Henkel
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Volkswagen, E.on, Henkel und Palladium unter der Lupe

Börse Online ist fasziniert vom Chart der Vorzugsaktie von Volkswagen. Aktien-Strategie hält die Aktie von E.on beinahe wieder für kaufenswert. Der Aktionärsbrief kürt Henkel zum "Bullen der Woche". Trading Kompakt sieht charttechnische Chancen für den Palladiumpreis und hat ein entsprechendes Derivat parat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse Online erklären, dass es mit der Vorzugsaktie von Volkswagen tatsächlich noch einen DAX-Titel gibt, dessen langfristige Aufwärtsbewegung intakt ist. Die seit dem Jahr 2009 gültige und bewährte Aufwärtstrendlinie verläuft bei rund 100 Euro. Erst wenn diese Marke unterschritten wird, drohen weitere Verluste bis hin zu Notierungen von 80 Euro. Doch dürfte sich der Kurs nun weiter bis 122 Euro beziehungsweise 124,50 Euro erholen. Dort verläuft auch die 200-Tage-Linie. Mittelfristig könnte die Notierung auf 130 Euro bis 133 Euro steigen. Dort bieten sich Teilgewinnmitnahmen an, der Rest sollte bis zu Kursen von mindestens 150 Euro bis 152 Euro gehalten werden. Der Stoppkurs sollte bei 99 Euro gesetzt werden.

Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:

Im ausgewogen ausgerichteten Musterportfolio sind die 50 Südafrikanischen Zinszertifikate (WKN 918 556) mit einem Gewinn von 18 Prozent zu 134,57 Euro ausgestoppt worden. Dafür möchten die Verantwortlichen 160 Discount-Zertifikate (WKN GS3 621) auf den DAX zu höchstens 43,95 Euro sowie 240 Discount-Zertifikate (WKN UB6 G30) auf ThyssenKrupp zu maximal 23 Euro aufnehmen. Die Verantwortlichen für das dynamisch orientierte Musterdepot haben ihren 70 Korridor-Bonus-Zertifikaten (WKN MQ2 5XS) auf den DAX 70 weitere zu 104 Euro hinzugefügt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 140 Stück beträgt 101,16 Euro. Die Verantwortlichen für das Trend-Musterportfolio haben 100 Anteile des börsennotierten Fonds (ETF; WKN DBX 1DA) auf den DAX zu 55,10 Euro aufgenommen und bei 47,40 Euro abgesichert.


Aktien-Strategie: E.on wird langsam interessant 

Strom-Versorgungskonzerne wie RWE oder E.on haben aktuell deutlich weniger Gewinne ausgewiesen als noch vor einem Jahr. Die Experten von Aktien-Strategie verweisen diesbezüglich auf Entscheidungen und Ankündigungen der Politiker. Allerdings sind die Kurse auch sehr kräftig gesunken. Auf mittlere Sicht sollten die Notierungen wieder anziehen, schließlich wird auch in Zukunft Strom gebraucht. Die Aktie von E.on hat die besten Voraussetzungen für künftig steigende Kurse, denn sie notiert lediglich bei mehr als 70 Prozent des Buchwerts.


Der Aktionärsbrief: Henkel, "perfekt für stürmische Börsenzeiten"   

Auch wenn der Kurs der Vorzugsaktie von Henkel ebenfalls von den Börsenkapriolen beeinflusst worden ist, erweist sich das Geschäftskonzept als krisenfest, wie die Zahlen für das zweite Quartal 2011 belegen. Henkel hat die Marktanteile in allen Sparten ausgebaut. Im Konsumentengeschäft erreicht der Konzern sogar Rekordniveaus. Henkel hat die gestiegenen Rohstoffpreise an die Kunden weitergegeben und die Profitabilität in allen Segmenten gesteigert. Zudem erhöhte der Vorstand die Umsatzziele ein weiteres Mal. Vorstandsvorsitzender Kasper Rorsted hat die Nettoverschuldung deutlich abgebaut, achtet auf die Kosten, standardisiert die Prozesse im Unternehmen und drängt auf organisches Wachstum. Die Experten des Aktionärsbriefes verweisen auf die angemessene Bewertung mit einem KGV von 12 für das kommende Jahr und küren die Aktie dennoch zum "Bullen der Woche", denn die besonnene, profitabilitätsorientierte Wachstumsstrategie rechtfertigt eine kleine Prämie. Anleger sollten die Vorzugsaktie für 41 Euro bis 42 Euro kaufen.

Änderung in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:

Im spekulativ ausgerichteten Musterportfolio sind die 1.500 Anteilscheine von SAF Simulation mit einem Gewinn von 14 Prozent zu 13,10 Euro ausgestoppt worden.


TradingKompakt: Palladium im Aufwärtstrend 

Der Preis für Palladium hat Anfang August mit den Wertpapierbörsen kräftig korrigiert. Dabei verletzte die Notierung zwischenzeitlich sogar die mittelfristige Aufwärtstrendlinie. Danach erholte sich der Preis jedoch schnell und die Experten von Trading Kompakt gehen davon aus, dass damit eventuell die Basis für eine Gegenbewegung auf zunächst 804,25 bis 818,75 Dollar pro Feinunze Palladium gesetzt worden ist. Risikobereite Anleger sollten deshalb den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DZ2 1QU) der DZ Bank auf Palladium kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 618,98 Dollar je Unze, einer Knock-out-Schwelle bei 637,70 Dollar und einem Hebel von derzeit 4,9 ausgestattet. Wer auf einen fallenden Palladium-Preis wetten möchte, sollte den ebenfalls open end aufgelegten Put-Optionsschein (WKN DZ2 77Z) desselben Emittenten auf Palladium nutzen.

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