Carl Zeiss Meditec
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Hochtief, Nokia, Carl Zeiss Meditec und Russland unter der Lupe

Der Aktionärsbrief kürt Hochtief zum "Bullen der Woche". Outperformer.de hat einen guten Draht zu Nokia. Aktien-Strategie erkennt noch Kurspotenzial bei Carl Zeiss Meditec. Börse Online sieht gute Anlagechancen in Russland und hat ein passendes Derivat parat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Aktionärsbriefes haben Hochtief zum "Bullen der Woche (mit kleinen Schönheitsfehlern)" gekürt. Letztlich hat der Aktienkurs viel Potenzial. Der Vorstand der australischen Tochterfirma Leighton hat sich bei der Vorlage der Zahlen zu den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 bezüglich einiger Bereiche zwar zurückhaltend geäußert, das Management von Hochtief hat die Ziele für den Mutterkonzern für das Jahr 2010 dennoch angehoben. Der Vorstand des größten deutschen Baukonzerns prognostiziert nun einen Gewinn der weit über dem Niveau des Vorjahres liegt. Die Zahlen zum Auftragseingang und zum Auftragsbestand sollen deutlich höher liegen, als bislang erwartet. Auch die Übernahmeaktivitäten von ACS dürften den Kurs von Hochtief weiter treiben. Inzwischen hält ACS 33 Prozent an Hochtief und die Experten gehen davon aus, dass sie weiter über die Börse aufstocken, um im laufenden Jahr noch auf eine Beteiligung von mehr als 50 Prozent zu kommen. Das Kursziel für die klar kaufenswerte Aktie beträgt 90 Euro.

Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:

Im Allround-Musterportfolio sind die 130 Anteilscheine von Nestlé mit einem Gewinn von vier Prozent zu 39 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 120 Aktien der Deutschen Börse AG zu 62,40 Euro aufgenommen und bei 57 Euro abgesichert. Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterdepot haben 3.000 Anteilscheine der Solar-Fabrik AG zu 4,80 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 4,50 Euro gesetzt. Nun wollen sie noch 1.000 Aktien von Süss Microtec aufnehmen.


Outperformer.de: Die Bären verspeisen Nokia zu voreilig

Microsoft hat versucht in den Markt für Mobiltelefone einzusteigen und ist mit den eigenen Handys gescheitert. Die Experten von Outperformer.de erklären zudem, dass die Zeit der Monopolgewinne für Microsoft mit den Softwareangeboten von Windows und der Office-Familie in einigen Jahren zu Ende gehen wird. Der US-Konzern braucht deshalb neue Standbeine. Nach Ansicht der Experten ist die Zusammenarbeit mit Nokia, bei einem erfolgreichen Verlauf, vielleicht die Vorstufe für eine Komplettübernahme des finnischen Mobilfunkgeräte-Herstellers. Nach dem viel zu harten Kurssturz, der durch die Meldung der Kooperation mit Microsoft ausgelöst worden ist, haben derzeit die "Bären" die Aktie von Nokia charttechnisch im Griff. Wenn die Unterstützung bei 6,56 Euro fällt, sind sinkende Notierungen auf bis zu 5,80 Euro möglich. Wenn der Widerstand bei 6,97 Euro überwunden wird, sind vorübergehende Aufwärtsbewegung bis 7,25 und 7,50 Euro möglich. Der Stoppkurs sollte bei 6,50 Euro gesetzt werden.

Änderung im Musterdepot von Outperformer.de:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 4.000 Anteilscheine von Heiler Software zu 1,95 Euro aufnehmen.

