Atoss Software
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Novo Nordisk, Infineon und HeidelbergCement, Lukoil sowie Atoss Software und der Index EuroSTOXX 50 unter der Lupe

Der Aktionärsbrief kürt Novo Nordisk zum "Bullen der Woche". Das Traders Journal beschäftigt sich mit Infineon Technologies und HeidelbergCement. Platow Emerging Markets erkennt Chancen bei der Aktie von Lukoil. Börse Online richtet das Augenmerk auf Atoss Software und den Index EuroSTOXX50. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Aktionärsbriefes verweisen darauf, dass Novo Nordisk Weltmarktführer bei der Herstellung und dem Verkauf von Insulin ist. Der dänische Konzern hat in Schwellenländern wie China einen Marktanteil von mehr als 60 Prozent. Mit zunehmender Industrialisierung der Emerging Markets nehmen auch Wohlstandskrankheiten wie Diabetes zu. Deshalb ist die Wachstumsdynamik des "Bullen der Woche" enorm hoch. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Gewinn im Durchschnitt um 15 Prozent pro anno. Das Unternehmen erreichte zu 90 Prozent die Gewinnprognosen des Vorstands. Zudem befindet sich das Aktienkapital zu einem großen Teil in den Händen weniger Investoren, nur ein relativ kleiner Teil wird frei an der Börse gehandelt. Dabei möchte der Vorstand in jedem Jahr fünf Prozent des Eigenkapitals bei einem Aktien-Rückkaufprogramm vom Markt nehmen. Anleger sollten deshalb erste Käufe tätigen und bei weiterer Kursschwäche konsequent nachkaufen.

Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:

Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben ihren 2.500 Anteilscheinen von GFT Technologies 1.500 Aktien zu 3,25 Euro hinzugefügt. Der Misch-Einstandskurs der nun 4.000 Anteilscheine sank auf 3,83 Euro. Der Bestand an Vorzugsaktien von Villeroy & Boch wurde um 1.000 Titel zu 5,90 Euro verdoppelt. Der Misch-Einstandskurs der nun 2.000 Anteilscheine sank auf 6,65 Euro. Zudem haben die Verantwortlichen 100 weitere Vorzugsaktien von Sartorius zu 31,50 Euro aufgenommen. Der Misch-Einstandskurs der nun 400 Anteilscheine sank auf 33,37 Euro. Zudem haben die Verantwortlichen 20 Vorzugsaktien der KSB AG zu 438 Euro eingebucht. Im Allround-Musterdepot sind die 200 Anteilscheine von Fresenius Medical Care mit einem Gewinn von 26 Prozent ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen ihren 200 Aktien von Imtech 100 weitere zu 20,60 Euro hinzugefügt. Der Misch-Einstandskurs der nun 300 Anteilscheine sank auf 23,87 Euro.


Traders Journal: Starke Bären bei Infineon, schwächere bei HeidelbergCement 

Der Aktienkurs von Infineon Technologies hat eine charttechnische Konsolidierung in Form einer Dreiecksformation nach unten verlassen. Dieses Verkaufssignal ist bestätigt und ein mittelfristiger Abwärtstrend etabliert worden. Vor diesem bearischen Hintergrund halten die Experten von Traders Journal weiter sinkende Kurse bis auf 4,12 Euro für möglich. Dort befindet sich eine stärkere Unterstützungslinie. Zwischenzeitliche Erholungen ändern an der bearischen Lage erst etwas, wenn die Hürde von 6,02 Euro überwunden würde. Der nächste harte Widerstand befindet sich bei 6,81 Euro.

Die Experten von Traders Journal verweisen auf den seit April gültigen Abwärtstrend der Notierung von HeidelbergCement. Zuletzt verlangsamte sich diese Dynamik etwas. Die neuen Tiefs wurden nicht mehr bestätigt und das Abwärts-Momentum lässt nach. Wenn der Aktienkurs dabei kurzfristig die Hürde bei 27,65 Euro überwindet, sind weiter steigende Notierungen bis 30,91 Euro und danach bis 34,75 Euro möglich. Sollte der Aktienkurs allerdings auf weniger als 26,45 Euro sinken, drohen weitere Verluste bis zu Kursen von 23,51 Euro und 19,50 Euro.

