Pfeiffer Vacuum Technology
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: General Motors, Wirecard, Deutsche Beteiligungs AG und Solutronic unter der Lupe

Die Euro am Sonntag beschäftigt sich mit dem "Börsenneuling" General Motors. Die Platow Börse geht davon aus, dass die Zeit der Kurskapriolen bei Wirecard vorbei ist. Die Börse am Sonntag erwartet weiterhin gute Geschäfte der Deutschen Beteiligungs AG. Der Anlegerbrief performaxx befasst sich mit dem geplanten Börsengang von Solutronic. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Stephan Bauer, Experte der Euro am Sonntag, erinnerte daran, dass die zu 33 Dollar platzierten Aktien beim Börsengang von General Motors (GM) siebenfach überzeichnet gewesen sind. Insgesamt dürfte das Initial Public Offering (IPO) des Automobilkonzerns der größte Börsengang weltweit gewesen sein und brutto mehr als 23 Milliarden Dollar eingebracht haben. Analysten schätzen, dass GM in diesem Jahr operativ 12,5 Milliarden Dollar erwirtschaften dürfte, im nächsten Jahr sollen es 16 Milliarden Dollar werden. Das KGV für das Jahr 2011 soll bei moderaten 8 liegen. Da die US-Regierung ihre jetzige Beteiligung von 33 Prozent bis zum Jahr 2012 verkaufen will, dürfte der Kurs immer wieder gedrückt werden. Bauer rät dennoch zum Kauf und gibt das Kursziel mit 29 Euro an. Der Stoppkurs sollte bei 23,10 Euro gesetzt werden.

Änderungen in einem Musterdepot der Euro am Sonntag:

Im Momentum-Musterportfolio sind die 200 Anteilscheine von Continental wohl mit Gewinn und die 749 Aktien von United Internet anscheinend mit Verlust ausgebucht worden. Dafür hat der Depotverantwortliche Sven Parplies 108 Titel von Pfeiffer Vacuum zu 87,48 Euro sowie 463 Papiere der Aareal Bank zu 20,50 Euro aufgenommen.


Die Platow Börse: Wirecard zieht mutige Investoren an

Markus Braun, Vorstandsvorsitzender von Wirecard, erklärte bei der Vorstellung der Zahlen für die ersten neun Monate 2010, dass im Gesamtjahr ein EBITDA von mindestens 72 Millionen Euro erwirtschaftet werden soll. Mit einem KGV von 19 für 2010 und 16 für 2011 ist die Aktie hoch bewertet. Die Experten der Platow Börse verweisen allerdings auf die Unterstützung bei Notierungen von 10,25 Euro und erklären, Kurskapriolen wie im April dürften der Vergangenheit angehören. Mutige Investoren sollten daher den Einstieg wagen und den Stoppkurs knapp unterhalb der 200-Tage-Linie bei 8,50 Euro setzen.


Die Börse am Sonntag: Bei der DBAG dürfte es weiter gut laufen

Die Aussichten für den Beteiligungsmarkt sind nach Ansicht der Experten der Börse am Sonntag weiterhin gut. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) überzeugt zudem mit einem starken Beteiligungsportfolio und einer erprobten und erfolgreichen Investitionsstrategie. Das Unternehmen ist beinahe schuldenfrei und mit dem hohen Bestand an flüssigen Mitteln gut aufgestellt, um in den nächsten Jahren weitere Investitionen finanzieren und somit den Wert des Konzerns stetig steigern zu können. Davon dürften die Anteilseigner etwa aufgrund einer anhaltend aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik profitieren. Zudem ist die Bewertung der Aktie mit einem KGV von 12 für das Ende Oktober angelaufene Geschäftsjahr 2009/10 nach wie vor günstig. Auch Dirk Roßmann, Gründer der Drogeriekette Rossmann, hat seinen Anteil an der DBAG auf derzeit 20,1 Prozent weiter erhöht und erklärt, er wolle in den nächsten zwölf Monaten weiter zukaufen. Langfristig orientierte Anleger sollten diesem Beispiel folgen und die Aktie der DBAG mit einem Stoppkurs bei 19,50 Euro kaufen.

