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- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Österreichische Post, Elexxion, Can Can Lingerie, Einhell Germany, Deutsche Telekom und andere unter der Lupe

Der Austria Börsenbrief möchte sich Kursgewinne von der Österreichischen Post liefern lassen. Die Börsenblogger vertrauen auf Wachstum, den Sprung in die Gewinnzone und einen neuen Investor bei Elexxion. Der CdC Aktiensnapshot erklärt, warum nicht jeder mit Can Can Lingerie tanzen sollte. Der Chart Trader glaubt an den Ausbruch der Kurse von Einhell Germany. Trade24 setzt auf die Deutsche Telekom. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.

Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Austria Börsenbriefes verweisen darauf, dass die Aktie der Österreichischen Post im Vergleich zum Leitindex ATX deutlich zurückgeblieben ist. Nun arbeite sich der Titel allerdings langsam an eine charttechnische Marke heran, ab der ein Kaufsignal generiert werden würde. Zuletzt haben die Papiere einen doppelten Boden ausgebildet. Nun scheint die Notierung erneut in Richtung 20 Euro zu laufen, wo derzeit die 200-Tagelinie verläuft. Schafft der Kurs nachhaltig den Ausbruch über diese Hürde, würde die Aktie aus dem seit Ende des Jahres 2006 gültigen Abwärtstrend nach oben hin ausbrechen. Die Experten stufen die Aktie ihres Musterdepotwertes also nun auch aus charttechnischen Gründen als kaufenswert ein, nachdem bislang die fundamentale Unterbewertung zu dieser Einschätzung geführt hat.

Die Börsenblogger: Wachstum und ein Investor bringen den Elexxion-Kurs voran        

Die Experten von Börsenblogger erklären, dass Olaf Schäfer, Gründer und Technikvorstand von Elexxion, und Per Liljenqvist, Vorstandsvorsitzender des Dental-Laser-Anbieters, felsenfest davon überzeugt seien, ihre Ziele verwirklichen zu können. Die High-Ende-Laser Claros (für Weichgewebe), Duros (für Hartgewebe) und Delos (Kombination aus Claros und Duros) zeichnen sich durch die höchste derzeit verfügbare Leistungsstärke und ein breites Anwendungsspektrum aus. Allerdings sind die drei Top-Produkte, die zwischen 25.000 und 59.000 Euro kosten, vielen Zahnärzten zu teuer. Deshalb erweiterte Elexxion das Sortiment im Herbst 2008 um den leistungsschwächeren Claros Nano, der für 13.000 Euro zu haben ist. Liljenqvist sagte: "Der Claros Nano kommt bei den Zahnärzten wegen seines guten Preis-Leistungs-Leistungsverhältnisses hervorragend an. Daher gehe ich davon aus, dass sich auch der Claros Pico (der mit nocheinmal deutlich weniger Leistung im Juli für rund 5.000 Euro auf den Markt kommen soll) als Verkaufsschlager entpuppen wird." Dieses "Einsteigermodell" könnte nach Ansicht der Experten viele Zahnärzte dazu bringen, kurze Zeit später eines der teureren Produkte zu kaufen. Dafür spricht auch der zügige Ausbau des Vertriebs. Liljenqvist hat bereits zahlreiche Vertriebskooperationen mit gut positionierten Dentalgroßhändlern vereinbart. Von großer Bedeutung ist die im Dezember 2009 vereinbarte Zusammenarbeit mit der Saint-Jalmes E.U.R.L. Das Unternehmen wird künftig die Elexxion-Laser in Spanien und Frankreich vertreiben, wo es insgesamt rund 60.000 niedergelassene Zahnärzte gibt. Liljenqvist erklärte: "Der Deal mit Saint-James wird uns schon in den kommenden Monaten die ersten Erlöse bescheren." Weitere Wachstumsimpulse erwartet der Vorstandschef durch die neuen Vertriebspartner in der Ukraine, in Kroatien und in Slowenien. Weitere Abschlüsse solcher Kooperationen in Südosteuropa könnten noch im ersten Quartal 2010 erfolgen. Unabhängig davon sollen bis Jahresende auch Italien, Polen, China, Japan, Kanada und das Baltikum erschlossen werden. 2011 soll die Expansion in Südamerika, Australien und Südafrika fortgesetzt werden. Auch der Wirkstoff Perio Green zur Parodontitis-Therapie sorgt für Wachstumsfantasie. Die im Dezember 2009 gestartete klinische Studie dürfte nach Ansicht von Liljenqvist noch in diesem Jahr mit positiven Resultaten abgeschlossen werden, woraufhin die Zulassung und Markteinführung 2011 erfolgen könnte, was kräftiges Wachstum von Elexxion bedeuten würde. Nach der Markteinführung von Perio Green will der Konzern mittel- bis langfristig weitere Medikamente einführen. Liljenqvist prognostiziert so für das Jahr 2014 einen Umsatz von 25 Millionen Euro und eine operative Marge von 25 Prozent. Bereits im zweiten Halbjahr 2010 soll Elexxion den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Bereits dann dürfte die Aktie vom breiten Anlegermarkt entdeckt werden. Deshalb raten die Experten dazu, bereits jetzt einzusteigen. Der Börsenwert von rund 7,6 Millionen Euro ist schlichtweg zu niedrig in Anbetracht der hervorragenden Unternehmensperspektiven. Davon scheint auch ein finanzstarker Investor überzeugt zu sein, mit dem Liljenqvist bezüglich eines Einstiegs bei Elexxion verhandelt. Eine entsprechende Transaktion könnte könnte in Kürze gemeldet werden, was den Kurs der Aktie deutlich nach oben treiben dürfte.

