Evotec
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Berkshire Hathaway und andere, Commerzbank, Deutsche Bank und die Allianz, Wirecard sowie das Verhältnis von Euro und Schweizer Franken unter der Lupe

Fuchs Kapitalanlagen möchte zur Absicherung das Depot mit ausländischen Werten wie Warren Buffets Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, der Coca-Cola Company, Amazon.com, Wal-Mart Stores, Home Depot oder ganz einfach mit einem börsennotierten Indexfonds breiter aufstellen. Die Actien-Börse beschäftigt sich mit der Commerzbank, der Deutschen Bank und der Allianz. Platow Derivate hält die Aktie von Wirecard für chancenreich. Das Zertifikatejournal hat eine riskante Möglichkeit gefunden, kurzfristig am Kampf der Schweiz um einen im Vergleich zum Euro schwächeren Franken zu verdienen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen empfehlen angesichts der Währungsturbulenzen, Auslandswerte zur Devisen-Diversifikation zu kaufen. Ein Anleger verdient zum Beispiel auch dann, wenn der Kurs einer US-Aktie in Dollar gleich bleibt und der Dollar im Vergleich zum Euro stärker wird. Bei US-Werten ist vor allem der Einstieg in Blue Chips ratsam. Dazu gehören Warren Buffets Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, die Coca-Cola Company, Amazon.com, Wal-Mart Stores oder Home Depot. Als sehr breites Investment kommt auch der börsennotierte Fonds (ETF; WKN 264 388) der Black-Rocks-Tochterfirma iShares auf den Index S&P 500 in Frage. Auch wenn der ETF in Euro notiert, handelt es sich hier letztlich um ein Dollar-Investment. Das Kursziel beträgt 11,05 Euro und der Stoppkurs sollte bei 7,23 Euro gesetzt werden.

Änderungen im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 150 Anteilscheine des börsennotierten Fonds (WKN 593 393) auf den DAX zu höchstens 48,95 Euro aufnehmen.


Die Actien-Börse: Starkes Erholungspotenzial bei Finanzwerten

Nach Angaben der Experten der Actien-Börse sind deutsche Bankaktien im Verhältnis zu ihrem Ertrags- und Substanzwert jetzt so billig wie nie zuvor in den vergangenen 60 Jahren. Kurs-Gewinn-Vielfache von weniger als 4 seien fast eine historische Sensation. In den Schlussphasen der Baissen der Jahre 2003 und 2009 seien die Aktien der Commerzbank, der Deutschen Bank und der Allianz die sensibelsten und die größten Verlierer gewesen. Dabei sei es der gefährlichste Sprengstoff, den man sich für den Markt denken kann, wenn die größten Finanzinstitutionen des Landes ohne wirklichen Grund in Frage gestellt werden. Damit sei das gesamte Finanzierungsgerüst einer Volkswirtschaft, und dabei vor allem der Export, äußerst gefährdet. Zudem gebe es in Deutschland niemanden, der diesem Treiben einen Riegel vorschiebt. Die Experten verweisen allerdings auch auf das Erholungs-Potenzial innerhalb von vier Monaten nach der Rezession im Jahr 2009: Die Aktie der Commerzbank verteuerte sich vom Tiefst- zum Höchstkurs von 1,77 auf 7,70 Euro um 335 Prozent, die der Deutschen Bank von 15 auf 44 Euro um 293 Prozent und die der Allianz von 40 auf 82 Euro um 105 Prozent. Im Jahr 2003 seien die Erholungs-Kursgewinne in der gleichen Zeit sogar jeweils um 25 bis 30 Prozent höher gelegen.


