LPKF Laser
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Intica Systems, LPKF Laser, Tesco und der Economic Freedom Index unter der Lupe

Outperformer.de setzt auf den Trunaround von Intica Systems. Die Actien-Börse empfiehlt dem Leser: Kauf LPKF Laser. Fuchs Kapitalanlagen hat Heißhunger auf Tesco. Das Zertifikatejournal will Freiheit und stellt das Zertifikat auf den Solactive Index of Economic Freedom (World) vor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Outperformer.de erklären, seit Walter Brückl vor drei Jahren Vorstandsvorsitzender von Intica Systems geworden ist, hat er den Konzern von einem Ein-Produkt-Unternehmen mit enormen Schwierigkeiten erfolgreich umgebaut und das Produktspektrum massiv in den Bereichen Industrieelektronik und Automobiltechnologie ausgebaut. Die neue Strategie zahlt sich nun aus. In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um fast 25 Prozent auf 21,9 Millionen Euro. Die Nachfrage war zuletzt so hoch, dass Intica kaum genug Zuliefer-Produkte bekommen konnte. Deshalb verringerte der Vorstand im vergangenen Herbst die Konzernziele für 2010, erhöhte sich allerdings für 2011. Anstatt 34 Millionen Euro an Erlösen sollen im laufenden Jahr 40 Millionen Euro erreicht werden. Die Experten schätzen, dass Intica in den Jahren 2011, 2012 und wohl auch noch 2013 die Ernte für die Restrukturierung einfahren wird. Die Experten schließen sich den Schätzungen aus einer Studie von performaxx an, in der 41,9 Millionen Euro an Umsatz, zwei Millionen Euro an EBIT und 0,24 Euro an Gewinn je Aktie für das Jahr 2011 angenommen werden. Das KGV beliefe sich demnach auf 18, doch die Gewinne sollten nach Ansicht der Experten in den nächsten Jahren kräftig steigen, da Intica weniger investieren muss. Zwar könnte es sein, dass sich der Konzern angesichts einer Nettoverschuldung von zehn Millionen Euro in diesem Jahr Geld vom Kapitalmarkt besorgt, allerdings steht Intica vor einem interessanten Turnaround. Die Enttäuschung über die Gewinnwarnung vom Herbst 2010 drückt derzeit zwar noch den Kurs, doch in den kommenden Monaten dürfte das Unternehmen mit positiven Nachrichten aufwarten und die Stimmung an der Börse drehen. Der Aktienkurs könnte nun die langfristige Abwärtstrendlinie überwinden, was bei Notierungen von mehr als 5,30 Euro zu einer Rallye bis 7,80 und 8,95 Euro führen könnte. Bei 3,78 Euro befindet sich eine Unterstützung. Die Experten beziffern das Kursziel mit 7,50 Euro und raten zu einer Absicherung bei 3,50 Euro.

Änderung im Musterdepot von Outperformer.de:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen ihre 300 Anteilscheine von Morphosys mit Gewinn zu mindestens 19,80 Euro ausbuchen.


Die Actien-Börse: Einsteigen bei LPKF, egal ob die Zahlen glänzen oder enttäuschen    

LPKF Laser & Electronics ist nach Angaben der Experten der Actien-Börse Weltmarktführer für lasergestützte und konventionelle Anlagen zur Herstellung von Leiterplatten, SMD-Metallschablonen, zur Oberflächenbearbeitung und zum Mikroschneiden. Das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 155 Millionen Euro bei einem Aktienkurs von 14 Euro hat bereits mit Zahlen geglänzt. Für das Jahr 2010 schätzen die Experten den Umsatz auf 100 Millionen Euro und das KGV auf 12, was zu wenig ist. Wenn LPKF Laser nun Zahlen für das Jahr 2010 präsentiert, die besser sind als vom Markt erwartet, dürfte der Aktienkurs schnell auf 17 bis 18 Euro steigen. Dann ist es zu spät für den Einstieg. Wenn das Unternehmen die übliche kleine Enttäuschung liefert, sinkt die Notierung um zwei Euro. Die Experten raten deshalb dazu, jetzt mit der Hälfte des vorgesehenen Betrages einzusteigen und mit einem  "Enttäuschungslimit" von 12,50 Euro nachzukaufen.


Fuchs Kapitalanlagen: Tesco, Nahrung fürs Depot  

Tesco ist mit dem Verkauf von Nahrungsmitteln in Großbritannien groß geworden und mittlerweile die viertgrößte Supermarktkette der Welt. Der Konzern arbeitet nach Angaben der Experten von Fuchs Kapitalanlagen überdurchschnittlich profitabel und wächst stetig. Dafür eröffnet Tesco kontinuierlich neue Supermärkte, expandiert vor allem in Asien und erweitert die Produktpalette. Seit 2009 bietet der Konzern auch Bankdienstleistungen an. Insgesamt dürfte der Gewinn je Aktie in dem Ende Februar ablaufenden Geschäftsjahr 2010/11 so um acht Prozent zulegen, was für einen Einzelhandelskonzern ein ansehnlicher Zuwachs ist. Langfristig halten die Experten Gewinnsteigerungen von zehn Prozent jährlich für möglich. Das Ergebnis pro Anteilschein dürfte sich demnach im Jahr 2012 auf 0,40 Euro erhöht haben, was einem KGV von 12 entspräche. Neben der Expansion in Asien spricht aber auch die Stabilität des Geschäfts für den Einstieg mit einem Kursziel von 5,92 und einem Stopp-Loss bei 4,28 Euro.

