GFT Technologies
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Energieversorger, E.on, GFT Technologies und Bijou Brigitte unter der Lupe

Zertifikate Kompakt beschäftigt sich mit Energie-Versorgungsunternehmen und hat ein passendes Derivat parat. Der Austria Börsenbrief geht von einer relativen Stärke von E.on aus. Das Stuttgarter Researchbüro hat ein Interview mit Dr. Jochen Ruetz, Finanzvorstand von GFT Technologies, geführt. Der Chart-Trader erwartet die Bodenbildung bei Bijou Brigitte. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zertifikate Kompakt loben die Verantwortlichen für das am 21. Januar 2005 emittierte, endlos laufende Energy-Zertifikat (WKN RCB 0T3) der Raiffeisen Centrobank. Dabei gefällt ihnen vor allem die Zusammenstellung des zugrunde liegenden Aktienkorbes bestehend aus derzeit 13 Werten: BHP Billiton (aktuelle Gewichtung: 17,9 Prozent), MOL (13,45 Prozent), Gazprom (12,98 Prozent), Statoil (9,58 Prozent), OMV (8,21 Prozent), Xstrata (7,42 Prozent), Total (6,33 Prozent), Cameco (6,01 Prozent), ENI (5,7 Prozent), Peabody Energy (4,48 Prozent), Petrobras Energia (WKN 121 824, 4,23 Prozent), Lukoil (3,5 Prozent) und die Total-Abspaltung Arkema (0,21 Prozent). Die Produkt-Verantwortlichen ändern die Gewichtung nur dann, wenn eine Gesellschaft eine Kapitalmaßnahme vornimmt. Die ausgeschütteten Dividenden werden nicht erneut investiert, was die Wertentwicklung des Zertifikates geringfügig schmälert. Allerdings haben die 13 Werte eines gemeinsam: Die Unternehmen haben eine hervorragende Marktstellung. Zudem sind sie größtenteils attraktiv bewertet. Insgesamt profitieren die 13 gut positionierten Konzerne von der stetigen Zunahme des weltweiten Energieverbrauchs. Deshalb dürfte sich ein Kauf des Zertifikates langfristig auszahlen.


Der Austria Börsenbrief: Bei E.on gefällt das Chance-Risiko-Verhältnis

Bei E.on sollten die schlechten Nachrichten nun alle auf dem Tisch liegen. Die Experten des Austria Börsenbriefes gehen zumindest davon aus, dass die Börse die schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen für das abgelaufene Jahr sowie die vorsichtigen Prognosen für 2011 und 2012 im Kurs verarbeitet hat. Charttechnisch sieht es noch nicht nach einer Trendwende nach oben aus, doch fundamental gefällt den Experten das Chance-Risiko-Verhältnis, zumal der Kurs durch die Dividendenrendite von rund 5,7 Prozent für die Jahre 2011 und 212 sowie das wenig konjunkturabhängige Geschäftsmodell abgesichert ist. Zudem notieren die Anteilscheine bei rund 20 Euro rund 55 Prozent niedriger als im Hoch aus dem Jahr 2009, während sich andere Aktien seither im Wert verdoppelt haben.

Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:

Die Verantwortlichen für das international aufgestellte Musterportfolio wollen ihren Bestand von 850 Anteilscheinen von Westag & Getalit um weitere 450 Aktien zu höchstens 19,10 Euro aufstocken.


Stuttgarter Researchbüro: GFT Technologies überzeugt

Im Krisenjahr 2009 haben viele Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Dienstleistungen und Software zurückgefahren. Nach Angaben der Experten des Stuttgarter Researchbüros sind diese Investitionen im Zuge der Konjunkturerholung wieder deutlich gestiegen. Zu den Profiteueren dieses Trends zählt das IT-Dienstleistungsunternehmen GFT Technologies. Der Konzern hat das Jahr 2010 mit überzeugenden Zahlen abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf den Rekordwert von rund 248 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich um 47 Prozent auf 11,6 Millionen Euro. Die Hauptversammlung soll am 31. Mai beschließen, die Dividende auf 0,15 Euro pro Aktie zu erhöhen. Zudem wird GFT auch in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleiben. Nach einem Interview mit dem GFT-Finanzvorstand Dr. Jochen Ruetz kommen die Experten zu dem Resümee, dass GFT mit einer bewährten Strategie und einer guten Marktstellung überzeugt. Langfristig dürfte das Unternehmen den Umsatz deutlich steigern und die Gewinnspannen verbessern. Die GFT-Aktie wird mit einem attraktiven KGV für 2011 von 11 und einer Dividendenrendite von rund 3,8 Prozent bewertet. Anleger sollten bei Kursen von bis zu 4,15 Euro einsteigen.


Der Chart Trader: Bijou Brigitte arbeitet an einem schmucken Boden

Der Aktienkurs von Bijou Brigitte modische Accessoires AG korrigiert seit Anfang des vorigen Jahres. Nach Angaben der Experten des Chart Trader befindet sich bei 102,31 Euro eine Unterstützung. Das zwischenzeitlich gebildete symmetrische Dreieck wurde im Januar 2011 bearish aufgelöst, allerdings ohne deutlich höhere Handelsumsätze mit der Aktie. Das spricht dafür, dass es keinen ganz großen Verkaufsdruck mehr gibt, was wiederum eine wichtige Voraussetzung für eine Erholung der Kursnotierung ist. Die Aktie dürfte an einer Bodenbildung arbeiten. Ein Erholungsziel bildet der Bereich um 112 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 97,50 Euro gesetzt werden.

Änderung im Musterdepot des Chart Trader:

Die 2.823 Anteilscheine von QSC sind mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 2,83 Euro ausgestoppt worden.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das Trendfolge-Musterportfolio haben ihre 160 Direxion 30-Year Treasury Bear 3x Shares (WKN A0R PM0) mit einem Gewinn von acht Prozent zu 44,52 Dollar (32,02 Euro) ausgebucht.

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| Christian Scheid | 0 Kommentare

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