Aktien-Strategie: Carl Zeiss wird noch weiter laufen   

Der Aktienkurs von Carl Zeiss Meditec bewegt sich seit mehr als zwei Jahren aufwärts. Nach den nach Ansicht der Experten von Aktien-Strategie starken Zahlen für das erste Quartal des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2010/11 erreichte die Notierung ein Mehrjahreshoch, weshalb der Weg nach oben nun frei ist. Vor allem mittel- bis langfristig orientierte Anleger sollten die Anteilscheine bis zu einem Kurs von 15,15 Euro kaufen. Investoren sollten die demnächst mögliche Korrektur an den Börsen nutzen, welche wohl auch die Notierung des TecDAX-Konzerns drücken wird. Das Kursziel beträgt 18 Euro und der Stoppkurs sollte bei 13,10 Euro gesetzt werden. Der Vorstand von Carl Zeiss Meditec rechnet für das gesamte Fiskaljahr 2010/11 mit einem Umsatzanstieg auf 720 bis 750 Millionen Euro. Die Experten schätzen die Erlöse auf 740 Millionen Euro, die EBIT-Marge auf 13 Prozent und den Gewinn je Aktie auf 0,76 Euro, was einem hohen KGV von 20 entspräche. Der auf medizinische Ausstattung zur Behandlung von Augenerkrankungen spezialisierte Medizintechnik-Konzern überzeugt vor allem mit den langfristigen Wachstumschancen. Da die Menschen im Durchschnitt immer älter werden, dürften die von der Sparte "Mikrochirurgie" entwickelten Geräte für Operationen im Kopfbereich in den nächsten Jahren immer stärker nachgefragt werden. In den Schwellenländern gilt es zudem den Nachholbedarf zu decken. Der Konzern dürfte in den nächsten Jahren deshalb um fünf bis zehn Prozent pro anno wachsen und die EBIT-Marge bis zum Jahr 2015 auf 15 Prozent erhöhen können. Neben der Charttechnik sprechen auch die gute Finanzlage mit einer Eigenkapitalquote von zuletzt 72,3 Prozent, die hohe Dividendenrendite von mehr als drei Prozent (inklusive Sonderdividende) sowie das stabile und zukunftsträchtige Geschäftsmodell für weiter steigende Kurse und rechtfertigen einen Bewertungsaufschlag.

Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 600 Anteilscheine von Centrotec Sustainable mit einem Gewinn von 56 Prozent zu 20,10 Euro ausgebucht.

Börse Online: Russland spritzt mit dem Öl nach oben     

Russland ist stark vom Öl abhängig und der höhere Ölpreis wirkt sich für den großen Öl-Exporteur positiv aus. Wenn der Preis je Barrel um zehn Dollar steigt, erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt des Landes um 0,5 Prozent und wenn die Wirtschaft wächst, profitieren viele Branchen. Der russische RDX-Index befindet sich seit 14 Monaten in einem stabilen Aufwärtstrend. Die Experten von Börse Online empfehlen risikobereiten Anlegern deshalb den Einstieg in das am 14. Februar 2014 fällige Zertifikat (WKN GS4 EZ9) von Goldman Sachs auf den Aktienkorb aus Russland Russian Equity Basket. Das Kursziel beträgt 120 Euro und der Stoppkurs sollte bei 79 Euro gesetzt werden. Der Aktienkorb umfasst 30 Titel aus vielen Branchen, die gleich gewichtet sind. Anleger erhalten keine Dividenden, dafür verlangt Goldman Sachs keine Jahresgebühr.  

Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:

Die Verantwortlichen für das Trend-Musterportfolio haben 5.000 Bull-Zertifikate (WKN AA1 URP) auf den italienischen Index FTSE-MIB zu 0,56 Euro aufgenommen und bei 0,28 Euro abgesichert. Die Verantwortlichen für das konservativ ausgerichtete Musterdepot haben ihre 150 Vorzugsaktien von Fresenius mit einem Gewinn von neun Prozent zu 62,03 Euro ausgebucht und durch 75 Anteilscheine von Allianz zu 106,50 Euro ersetzt. Nun wollen sie noch 40 ihrer 125 Vorzugsaktien von Volkswagen ausbuchen. Im dynamisch ausgerichteten Musterportfolio sind die 2.000 Anteilscheine von Evotec mit Gewinn ausgebucht worden. Dafür haben die Verantwortlichen 300 Aktien von Corning zu 16,58 Euro aufgenommen und bei 13,80 Euro abgesichert sowie 1.500 Titel von Quanmax zu 2,97 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 2,40 Euro gesetzt. Nun sollen noch 5.000 Papiere von Marine Harvest zu höchstens 0,89 Euro aufgenommen werden.

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