Euromicron
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: EADS, E.on und Marvell Technology, Krones sowie Magix unter der Lupe

TradeCentre erklärt: EADS ist der "Aktienbulle der Woche". Der Aktionärsbrief sieht nun Feuer bei E.on und kürt Marvell Technology zum "Bullen der Woche". Börse Online erkennt mindestens vier Kaufgründe für Krones-Anteilscheine. Aktien-Strategie freut sich über den gelungenen Jahresauftakt der Aktie von Magix. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von TradeCentre küren die Aktie der European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. zum "Aktienbullen der Woche". Weltweit gebe es mit Boeing und der EADS-Tochtergesellschaft Airbus nur zwei ernstzunehmende Hersteller von Flugzeugen und in Asien können sich immer mehr Menschen Flüge leisten. So ergibt es sich, dass Airbus Bestellungen für 3.552 Flugzeuge im nominellen Wert von insgesamt 480 Milliarden Dollar vorweisen kann. Der Börsenwert von EADS beträgt lediglich 17 Milliarden Euro. Wenn die Gewinnmarge mit der Auftragsflut im Rücken auch nur um einen Prozentpunkt ansteigt, würde der Aktienkurs vermutlich in Richtung 30 Euro steigen.


Der Aktionärsbrief: Bei E.on ist nun Feuer drin und Marvell Technology schwimmt auf der Erfolgswelle

Nennenswert neue Erkenntnisse zu den Energieversorgungsunternehmen gibt es nach Ansicht der Experten des Aktionärsbriefes nicht: Bei denen ist nun Feuer drin. Die institutionellen Investoren sind in dem Sektor komplett untergewichtet und nun findet bei diesen Anlegern ein generelles Umdenken statt. Bei E.on gefällt die Absicht, den Anteil des Gewinns den der Konzern außerhalb Europas erwirtschaftet, in den nächsten Jahren auf ein Viertel erhöhen zu wollen. Politische Vorgaben, wie die Brennelementesteuer und der Emissionshandel, würden zwar belasten, doch die Aktie ist lediglich mit einem KGV von 10 bewertet und bis zum Allzeithoch müsste der Kurs noch um mehr als 50 Prozent steigen. Dazu kommt noch eine Dividendenrendite von mehr als sechs Prozent, was insgesamt weitere Zukäufe rechtfertigt.

Marvell Technology ist der führende Hersteller von Kommunikations-Computerchips und nach Ansicht der Experten des Aktionärsbriefes der "Bulle der Woche", bei dem die Geschäfte glänzend laufen sollen. Statt einer Marktberuhigung soll die Wachstumsdynamik weiter kräftig zunehmen, was wohl auf neue Produkte von Marvell sowie die anhaltend starke Nachfrage aus dem Smartphone-Bereich zurückzuführen ist. Zudem läuft auch das Geschäft mit Prozessoren für eBook-Reader immer besser, in das Marvell erst eingestiegen ist. Wenn Sonderbelastungen unberücksichtigt bleiben, steigerte Marvell den Nettogewinn im jüngsten Quartal um 32 Prozent auf 307 Millionen Dollar beziehungsweise 0,45 Dollar je Aktie. Das KGV beträgt 13. Die solide Bilanz weist eine Eigenkapitalquote von 77 Prozent und einen Netto-Bargeldbestand von fast vier Dollar je Anteilschein auf. Diese Bewertungsrelationen rechtfertigen einen sofortigen Kauf mit einem ersten Kursziel von 30 Dollar und einer Absicherung bei 19 Dollar.

Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:

Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio wollen 500 Anteilscheine von Euromicron zu höchstens 23,20 Euro aufnehmen. Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot wollen ihre 175 Anteilscheine von Aurubis mit Gewinn ausbuchen, um dafür 300 Aktien von Marvell Technology einzubuchen.

Börse Online: Krones liefert vier Kaufgründe

Der Vorstand von Krones erwartet den Anschluss an die Ergebnisse vor der Rezession nicht mehr erst in den Jahren 2013 oder 2014, sondern nun bereits im nächsten Jahr. Deshalb kaufte das Management Anteilscheine des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen und Verpackungsmaschinen im Wert von fünf Millionen Euro, während viele andere Konzernlenker nach Angaben der Experten von Börse Online der Börse mittlerweile den Rücken zukehren. Auf Grundlage der wohl starken Auftrageingangswerte im vierten Quartal 2010 schätzt Gordon Schönell, Analyst des Bankhauses Lampe, dass die Investitionen in den Industriestaaten wieder das Niveau vor der Weltwirtschaftskrise erreichen. Das sei die Voraussetzung dafür, dass Krones "schnell auf Wachstum umschalten" kann, zumal der Spezialmaschinenbau-Konzern in der Rezession die Kapazitäten nur wenig verringerte. Schönell sagt: "Wir sind davon überzeugt, dass Krones am Beginn eines längeren Aufwärtszyklus steht." Neben den Insiderkäufen und dem positiven Ausblick des Managements liefert der Aktienkurs zwei charttechnische Kaufsignale. Zum einen spricht der Verlauf von gleitenden Durchschnittslinien für einen weiteren Kursanstieg und zum anderen  der Indikator MACD (Moving Average Convergence/Divergence) auf Wochenbasis. Das Kursziel beträgt 60 Euro und der Stopp-Loss sollte bei 38,50 Euro platziert werden.  

Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:

Die Verantwortlichen für das dynamisch ausgerichtete Musterportfolio haben 400 Anteilscheine von Qiagen zu 14,99 Euro aufgenommen und bei 12,70 Euro abgesichert. Zudem wollen sie 25 Aktien von Apple zu höchstens 250 Euro sowie 75 Titel von Technip zu maximal 75,50 Euro aufnehmen. Die Verantwortlichen für das ausgewogen ausgerichtete Musterdepot wollen ihrer 150 Anteilscheine von Beiersdorf mit Gewinn ausbuchen und dafür 180 Aktien von Saipem zu höchstens 38,50 Euro einbuchen. Die Verantwortlichen für das konservativ ausgerichtete Musterportfolio wollen ihre 200 Titel von Danone mit einem Plus ausbuchen und dafür 400 Papiere von Philips aufnehmen. Die Verantwortlichen für das Trend-Musterdepot wollen 100 Anteilscheine von Bunge zu höchstens 53,50 Euro einbuchen.

Aktien-Strategie mag Magix 

Nach vorläufigen Zahlen und nach Ansicht der Experten von Aktien-Strategie ist der Auftakt für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2010/11 von Magix geglückt. Das Softwareunternehmen erlöste demnach im ersten Fiskalquartal 10,7 Millionen Euro. Das sind 13,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 65 Prozent auf zwei Millionen Euro. Der Aktienkurs hat zuletzt kräftig angezogen und ist nun überhitzt. Allerdings ist der Aufwärtstrend intakt und die Papiere verdienen eine höhere Bewertung. Der "faire Wert" liegt bei 8,50 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 5,85 Euro gesetzt werden.

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