Der CdC Aktiensnapshot: Nur sehr Risikobereite tanzen Can Can    

Die Aktie der schweizerischen Beteiligungsfirma Can Can Lingerie Holding würde trotz einer Kurs-Verachtfachung in den vergangenen Wochen nur mit einem einstelligen KGV bewertet werden, wenn der Pennystock 50 Prozent der ALF Group übernommen und sich so ein neues Standbein verschafft hat. Darüber hinaus darf Can Can bis zum Ende des Jahres 2012 die restlichen 50 Prozent der in Singapur ansässigen Beteiligungsfirma gegen eigene Aktien erwerben. Die Ankündigung dieser Akquisition im Dezember 2009 hat zu dieser Kursexplosion geführt. Die Experten des CdC Aktiensnapshot verweisen jedoch darauf, dass die Risiken in Anbetracht der Intransparenz sowohl der Can Can Holding als auch der bislang völlig unbekannten ALF Group hoch sind, so dass nur sehr mutige Anleger einsteigen sollten. Namensgeber von Can Can Lingerie ist die Lifestyle-Marke eines australischen Dessous-Herstellers, der sich im Portfolio der Holding befindet. Die Marke wurde in China eingeführt und expandiert weiter in den asiatischen Raum. Die nächste Generalversammlung soll eine Namensänderung von Can Can beschließen, denn das schweizerische Unternehmen plant eine Geschäftserweiterung, wobei der Kauf von 50 Prozent der ALF Group das Kernstück bilden soll. Die ALF Group besitzt mehrere australische Firmen, die in der Finanzierung von Rechtsstreitigkeiten, der Restrukturierung von Unternehmen und Vermögenswerten, sowie in der Telekommunikation und dem Handel mit Emissionszertifikaten tätig sind. Can Can zahlt für die Hälfte von ALF acht Millionen Euro, wenn die Generalversammlung dem zustimmt. Die Aktionäre müssen dabei gleichzeitig die Ausgabe von 80 Millionen neuer Anteilscheine zu 0,10 Euro beschließen, womit die Übernahme finanziert werden soll. Zum Zeitpunkt der Akquisitionsvereinbarung ist der Vorstand von ALF von einem EBIT in Höhe von drei Millionen Australischen Dollar im Jahr 2010 ausgegangen. Zwischenzeitlich hat er einen  wichtigen Vertrag unterzeichnet und prognostiziert nun ein operatives Ergebnis von 14 Millionen Dollar für dieses und von 20 Millionen Australischen Dollar im nächsten Jahr.

Änderung in einem Musterdepot des CdC Aktiensnapshot:

Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio haben 1.100 Anteilscheine von Global Ecopower zu 1,95 Euro aufgenommen.

Der Chart Trader: Einhellige Meinung ist, Einhell Germany steigt weiter    

Die Aktie von Einhell Germany hat am Freitag trotz des schwachen Marktumfeldes den seit April 2009 bestehenden Aufwärtstrend erneut mit Kurssteigerungen bestätigt. Die Experten des Chart Trader gehen davon aus, dass sich die Aufwärtsbewegung in den nächsten Wochen fortsetzen wird. Zunächst muss die Notierung dazu aber die kurzfristige Abwärtstrend überwinden, welche bei 34,77 Euro verläuft. Steigen die Kurse danach noch auf Werte von mehr als dem vorherigen Hoch bei 36 Euro, eröffnet sich weiteres Kurspotenzial bis auf 42 Euro. Die Experten raten demzufolge zum Einstieg mit einem Kursziel von 42 Euro und einem Stoppkurs bei 29,95 Euro.

Trade24.de:  Der Aktienkurs der Deutschen Telekom dürfte weiter steigen

Nachdem das "Wall Street Journal" berichtet hatte, dass die Deutsche Telekom ihre US-amerikanische Tochtergesellschaft T-Mobile USA möglicherweise an die Börse bringen könnte, hat Matthew Bloxham, Analyst der Deutschen Bank, seine Einstufung für die Aktie der Telekom mit "Hold" und das Kursziel von 11,20 Euro bestätigt. Bloxham schreibt, obwohl der Telekom-Vorstand einen Börsengang als günstigste Lösung für die benötigte Finanzierung sehen dürfte und bisher versteckte Werte freigesetzt werden könnten, wäre der Zeitpunkt schlecht gewählt. Investoren dürften der Konzerntochter derzeit wenig Wert beimessen. Zudem könnten neue Mobilfunk-Frequenzen in den USA auch mit Fremdkapital finanziert werden. Dafür ließen die erzielten Free Cash Flows genügend Spielraum. Die Experten von Trade24.de empfehlen daraufhin die Aktie Deutschen Telekom als "Top-Favorit konservativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 9,25 Euro gesetzt werden.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das langfristig angelegte Musterportfolio haben 350 Anteilscheine von A.S. Creation Tapeten zu 26,21 Euro aufgenommen.

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