Deutsche Bank
von Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Bet-at-home.com, Deutsche Bank, Westag & Getalit und Eldorado Gold unter der Lupe

TradeCentre kürt Bet-at-home.com zum "Aktienbullen der Woche". Der Aktionärsbrief hält ein Engagement bei der Deutschen Bank langsam für eine Option. Börse Online verlässt sich auf Westag & Getalit. Börse.de hält die Aussichten für Eldorado Gold auch für die nächsten fünf Jahre für golden. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von TradeCentre haben Bet-at-home.com zum "Aktienbullen der Woche" gekürt. Die Entscheidung der Landesregierung von Schleswig-Holstein, aus dem bundesweiten Glücksspielvertrag auszuscheren und eigene Lizenzbedingungen auszuschreiben, ist ein Hoffnungsschimmer auf eine weitere Legalisierung der Wett-Branche in Deutschland. Zudem wird immer offensichtlicher, dass Deutschland keine Möglichkeit haben wird, Wettangebote im Internet zu unterbinden, wenn ein Wettanbieter in einem anderen europäischen Land eine Lizenz besitzt. Die Experten zitieren die Analysten von Warburg, welche das KGV von Bet-at-home.com für dieses Jahr auf 6,5 schätzen und davon ausgehen, dass die Gewinnvielfache im nächsten Jahr weiter sinken wird. Die Bewertungen für diese "konjunkturresistente" Branche sind mittlerweile sehr niedrig und charttechnisch hätten sich bei vielen Aktien dieses Sektors nun Böden gebildet. Das Risiko politischer Regulierungen erscheine kalkulierbar zu sein. Sobald sich ein neuer Trend festigt, sollten risikobereite Anleger die Anteile von Bet-at-home.com kaufen.


Der Aktionärsbrief: Die Deutsche Bank wird kaufenswert      

Im Bankensektor "brennt der Baum" weiter, wie die Experten des Aktionärsbriefes feststellen. Ohne die Notenbanken scheitere die Finanzierung der Geschäftsbanken. Sie sichern den europäischen Instituten Dollar-Tauschgeschäfte bis März nächsten Jahres zu. Das sei richtig und gut, zeige aber, wie dramatisch die Lage im europäischen Bankensektor ist. Die Re-Kapitalisierung der europäischen Großbanken sei sehr wahrscheinlich und damit auch eine hohe Kapitalverwässerung der Altaktionäre. Die Deutsche Bank sei dagegen nur sehr geringen Belastungen durch die europäischen Peripherie-Staaten ausgesetzt. Das Management habe die Bereinigung der Bilanz frühzeitig begonnen. Die Schadenersatzklage der US-Regierung gegen die Deutsche Bank scheine der Konzern ebenfalls handhaben zu können. Das diesbezüglich geschätzte Risiko für die Bank beträgt 1,5 Milliarden bis zwei Milliarden Dollar. Die Deutsche Bank könnte deswegen das Kapital erhöhen. Dennoch werde ein Investment in die Deutsche Bank eine Option, wenn der Aktienkurs das Tief aus dem Jahr 2009 bei 17 Euro erreicht hat.

Änderungen in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:

Die Verantwortlichen für das Allround-Musterportfolio haben ihre 100 Anleihen (WKN A0T 61L) von ThyssenKrupp mit einem Gewinn von 13,5 Prozent zu 112,50 Euro ausgebucht. Inklusive der Zinsen ergibt sich ein Gewinn von 35 Prozent. Nun sollen 100 Anleihen (WKN A1G VFF) von Fresenius Medical Care, 100 Anleihen (WKN A1K QXZ) von Freenet und 70 Aktien von Novo Nordisk aufgenommen werden.

