IVU Traffic Technologies
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: K+S, Solarworld, IVU Traffic Technologies und Lenzing unter der Lupe

Fuchs Kapitalanlagen setzt im Crash auf Rabatte beim Engagement in K+S. Platow Derivate sieht noch einmal dunkle Wolken über Solarworld heraufziehen und hat ein entsprechendes Derivat parat. Das Stuttgarter Researchbüro erklärt: IVU Traffic Technologies ist heiß begehrt. Das Zertifikatejournal gibt einen Bonus auf den möglichen ATX-Aufsteiger Lenzing. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erinnern daran, dass auch der Aktienkurs der K+S AG im aktuellen Börsencrash an Wert verloren hat. Angesichts der positiven Geschäftsaussichten ist das allerdings nicht gerechtfertigt. Für einen vorsichtigen Einstieg raten sie deshalb zum Kauf des am 27. Juni 2013 fälligen Discount-Zertifikates (WKN CK2 TEA) der Commerzbank auf K+S. Das Kursziel beträgt 46,50 Euro und der Stoppkurs sollte bei 30,43 Euro gesetzt werden. Der Schein ist mit einem Cap, also einer maximalen Auszahlungsobergrenze von 46,50 Euro ausgestattet. Die maximale Rendite beträgt demnach 23,9 Prozent beziehungsweise 12,7 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Der aktuelle Discount auf den Aktienkurs liegt bei 9,54 Euro respektive 20,3 Prozent.

Änderung im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 150 Discount-Zertifikate (WKN CK2 TEA) auf K+S zu 35,77 Euro aufgenommen und bei 30,43 Euro abgesichert.


Platow Derivate: Für Solarworld dürfte es düster bleiben       

Seit Ende des Jahres 2007 sinkt der Aktienkurs von Solarworld. Aktuell sorgen sich die Anleger erneut vor einem sich weiter verschlechternden Umfeld für die ganze Solarbranche. Nach Angaben der Experten von Platow Derivate sind die Zahlen von Solarworld für das erste Halbjahr 2011 zwar etwas besser ausgefallen als von Analysten geschätzt, haben allerdings dennoch nicht überzeugt. Der Vorstand hat zudem noch einmal vor politischen und konjunkturellen Unsicherheiten gewarnt, die zu einem Überangebot und weiterem Preisdruck führen könnten. Analysten sind deshalb zunehmend skeptisch, ob Solarworld die Jahresziele tatsächlich erreichen kann. In dem seit April erneut deutlich gesunkenen Aktienkurs ist von diesem Pessimismus bereits einiges eingepreist. In einem wieder nachgebenden Gesamtmarkt dürfte die Notierung von Solarworld aber trotzdem noch einmal überdurchschnittlich stark unter Druck geraten. Der charttechnische Trend zeigt jedenfalls klar abwärts. Die aktuelle Kurserholung sollten risikobereite Anleger deshalb nutzen, um bei einem Aktienkurs von rund 6,10 Euro eine Short-Position zu eröffnen. Der Stoppkurs sollte bei etwas mehr als sieben Euro gesetzt werden. Als passendes Derivat, empfehlen die Experten den endlos laufenden Wave-Put-Optionsschein (WKN DE0 LES) der Deutschen Bank auf Solarworld. Der Schein ist mit einer Basis bei 8,48 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 7,65 Euro und einem Hebel von derzeit 1,7 ausgestattet.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Die Verantwortlichen für das Derivate-Musterportfolio haben 2.300 Turbo-Bear-Zertifikate (WKN CK2 SG8) auf Nordex aufgenommen. Diese Position ist genauso mit einem Verlust ausgestoppt worden wie die 650 Short-Zertifikate (WKN DZ5 NPJ) auf Apple. Dafür haben die Experten 1.600 Bull-Zertifikate (WKN CM5 W5V) auf die Vorzugsaktie von Drägerwerk zu zwei Euro eingebucht und bei 1,60 Euro abgesichert sowie 660 Long-Zertifikate (WKN VT1 H3X) auf das Währungspaar Euro/Dollar zu 6,43 Euro aufgenommen und den Stopp bei 4,35 Euro gesetzt. Nun möchten sie 1.050 Put-Optionsscheine (WKN DE0 LES) auf Solarworld zu höchstens 2,54 Euro aufnehmen sowie 750 Long-Zertifikate (WKN TB6 YWK) auf Südzucker ab einem Kurs von 4,10 Euro. Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 3.600 Alpha-Turbo-Short-Zertifikate (WKN DZ2 Q3N) auf eine schwächere Entwicklung der Aktie von Gagfah als der DAX mit einem Gewinn von 37 Prozent zu 1,75 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.300 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 Q6S) auf das Paar Volkswagen-Vorzugsaktien/DAX zu 2,09 Euro aufgenommen und bei 1,30 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 2.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QU6) auf Paar Deutsche Post/DAX zu höchstens 1,57 Euro einbuchen.


