Bertrandt
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Singulus Technologies, Bertrandt, Silver Wheaton, H&R Wasag und Solarworld unter der Lupe

Der Zertifikate + Optionsscheine Trader rät zum Kauf von Singulus Technologies und hat auch ein passendes Derivat parat. Der CdC Aktiensnapshot hält die Aktie von Bertrandt für attraktiv. Der Hanseatische Wirtschaftsdienst sieht Silver Wheaton als derzeit einziges empfehlenswertes Unternehmen im Silberbereich. Die Börsenblogger geben drei Gründe für den Einstieg bei H+R Wasag an. Trade24 setzt auf Solarworld. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader erinnern daran, dass sich die Marke von zwei Euro als Unterstützung für die Aktie von Singulus Technologies gut bewährt hat. Von diesem Niveau aus legten die Notierungen bis knapp fünf Euro zu. Bei der nachfolgenden Korrektur lief der Chart in eine Keilformation hinein, welche nun bullish nach oben hin aufgelöst worden ist. Daraus lässt sich ein Kursziel von 5,40 Euro ableiten. Der Stoppkurs sollte bei 3,62 Euro platziert werden. Risikobereiten Anlegern empfehlen die Experten den Kauf des endlos laufenden Turbo-Bull-Zertifikates (WKN CM3 A2H) der Commerzbank auf Singulus Technologies. Der Schein ist mit einer Basis bei 3,16 Euro, einer Knock-Out-Schwelle bei 3,51 Euro und einem Hebel von derzeit 3,8 ausgestattet.

Der CdC Aktiensnapshot: Bertrandt kommt gut und günstig durch die Krise

Bertrandt ist als eines der führenden Ingenieursdienstleistungs-Unternehmen in Europa vergleichsweise gut durch die Krise der Automobilbranche gekommen. Der Vorstand führt das zum Teil auf das breite Leistungsspektrum zurück. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen Bertrandt Aeroconseil ist Bertrandt auch in der Luftfahrtindustrie vertreten. In den Branchen Energie, Elektrotechnik, Maschinen- und Anlagenbau, IT und Medizintechnik bietet Bertrandt mit der Bertrandt Services GmbH technische und kaufmännische Dienstleistungen an. In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 verringerte sich zwar der Umsatz um 11,4 Prozent auf 384,6 Millionen Euro und die EBIT-Marge von 11,8 auf 8,5 Prozent, jedoch blieb der operative Cashflow stabil und der Free Cashflow stieg um 31,3 Prozent auf 34,8 Millionen Euro. Zudem erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 46 auf 57 Prozent. Der Gewinn sank um 32 Prozent auf 24,6 Millionen Euro beziehungsweise 2,45 Euro je Aktie. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 verringerte sich der Erlös im Jahresvergleich um 19,4 Prozent auf 90,4 Millionen Euro und die EBIT-Marge auf 7,9 Prozent. Damit liegen die Umsätze auf dem Niveau des vierten Quartals 2008/09 und die Gewinnspanne sogar darüber. Der Vorstand prognostiziert für das Gesamtjahr 2009/10 eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die Hauptversammlung soll morgen beschließen, die Ausschüttung von 1,40 auf einen Euro je Anteilschein zu senken. Die Experten der CdC Aktiensnapshot halten die Aktie von Bertrandt mit einem KGV von 10 für attraktiv bewertet, zumal eine Dividendenrendite von vier Prozent lockt.

Änderung in einem Musterdepot des CdC Aktiensnapshot: 

Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio haben ihre 30 Anteilscheine von Bauer mit einem Verlust von 43 Prozent zu 31,11 Euro ausgebucht.