Änderung im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 300 Anteilscheine von E.on zu 23,55 Euro aufgenommen und bei 19,65 Euro abgesichert.


Das Zertifikatejournal: Die Freiheit, Gewinne zu erzielen

Langfristiges Wachstum ist nur in einem Land mit einer freiheitlichen, demokratisch organisierten Struktur möglich, erklären die Experten des Zertifikatejournals und führen den wohl anstehenden Absturz von Tunesien nach dem Sturz der Herrscherfamilie als aktuelles Beispiel an. Auf dieser Annahme, dass langfristiges wirtschaftliches Wachstum Freiheit braucht, basiert der Solactive Index of Economic Freedom (World), der in der Rückrechnung der vergangenen fünf Jahre die Wertentwicklung des MSCI World Index deutlich übertroffen hat. In Hausse-Phasen legte der Solactive Index of Economic Freedom (World) stärker zu, gab in Baisse-Zeiten dafür aber auch deutlicher ab. Langfristig orientierte Anleger sollten deshalb bis zum Mittwoch, 2. Februar, das nicht-währungsgesicherte Zertifikat (ISIN CH0122307181, WKN EFG 124) von EFG Financial Products auf diesen Index zeichnen. Das Zertifikat soll ab Mittwoch, 16. Februar, börsennotiert sein und es wird am 4. Februar 2021 ablaufen. Die jährliche Managementgebühr beträgt 1,2 Prozent. Die Grundlage für den Solactive Index of Economic Freedom (World) bildet der Index of Economic Freedom, welche das US-Bildungs- und Forschungsinstitut "The Heritage Foundation" mit dem "Wall Street Journal" seit 1995 einmal jährlich veröffentlichen. Die "Heritage Foundation" will eine konservative Wirtschaftspolitik und ein freies Unternehmertum. In dem Index werden 183 Länder nach dem Grad ihrer wirtschaftlichen Freiheit eingestuft, wobei für die Klassifizierung Kriterien wie Handelsfreiheit, Steuerbelastungen, Währungs- und Preispolitik, Korruption, politische Einflüsse und Investitionsfreiheit berücksichtigt werden. Die "Heritage Foundation" vermutet, dass ein Land, welches eine höhere wirtschaftliche Freiheit nach den Maßgaben des Instituts bietet, ein höheres Pro-Kopf-Einkommen erreicht und kräftigere Wachstumsraten erzielt. Der Indexanbieter Solactive überprüft einmal im Jahr seinen Index, der aus 50 gleichgewichteten Werten besteht. Das sind die jeweils fünf größten börsennotierten Gesellschaften mit Firmensitz in den führenden zehn Ländern der Heritage-Rangliste. In dieser Liste findet sich Hong Kong seit 17 Jahren auf Platz 1. Auf den weiteren Rängen befinden sich derzeit Singapur, Australien, Neuseeland, die Schweiz und auf Platz 6 Kanada. Die USA belegen Rang 9, Japan ist Zwanzigster, Österreich findet sich auf Platz 21 und Deutschland auf 23.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 70 Anteilscheine von Fuchs Petrolub mit einem Verlust von drei Prozent zu 99 Euro ausgebucht.

Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:

Die 620 Put-Optionsscheine (WKN DE3 XJA) auf das Währungspaar Euro/Dollar, die 14.500 Short-Zertifikate (WKN DZ6 WST) auf Rhön Klinikum und die 2.500 Long-Zertifikate (WKN BN7 EH5) auf Pfeiffer Vacuum Technology sind jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Die 300 Short-Zertifikate (WKN AA1 BPS) auf den US-T-Bond sind mit einem Gewinn ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben außerdem ihre 6.700 Call-Optionsscheine (WKN DB9 HW7) auf Klöckner & Co mit einem hohen Plus ausgebucht. Von den 3.500 Long-Zertifikaten (WKN AA1 UYP) auf Bwin Interactive Entertainment sind die Hälfte mit Verlust ausgebucht worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.300 Call-Optionsscheine (WKN DB8 YDS) auf Wacker Chemie zu 2,55 Euro aufgenommen und kurz darauf die Hälfte der Scheine mit Verlust ausgebucht. Der Stoppkurs wurde bei 1,75 Euro gesetzt. Weiterhin haben sie 4.000 Put-Optionsscheine (WKN DB8 6FT) auf ThyssenKrupp zu 0,86 Euro aufgenommen und bei 0,64 Euro abgesichert. Von diesem Schein sollen weitere 3.500 Stück zu höchstens 0,80 Euro eingebucht werden. Schließlich haben die Verantwortlichen noch 7.500 Short-Zertifikate (WKN VT0 4C9) auf Beiersdorf zu 0,72 Euro (Stoppkurs bei 0,53 Euro), 850 Short-Zertifikate (WKN BC1 AUE) auf den DAX zu 6,79 Euro (Stopp bei 5,05 Euro) und 4.000 Short-Zertifikate (WKN TB1 ZQD) auf K+S zu einem Euro (Stopp bei 0,74 Euro) aufgenommen.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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