro???).

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