Fiat
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Vossloh, Fiat und Metalle und der Shanghai A-Index unter der Lupe

Outperformer.de erklärt die Bewertung der Aktie von Vossloh für ausbaufähig. Die Actien-Börse Daily beschäftigt sich mit dem Aktienkurs von Fiat und den Preisen für Metalle. Der Zertifikate + Optionsscheine Trader spekuliert mit einem Derivat auf die Trendwende im Shanghai A-Index.

Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Outperformer.de stellen fest: Im Vorfeld des Gott sei Dank abgesagten Börsengangs habe die Deutsche Bahn AG zu viel gespart und zu wenig investiert, weshalb sich das staatliche Unternehmen nun von der Verkehrsminister-Konferenz "erhebliche Qualitätsmängel" vorhalten lassen muss. Einer internen Studie der Bahn zufolge ist die Pünktlichkeit in den vergangenen Wochen massiv eingebrochen. Im Fernverkehr war nur noch jeder fünfte Zug fahrplanmäßig unterwegs; im Regionalverkehr gelang es zeitweise nur sechs von zehn Zügen, pünktlich zu fahren. Das Debakel für die Deutsche Bahn AG, also die schlechten Nachrichten bezüglich der DB AG, sind gute Nachrichten für die Bahn-Zulieferbranche. Die Deutsche Bahn muss zwangsläufig massiv investieren, um aus dem Nachrichtendebakel herauszukommen. Einer der Profiteure ist ganz klar die Vossloh AG. Das Unternehmen mit Sitz in Werdohl gilt als eines der führenden auf den Gebieten der Bahn-Infrastruktur und Bahntechnik. Zudem läuft das Auslandsgeschäft immer besser, da der Ausbau der Schienennetze weltweit wieder vorangetrieben wird. Die Vossloh-Zahlen zum dritten Quartal strotzen nur so vor Kraft. 2010 wird ein Rekordjahr. Die Experten schätzen, dass der Umsatz von rund 1,35 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf mehr als 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2012 zulegt. Da es bei Vossloh derzeit gut läuft, beabsichtigt das Management der Hauptversammlung eine Rekorddividende von 2,50 Euro je Aktie für 2010 vorzuschlagen. Für die kommenden Jahre gilt eine Ausschüttung von mehr als 2,50 Euro pro Anteilschein als ausgemacht. Die fundamentale Bewertung der Aktie ist ausbaufähig. In Anbetracht der Wachstumsperspektiven wäre ein KGV von 15 gerechtfertigt. Charttechnisch kommt der Aktienkurs nun an den hartnäckigen Widerstand des Allzeithochs bei 99 Euro heran. Nach einem Pullback auf 91,98 Euro sollte dieser Widerstand aber überwunden werden und der Aktienkurs auf 108 bis 120 Euro ansteigen.

Die Actien-Börse Daily: Vorsicht bei Autos und Metallen

Bezüglich des Automarktes ist ein nüchterner Blick geboten, nachdem sich die relevanten Aktien um 100 Prozent oder 200 Prozent oder noch mehr verteuert haben. Die Volksrepublik China kappte am Freitag die zehnprozentige Steuervergünstigung für Pkw-Käufe und verteuert die Kreditzinsen. Andererseits kaufen die US-Amerikaner noch immer 2,5 bis 2,8 Millionen Neuwagen weniger als vor der Rezession. Bei der vorgestern eröffneten Messe in der US-Autostadt Detroit bieten die Automobilhersteller dennoch Rekorde: Volkswagen meldet die besten Absatzzahlen aller Zeiten, Daimler geht ebenfalls von einem Verkaufsrekord im Jahr 2011 aus. Rolls Royce hat mit 2.711 ausgelieferten Luxus-Fahrzeugen bereits ein Absatzplus von 170 Prozent erreicht. Die Hauptmärkte sind dabei die USA und China. Die Experten der Actien-Börse Daily setzen allerdings auf Fiat. Der italienische Autokonzern will die Optionen vorzeitig nutzen, die Beteiligung an der US-Firma Chrysler auf 51 Prozent anzuheben. Der clevere Vorstandsvorsitzende Sergio Marchionne ist für jede Überraschung gut, wenn es darum geht, Geld für diese Aufstockung aufzutreiben.

Die Experten der Actien-Börse Daily raten aufgrund der Markttechnik auch bei den Metallpreisen zur Vorsicht. Aus London wird überraschend und zum zweiten Mal nach September/Oktober 2010 gemeldet, dass größere ETF-Positionen aufgelöst worden seien. Die Marktmacher für Gold und Silber sind nicht die Verbraucher und auch nicht China, sondern die ETF-Fonds. Kippt die Stimmung, führt das schnell zu Gewinnmitnahmen, die für Gold, Silber und Kupfer in den kommenden zwei bis drei Wochen gelten. Das wird ein weiterer Test dafür sein, wie diese Anlageklasse weiterhin einzuschätzen ist.

Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: In China schäumt es etwas später

Die Stimmung am chinesischen Aktienmarkt ist derzeit nicht überschäumend euphorisch. Der Indexstand für A-Aktien in chinesischer Währung, die an der Börse in Schanghai geführt werden, verändert sich seit Wochen kaum. Die Regierung versucht unterdessen eine Überhitzung der Konjunktur zu verhindern. Charttechnisch hält eine langfristige Trendlinie den Index bei weniger als 3.000 Punkten. Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader gehen allerdings aufgrund einer sich abzeichnenden Divergenz im Relative-Stärke-Indikator davon aus, dass der Index in absehbarer Zeit die Trendwende nach oben schaffen könnte. Deshalb raten sie zum Kauf des endlos laufenden Index-Zertifikates (WKN ABN 3YT) der Royal Bank of Scotland auf den Shanghai-A-Index.

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