Bertrandt
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Telekom Austria, Bertrandt, U.S. Silver und der KOSPI unter der Lupe

Der Austria Börsenbrief freut sich darüber, dass die Aktie von Telekom Austria doppelt unbeliebt ist. Das Stuttgarter Researchbüro sieht bei Bertrandt eine günstige Einstiegschance. Der Rohstoff-Spiegel zählt U.S. Silver nach der Konsolidierung weiter zu den Favoriten. Der Zertifikate & Optionsscheine Trader will die Korrektur beim KOSPI mit einem Derivat nutzen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Austria Börsenbriefes stellen fest: Die meisten Analysten mögen die Telekommunikationsbranche derzeit nicht. Der Großteilteil der Analysten ist auch die Aktie der Telekom Austria unbeliebt. Nach dem jüngsten Kursrückgang spricht charttechnisch noch nichts für einen Einstieg. Fundamental wiederum ist die Notierung vor allem aufgrund der sehr verlockenden Dividendenrendite von 7,5 Prozent auf einem sehr interessanten Niveau angelangt. Alles in allem ermöglicht das einen antizyklischen Einstieg.

Änderungen in den Musterdepots des Austria Börsenbriefes:

Die Verantwortlichen für das internationale Musterportfolio wollen 500 Anteilscheine der Deutschen Börse AG aufnehmen. Die Verantwortlichen für das Österreich-Musterdepot haben ihren Bestand von 1.700 Anteilscheinen von EVN um 2.300 Aktien zu 12,24 Euro aufgestockt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 4.000 Papiere beträgt jetzt 12,10 Euro. Lenzing hat einen Split im Verhältnis 1:7 vollzogen. Die Verantwortlichen für das Depot haben zudem 35 Stück beziehungsweise 245 Anteilscheine nach dem Split mit hohem Gewinn ausgebucht. Nun befinden sich noch 455 Aktien zu einem Einstandskurs von 29,99 Euro im Portfolio (65 Stück zu 209,90 Euro vor dem Split). Schließlich haben die Verantwortlichen noch 1.000 Aktien der Verbund AG zu 28,15 Euro aufgenommen.


Stuttgarter Researchbüro: Bertrandt, denn im günstigen Einkauf liegt der Gewinn

Der Aktienkurs des Ingenieurdienstleistungsunternehmens Bertrandt hat jüngst um 15 Prozent korrigiert. Die Experten des Stuttgarter Researchbüros erklären allerdings, dass die Anteilscheine des schwäbischen Vorzeigeunternehmens derzeit stark über-verkauft sind und ein rascher Anstieg auf 55 Euro möglich ist. Fundamental läuft es bei Bertrandt weiterhin gut. Vorstandsvorsitzender Dietmar Bichler sieht in Deutschland großes Wachstumspotenzial für das Kerngeschäft. Unabhängig davon wird die zunehmende Produktion von Elektrofahrzeugen Bertrandt viele Entwicklungsaufträge bescheren, denn die Anforderungen an den Karosseriebau von Elektroautos ändern sich, da sich das Format und das Gewicht ihrer Batterien verändern werden. Analysten schätzen den Gewinn je Aktie für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2010/11 auf 4,09 Euro steigen, was einem günstigen KGV von 12 für diese Qualitätsaktie entspräche. Neben den guten Gewinnaussichten überzeugt das Unternehmen auch mit einer soliden Bilanz.

Der Rohstoff-Spiegel: U.S. Silver bleibt ein Favorit

U.S. Silver hat am 10. November gemeldet, rund 500.000 Feinunzen Silber zu 27,50 US-Dollar für das Jahr 2011 vorwärts verkauft zu haben. Das hat den Anlegern anscheinend missfallen, wie der Kursrückgang vermuten lässt. Andererseits erklärt Tim Roedel, Chefredakteur des Rohstoff-Spiegel, eine gesicherte Deckung der Gesamtkosten für ein ganzes Jahr ist diese Hedging-Position durchaus wert, zumal sie lediglich 18 Prozent der geplanten Produktionsmenge darstellt. Im Gesamtjahr 2010 förderte U.S. Silver 2,27 Millionen Unzen Silber, 5,6 Millionen Pfund Blei und 1,2 Millionen Pfund Kupfer. Im vierten Quartal legten die Produktions-Ergebnisse im Jahresvergleich deutlich zu. Deshalb dürfte U.S. Silver seiner Favoritenrolle nach der Korrektur weiterhin gerecht werden. Die Aktie sollte jetzt nachgekauft werden.  

Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Korrektur in Korea nutzen    

Nachdem der koreanische Leitindex KOSPI 200 seit Anfang Dezember 2010 kräftig gestiegen ist, hat sich nach Ansicht der Experten des Zertifikate & Optionsscheine Traders eine Korrektur angedeutet. Schließlich gab der Momentum-Indikator schon seit einiger Zeit nach. Nun ist die Aufwärtstrendlinie unterschritten worden, doch die Experten hoffen darauf, dass die Marke von 2.000 Punkten halten wird. Risikobereite Anleger sollten deshalb den am 27. Juni 2013 ablaufenden Call-Optionsschein (WKN SG5 GTN) der Société Générale auf den KOSPI 200 kaufen. Der Schein ist mit einer Basis von 235 Zählern ausgestattet.

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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