Das Stuttgarter Researchbüro: IVU ist sehr begehrt        

Die Zahlen des Telematik- und Softwarespezialisten IVU Traffic Technologies AG (IVU) für das erste Halbjahr 2011 sind gut ausgefallen. Die Experten des Stuttgarter Researchbüros loben zudem die gute Auftragslage. In den kommenden Jahren dürften sich die Geschäfte weiter positiv entwickeln, denn um die Stau-Problematik zu entschärfen und die Luftqualität zu verbessern, müssen viele Großstädte in Ausbau und Modernisierung des öffentlichen Personennahverkehrs investieren. Daraus resultiert ein optimales Marktumfeld für die IVU. Finanzvorstand Frank Kochanski äußerte sich im Interview auch zu diesem Themenkomplex. Interessant ist allerdings auch folgende Aussage: "Das Geschäft der IVU korreliert nur in sehr geringem Maße mit der Konjunkturentwicklung. Die strukturelle Nachfrage nach IT-Systemen für einen gut funktionierenden öffentlichen Verkehr ist weltweit hoch - unabhängig von der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung. In den Ausbau der Infrastruktur wird international kontinuierlich investiert. Das beweisen auch unsere guten Geschäftszahlen. So konnten wir während der globalen Wirtschaftskrise 2009 ein sehr positives Jahresergebnis vermelden." Die Experten verweisen auf einen Großauftrag des in Punta Arenas (Südpatagonien) ansässigen Verkehrsbetriebs Movigas, welcher ein weiterer Beweis dafür ist, wie begehrt die innovativen IT-Lösungen der IVU sind. Zudem ist dieser Auftrag eine wichtige Referenz für den Konzern. Auch die überzeugenden Expansionspläne sowie die in Aussicht gestellte Verbesserung der EBIT-Marge sprechen für ein Engagement in die nahezu bankschulden-freie und aufgrund der Wachstumsaussichten viel zu günstige IVU.


Das Zertifikatejournal: Ein Bonus auf den Aufstiegskandidaten Lenzing        

Lenzing ist ein weltweit führender Anbieter von Zellulosefasern, die vollständig aus natürlichen Rohstoffen, insbesondere aus Buchenholz, gewonnen werden. Die Abnehmer stammen vor allem aus der internationalen Textilindustrie und hier überwiegend aus Asien. Nach Angaben der Experten des Zertifikatejournals laufen die Geschäfte vor allem aufgrund der deutlich gestiegenen Weltmarktpreise für Fasern hervorragend, wie die Rekordzahlen im ersten Halbjahr belegen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um rund 31 Prozent auf erstmals mehr als eine Milliarde Euro. Der Gewinn hat sich auf mehr als 145 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Zudem hat Lenzing nun gute Chancen, schon im September in den ATX aufzusteigen. Das löste einen zusätzlichen Kursanstieg aus. Die mögliche Aufnahme in den österreichischen Leitindex ist also auch schon eingepreist. Fundamental ist das Papier "fair bewertet": Das KGV für das nächste Jahr beträgt 9. Anleger sollten deshalb das am 23. Januar 2013 fällige Bonus-Zertifikat (WKN RCE 1WA) der Raiffeisen-Centrobank kaufen. Solange der Aktienkurs von Lenzing bis zum Laufzeitende nicht auf oder unter die Marke von 62 Euro sinkt, zahlt die Bank 100 Euro zurück. Bei Aktienkursen von 62 Euro oder weniger beziehungsweise mehr als 100 Euro zahlt die Bank den entsprechenden Aktienkurs aus oder liefert die Aktien von Lenzing.

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