 

Der Anlegerbrief performaxx: Solutronic ist nur für sehr Risikobereite

Interessierte Anleger können bis längstens morgen, 23. November, bis zu 1,84 Millionen Aktien von Silutronic (WKN A1E 8NE) zu Preisen von elf bis 12,50 Euro zeichnen. Dabei ist eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 240.000 Stück bereits berücksichtigt. Die Erstnotiz im Segment Entry Standard ist für Donnerstag, 25. November, geplant. Der Börsenwert von Solutronic beliefe sich dementsprechend auf 66 bis 75 Millionen Euro. Der maximale Bruttoerlös beträgt 23 Millionen Euro. Davon fließt aber nur höchstens ein knappes Drittel an das Unternehmen. Den weit überwiegenden Teil der Einnahmen aus dem IPO vereinnahmen die Scheuerle Vermögensverwaltung sowie die Beteiligungsgesellschaft EKK. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx erklären, der Markt für Wechselrichter, in dem Solutronic tätig ist, ist noch von westlichen Hochtechnologie-Anbietern geprägt. SMA Solar, Weltmarktführer bei Wechselrichtern, hatte im vergangenen Jahr einen Weltmarktanteil von 37 Prozent, Solutronic weniger als ein Prozent. Dafür bietet das von Vorstandsvorsitzendem Wieland Scheuerle gegründete Unternehmen Mehrwertdienste an, wie etwa das so genannte De-Icing. Bei diesem Verfahren wird Strom in die Solarmodule zurückgeleitet, um die Module schnee- und eisfrei und damit produktionsfähig zu halten. Das ist nach Angaben von Solutronic ein Alleinstellungsmerkmal. Solutronic bietet Wechselrichter in einer Größe von lediglich zwei bis 30 Kilowatt an. Der Wirkungsgrad beträgt 97 Prozent, während chinesische Produkte nur auf 94 Prozent kommen. Laut Firmenangaben beträgt der Vorsprung vor der Konkurrenz etwa zwei Jahre, den es gelte, durch Forschung und Innovation zu halten. Solutronic entwickelt die Technologien und überlässt die Produktion der Wechselrichter Electronic Manufacturing Dienstleistungsunternehmen. Die Internationalisierung in Richtung Türkei, Griechenland, aber auch Australien erfordert ebenfalls keine Produktion vor Ort. Das Geschäftsmodell kann also relativ einfach exportiert werden. Deshalb kommt Solutronic mit wenig Kapital aus. Solutronic bekommt weniger als sechs Millionen Euro aus dem Börsengang, während die Alt-Aktionäre 14 bis 17 Millionen Euro kassieren wollen. Die Equinet Bank, welche den Börsengang organisiert, schätzt den Umsatz für das laufende Jahr auf 22,5 Millionen Euro und den Gewinn je Aktie auf 0,60 Euro. Im Jahr 2011 sollen 65 Millionen Euro erlöst und 1,90 Euro pro Anteilschein verdient werden. Das entspräche einem Rückgang des KGVs von 18 auf 6. Die Experten erklären, diese Schätzungen sind weder zu widerlegen noch zu bestätigen. Zudem kritisieren sie, dass die Alteigentümer Kasse machen wollen, weil damit eine Wachstumsstory nicht besonders gut an mögliche Anleger zu verkaufen ist. Schließlich ist die Solarbranche bei den Investoren derzeit unbeliebt. Die Experten schätzen allerdings, dass sich die Entwicklung des Aktienkurses an derjenigen der erfolgreichen Anteilscheine von SMA Solar orientieren dürfte, wenn das IPO gelingt. Risikobereite Anleger sollten die Solutronic-Papiere deshalb zeichnen oder bis zu Kursen von zwölf Euro kaufen.

Änderungen im Musterdepot von Financial Fortune:

Die 400.000 Anteilscheine von Majestic Gold sind mit einem Gewinn von 51 Prozent zu 0,13 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 100.000 Aktien von Arian Silver zu 0,359 Euro sowie 10.000 Titel von Medinavi zu drei Euro aufgenommen. Die Stoppkurse liegen bei 0,30 Euro beziehungsweise 2,40 Euro.

Änderungen im Musterdepot des Hot Stocks Investor:

Die 350.000 Anteilscheine von Majestic Gold sind mit einem Gewinn von 38 Prozent zu 0,13 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 60.000 Aktien von Petrodorado zu 0,40 Euro sowie 100.000 Titel von UraniumSA zu 0,249 Euro aufgenommen. Der Stoppkurs für die Papiere von Petrodorado beträgt 0,32 Euro.

| Thomas Brummer | 0 Kommentare

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