Der Hanseatische Börsendienst: Nur Silver Wheaton kaufen

Marcel Ewald, Experte des Hanseatischen Börsendienstes, erinnert daran, dass eine anziehende Konjunktur den Silberpreis stärker positiv beeinflusst als den Goldpreis. Jährlich werden 22.000 Tonnen Silber gefördert, 5.500 Tonnen kommen aus der Widerverwertung und mit fallender Tendenz 960 Tonnen aus Regierungsverkäufen. Die Industrie verbraucht aber 14.000 Tonnen jährlich, die Schmuck-Industrie weitere 6.700 Tonnen und die Foto-Industrie noch einmal 3.300 Tonnen. Für Münzen werden 2.000 Tonnen verwendet und börsennotierte Fonds kaufen 2.300 Tonnen. Ewald zitiert die Analysten der Commerzbank, die davon ausgehen, dass der Silber-, wie der Goldpreis im Frühjahr vorübergehend vielleicht sogar bis 15 Dollar je Feinunze Silber nachgeben wird, zum Jahresende sollte die Unze Silber 20 Dollar kosten. Silver Wheaton kauft das geförderte Silber auf und hat zuletzt einen Fixpreis von 3,90 Dollar je Feinunze festgeschrieben. Das von anderen Firmen geförderte Silberkonzentrat muss natürlich noch transportiert, raffiniert und eingeschmolzen werden. Trotz der Kosten dafür weist Silver Wheaton hohe Gewinnspannen aus. In den ersten neun Monaten des Jahres 2009 hat der Konzern die Rekordmenge von 11,8 Millionen Unzen bearbeitet und dabei einen Nettogewinn von 67,1 Millionen Dollar erwirtschaftet. Die Zahlen für das vierte Quartal 2009 sollen am 19. Februar vorgestellt werden. Ewald zitiert die Analysten von BMO Capital Market, die den Gewinn für das Geschäftsjahr 2010 auf 0,75 Kanadische Dollar schätzen und für 2011 auf 1,10 Dollar. Sie stufen die Aktie mit "Outperform" ein und geben das Kursziel mit 22,50 Dollar an. Ewald hält Silver Wheaton derzeit für die einzige Aktie im Silber-Bereich, welche kaufenswert ist.

Die Börsenblogger: H&R Wasag ist fundamental, charttechnisch und aufgrund von Insiderkäufen interessant   

Nils Hansen, Aufsichtsrat von H&R Wasag, und die H&R Beteiligung GmbH haben sich in den vergangenen sechs Monaten mehrmals mit Aktien des Spezialchemie-Konzerns eingedeckt. Seit dem 19. August 2009 erwarben sie insgesamt 605.919 Anteilscheine des Herstellers rohölbasierter Spezialprodukte zu einem Durchschnittspreis von 15,13 Euro. Die Experten der Börsenblogger halten die Papiere von H&R Wasag aber nicht nur wegen der Insiderkäufe für interessant, die bei höheren Notierungen als den aktuellen erfolgt sind. Am Freitag will der Konzern die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2009 veröffentlichen. Diese dürften gut ausfallen, da das Management im vergangenen November aufgrund einer hohen Auslastung der Anlagen in Hamburg und Salzbergen für das Schlussquartal ein ähnlich gutes operatives Ergebnis wie im dritten Quartal in Aussicht gestellt hat. Die Experten schätzen den Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr 2009 auf 0,92 Euro und für 2010 auf 1,26 Euro, was einem KGV für 2010 von 11 entspräche. Vorstandsvorsitzender Gerd Wendroth will das Wachstum in den kommenden Jahren durch die Expansion in Südostasien sowie in Nord- und Südamerika vorantreiben. Dort sollen Firmen zugekauft und Produktionskooperationen mit Raffinerien vereinbart werden. Neben der günstigen Bewertung spricht auch die Charttechnik für einen Kauf, da zu erwarten ist, dass der Kurs höher steigen wird als die 38-Tagelinie, welche derzeit bei 14,37 Euro verläuft.

Trade24.de:  Der Aktienkurs von Solarworld dürfte weiter steigen

Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Solarworld als "Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 11,50 Euro gesetzt werden. 

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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