Börse Online: Auf Westag & Getalit ist Verlass    

In jedem einzelnen der vergangenen zehn Jahre hat Westag & Getalit Gewinne erwirtschaftet. Der Hersteller von Bauverschalungen, Türen und Laminaten für Arbeitsplatten schüttete zudem durchschnittlich jährlich 0,64 Euro an die Vorzugsaktionäre aus, was bezogen auf den aktuellen Kurs einer Rendite von 3,8 Prozent entspräche. Die Geschäfte des Unternehmens laufen nach Angaben der Experten von Börse Online  derzeit sehr gut und die Gewinne sollten in diesem und im nächsten Jahr das Niveau von 2010 erreichen. Das entspräche einem KGV von 9. Auch die Dividende dürfte stabil bei einem Euro pro Anteil bleiben, was eine attraktive Rendite von sechs Prozent bedeuten würde. Anleger sollten die marktenge Aktie mit einem Kursziel von 19 Euro kaufen und ihr Engagement bei 14,80 Euro absichern.

Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:

Die Verantwortlichen für das ausgewogen ausgerichtete Musterportfolio möchten 170 Bonus-Zertifikate (WKN DZ2 WZT) auf den EuroStoxx50 aufnehmen. Im dynamisch angelegten Musterdepot ist der Barbestand um 363,34 Euro gesunken. Allerdings werden plötzlich 350 Anteile von Tencent zu 16,20 Euro, 140 anstatt der zuvor 70 Korridor-Bonus-Zertifikate (WKN MQ2 5XS) und 80 Memory-Express-Zertifikate (WKN SG1 R1X) auf den EuroStoxx50 zu 92,41 Euro geführt. Die Verantwortlichen möchten nun noch 100 Aktien von Visa zu höchstens 65,50 Euro aufnehmen und bei 53 Euro absichern, sowie 800 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 G06) auf den DAX zu maximal 5,95 Euro einbuchen. Im Trend-Musterdepot werden nun doch nur 200 ETFs (WKN DBX 1DA) auf den DAX geführt, anstatt der in der vorigen Woche angedeuteten 300. Zudem stehen nun 75 Anteile von Gold Bullion Securities mit Aufnahmedatum 21. Mai 2010 in der Liste. Die Verantwortlichen haben 1.000 Inline-Optionsscheine (WKN CK4 5VM) auf das Währungspaar Euro/Schweizer Franken zu 5,20 Euro aufgenommen und 1.000 Call-Optionsscheine (WKN VT2 T3N) auf dasselbe Währungspaar zu 0,92 Euro. Nun sollen noch 1.000 Inline-Optionsscheine (WKN SG1 218) auf Brent-Öl zu höchstens 4,80 Euro eingebucht werden.

Börse.de: Das Eldorado für Goldminen-Anleger    

Das kanadische Unternehmen Eldorado Gold fördert derzeit in weltweit sechs Minen insgesamt mehr als 630.000 Unzen Gold. Die Experten von Börse.de verweisen auf die Planung des Vorstandes, wonach bis zum Jahr 2015 zwei weitere Lagerstätten zur Produktion gebracht und die Fördermenge auf 1,5 Millionen Feinunzen pro anno gesteigert werden soll. Trotz der im Vergleich zu anderen Favoriten von Börse.de höheren Schwankungsanfälligkeit gehört diese Aktie zu den Besten kanadischen Werten. Seit dem Jahr 2001 stieg die Notierung mit einer Konstanz von 93 Prozent um durchschnittlich jährlich 40 Prozent. Aktuell erreichte der Kurs sogar ein Allzeithoch. Anleger sollten auf einen Rücksetzer hoffen und auf ein Potenzial von mehr als 250 Prozent bis zum Jahr 2016 spekulieren. Investoren sollten die Anteile zu höchstens 19 Kanadischen Dollar (13,81 Euro) mit einem Kursziel von 72 Dollar (52,34 Euro) kaufen.

Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 400 Anteile von Asian Bamboo zu 14,45 Euro aufgenommen und bei 10,75 Euro abgesichert.

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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