Platow Emerging Markets: Lukoil ist ein sehr günstiger Dividendentitel          

Lukoil hat mit den Zahlen für das erste Halbjahr 2011 zwar die Erwartungen der Anleger übertroffen, der Aktienkurs sank in der allgemeinen Börsenschwäche trotzdem. Die geförderte sowie die exportierte Ölmenge sanken und die operativen Kosten stiegen aufgrund der Aufwertung des Russischen Rubels. Doch nach Ansicht der Experten von Platow Emerging Markets könnte sich das in den kommenden Monaten umkehren. Im ersten Halbjahr profitierte das russische Ölunternehmen von den guten Preisen und der gestiegenen Marge für die Raffinierung. Zudem reduzierte der Vorstand mit Hilfe des sehr guten Cashflows die Nettoschulden. Analysten schätzen das KGV für das laufende Jahr nur auf 4. Bei diesem dividendenstarken Titel dürfte also ein entsprechender Risikopuffer eingepreist sein. Anleger sollten mit einem Stoppkurs bei 32,55 Euro einsteigen.

Börse Online: Volle Kraft voraus bei Atoss und vorsichtig einsteigen beim Index

Die Aktie von Atoss Software kostet im aktuellen Börsencrash so viele wie seit neun Jahren nicht mehr. Die Experten von Börse Online verweisen zudem auf ein Kaufsignal des Trendfolge-Indikators MACD (Moving Average Convergence/Divergence) sowie den seit zwei Jahren gültigen Aufwärtstrend. Die Aufwärtstrendlinie verläuft derzeit bei 16 Euro. Risikobereite Anleger sollten deshalb mit einem Kursziel von 22 Euro und einem Stoppkurs bei 15,40 Euro einsteigen.

Die Experten von Börse Online verweisen zum einen auf den derzeitigen Abwärtstrend im EuroSTOXX 50 und zum anderen darauf, dass der Index mittelfristig stark über-verkauft ist. Es besteht demnach noch Abwärtspotenzial, dennoch können risikobereite Anleger darauf spekulieren, dass die tatsächliche Abwärtsbewegung nicht mehr stark ausfällt. Ein geeignetes Anlage-Vehikel dafür ist das am 11. Juli 2012 fällige Discount-Zertifikat (WKN GS5 QYJ) von Goldman Sachs auf den EuroSTOXX 50. Das Kursziel beträgt 17 Euro und der Stoppkurs sollte bei 13,90 Euro gesetzt werden. Die maximale Rendite beträgt 8,2 Prozent beziehungsweise 9,8 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:

Im ausgewogen ausgerichteten Musterportfolio sind die 75 Anteilscheine von L'Oreal ausgestoppt worden. In der Portfolio-Aufstellung ist das aber noch nicht berücksichtigt. Die Verantwortlichen für das dynamisch orientierte Musterdepot haben 350 Aktien von Tencent zu 16,20 Euro eingebucht sowie Memory-Express-Zertifikate (WKN SG1 R1X) auf den Index EuroSTOXX 50 zu 92,41 Euro. In der Depot-Aufstellung sind diese Transaktionen aber noch nicht berücksichtigt. Im konservativ ausgelegten Musterportfolio werden plötzlich 200 Anteilscheine der Coca-Cola Company zu 49,32 Euro geführt. Die 150 Bonus-Zertifikate (WKN AA2 DYD) auf den DAX fehlen dagegen ebenso unkommentiert in der Aufstellung. Die Verantwortlichen für das Trend-Musterdepot haben ihren 100 ETFs (WKN DBX 1DA) auf den DAX 100 weitere zu 52,10 Euro aufgenommen. Der Misch-Einstandskurs der nun 200 Anteilscheine sank auf 53,60 Euro. Zudem haben sie 1.000 Stay-High-Optionsscheine (WKN SG1 WK7) auf den DAX zu 6,92 Euro eingebucht. In der Depot-Aufstellung sind diese Transaktionen allerdings noch nicht berücksichtigt. Nun möchten die Verantwortlichen noch weitere 100 DAX-ETFs zu höchstens 48,50 Euro aufnehmen sowie 1.000 Inline-Optionsscheine (WKN CK3 H79) auf den Schweizer Franken zu höchstens 5,20 Euro.

Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Im Musterportfolio sind die 700 Anteilscheine von Augusta Technologie mit einem Gewinn von 15 Prozent zu 13,61 Euro ausgestoppt worden.

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