Platow Derivate: Ein Wirecard-Engagement zahlt sich aus      

Der Aktienkurs von Wirecard ist im Börsencrash auch gesunken. Nun ist die Notierung jedoch wieder auf die Unterstützungslinie bei rund elf Euro gestiegen. Nach Ansicht der Experten von Platow Derivate hat die Aktie des Onlinebezahl-Dienstleistungsunternehmens damit Potenzial bis etwas mehr als 13 Euro. Ein Anstieg über dieses kurzfristige Kursziel ist möglich, zumal Wirecard sinnvoll in seine Informationstechnologie-Systeme investiert hat, um sie mit dem Neukunden Alipay anzugleichen. Wirecard dürfte bereits im zweiten Halbjahr davon profitieren. Da das KGV für das laufende Jahr aber bereits 19 beträgt, sollten nur risikobereite Anleger auf weiter steigende Kurse wetten. Dazu eignet sich das endlos laufende Long-Zertifikat (WKN TB6 YWV) von HSBC auf Wirecard. Der Schein ist mit einer Basis bei 9,37 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 10,08 Euro und einem Hebel von derzeit 4,3 ausgestattet.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Die Verantwortlichen für das Derivate-Musterportfolio erklären, die 660 Long-Zertifikate (WKN VT1 H3X) auf das Währungspaar Euro/Dollar sowie die 3.000 Put-Optionsscheine (WKN TB6 U99) auf Evotec sind jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Die Evotec-Puts finden sich jedoch im Plus in der Portfolioaufstellung wieder. Zudem erscheinen dort plötzlich 2.500 Short-Zertifikate (WKN VT2 CLF) auf Google. Dafür werden die 1.000 Long-Zertifikate (WKN AA1 7DV) auf Platin und die 1.600 Bull-Zertifikate (WKN CM5 W5V) auf die Vorzugsaktie von Drägerwerk nicht mehr aufgeführt. Die Verantwortlichen für das Alpha-Turbo-Musterdepot haben 2.000 Alpha-Turbo-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QU6) auf eine bessere Wertentwicklung der Aktie der Deutschen Post als der DAX zu 1,57 Euro aufgenommen und bei 0,80 Euro abgesichert.


Das Zertifikatejournal: Enorme Gewinnchance in 48 Tagen 

Die Anleger sind aus Angst vor einem Untergang des Euro massiv in den Schweizer Franken geflüchtet. Dabei hat der Franken beinahe bis zur Parität mit der Gemeinschaftswährung aufgewertet. Das ist nach Angaben der Experten des Zertifikatejournals eine Katastrophe für die Schweiz, denn die in der Alpenrepublik erzeugten Produkte wurden dadurch auf dem Weltmarkt immer teurer. Deshalb hatten die Anleger Angst, dass die Schweiz in die Rezession abrutscht. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hatte schon in der Vergangenheit massiv gegengehalten, doch blieb die Interventionspolitik erfolglos. Der von Spekulanten angeheizte Geldfluss in den letztendlich überbewerteten Franken war zu stark. Nun hat die SNB erklärt, keinen Kurs von weniger als 1,20 Franken je Euro tolerieren zu wollen. Notfalls tätige die SNB unbeschränkt Stützungskäufe für den Euro aber auch den Dollar. Als Reaktion auf diese Ankündigung verteuerte sich der Euro von einem Niveau von 1,10 Franken aus bis auf etwas mehr als 1,20 Franken. Da die SNB ihrer Ankündigung Taten folgen lassen dürfte, bieten sich jetzt kurzfristige Spekulationen auf ein Halten des Wechselkurs-Niveaus um 1,20 Franken je Euro an. Eine renditestarke Lösung ist der am 26. Oktober, also in 48 Tagen, fällige Inline-Optionsschein (WKN CK3 GM7) der Commerzbank auf das Währungspaar Euro/Schweizer Franken. Wenn der Euro bis dahin nie die untere Grenze von 1,005 Franken und die obere von 1,245 Franken berührt, zahlt die Bank zehn Euro zurück. Andernfalls verfällt der Schein wertlos. Bei einem aktuellen Preis von 8,35 Euro je Inline-Optionsschein beträgt die mögliche Rendite 19,8 Prozent beziehungsweise 148 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Der Stoppkurs sollte bei 1,225 Franken gesetzt werden.

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| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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