Elmos
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Asian Bamboo, Fresenius Medical Care, A-Power, Weizen, Elmos Semiconductor und andere unter der Lupe

Die Prior Börse will mit Asian Bamboo wachsen. Fuchs Kapitalanlagen erklärt, warum ein starker Dollar den Aktionären von Fresenius Medical Care in Deutschland hilft. BetaFaktor glaubt an eine notwendige Prognose-Erhöhung des Managements von A-Power. Platow Derivate wettet beim Weizenpreis auf eine charttechnische Gegenbewegung nach oben und hat den passenden Optionsschein dafür. Trade24 setzt auf Elmos Semiconductor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.

Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse verweist darauf, dass der beim Börsengang im November 2007 vollkommen unbekannte und viel zu hoch bewertete chinesische Bambus-Produzent Asian Bamboo kaum wiederzuerkennen ist. Aus juristischen Gründen verlegte der Konzern den Firmensitz nach Hamburg und er hält sich an die Transparenz-Vorgaben, welche für Unternehmen gefordert werden, die im Börsensegment Prime Standard notiert sind. Zudem möchte das Management, dass Asian Bamboo aggressiv wächst. Der Konzern pachtet dazu im Süden Chinas laufend neue Ackerflächen, um sie mit dem schnell wachsenden Bambus zu bepflanzen. Derzeit sind 76 Prozent der angebauten Fläche reif zum ernten. Die Abnehmer machen daraus Möbel, Parkett-Fußböden, Papier oder Baugerüste. Kursierenden Schätzungen zufolge soll Asian Bamboo den Umsatz im Jahr 2010 um 50 Prozent auf 86 Millionen Euro erhöhen können und den Gewinn um 30 Prozent auf 42 Millionen Euro. Trotz des jüngsten Kursanstieges wäre die Aktie demnach mit einem KGV von 10 bewertet, was die Experten für günstig erachten, zumal auch charttechnisch der Aufwärtstrend für einen Kauf spricht.

Fuchs Kapitalanlagen: Der stärkere Dollar hilft europäischen FMC-Aktionären    

Das deutsche Medizintechnikunternehmen Fresenius Medical Care (FMC) erzielt 78 Prozent seiner Umsätze im Dollarraum sowie in der asiatisch-pazifischen Region. FMC ist der weltweit führende Anbieter von Dialyse-Produkten und entsprechenden Dienstleistungen. Im Jahr 2005 gab das Management als Ziel aus, den Umsatz um sieben bis neun Prozent und den Gewinn um zehn Prozent per anno zu steigern. Von 2006 bis 2008 übertraf das DAX-Unternehmen diese Ziele. Der Erlös erhöhte sich um mehr als zehn Prozent und der Ertrag um 20 Prozent pro Jahr. Im Weltwirtschaftskrisenjahr 2009 deuten die Neunmonats-Zahlen darauf hin, dass der Gewinn "nur" um sechs bis acht Prozent zulegt. Dabei liegt der Dollar als Basis zugrunde. Da die US-Währung ihren Abwärtstrend wohl beendet hat, wird die Aktie von FMC für Anleger aus dem Euro-Raum noch attraktiver, denn der Überschuss fällt dementsprechend höher aus. Da FMC zudem in Asien über weiteres Wachstumspotenzial verfügt, schätzen die Experten von Fuchs Kapitalanlagen den Gewinn je Aktie für das Jahr 2011 auf 2,50 Euro, was einem KGV von 15 entspräche. Sie empfehlen die Anteilscheine mit einem Kursziel von 43 Euro und einem Stoppkurs bei 30,50 Euro zum Kauf.

BetaFaktor: A-Power müsste die Prognosen erhöhen

Der chinesische Windturbinen-Hersteller A-Power Energy Generation Systems profitiert von den staatlichen Förderungen für erneuerbare Energien in den USA. Die Experten von BetaFaktor verweisen darauf, dass A-Power schon jetzt die größte Windturbinenfabrik Chinas hat und dennoch neue Kapazitäten aufbauen muss, nachdem der Konzern im Dezember 2009 einen Auftrag aus dem US-Bundesstaat Texas erhalten hat. A-Power liefert dabei 240 Windturbinen. Eine kürzlich erfolgte Kapitalerhöhung hat den Aktienkurs sinken lassen. Mit den dabei erlösten 80 Millionen Dollar finanziert A-Power unter anderem die Übernahme des japanischen Dünnschichttechnologie-Spezialisten Evatech. A-Power deckt also neben der Windenergie nun auch die Bereiche Solar und dezentrale Stromversorgung ab. Den Experten zufolge müssten die Prognosen des Vorstands für das Jahr 2010 angehoben werden. Die bislang gültigen Ziele sehen einen Umsatz von rund 320 Millionen Dollar und einen Gewinn von mehr als 50 Millionen Dollar vor. Bei angepassten Prognosen dürfte das KGV für 2010 aber eher bei 6 liegen als bei 10. Die Experten erinnern zwar daran, dass A-Power im Projektgeschäft tätig ist und solch große Aufträge wie der aus Texas nicht kontinuierlich zu bekommen sind, doch dafür scheint die Zeit reif für eine charttechnische Gegenreaktion auf den Kursrutsch bei der Kapitalerhöhung. Die Aktie ist nun mit einem Kursziel von zwölf Euro kaufenswert.

Änderungen im Realdepot des BetaFaktor:

Engelbert Hörmannsdorfer, Verantwortlicher für Realdepot, hat 740 Aktien von Global Ecopower zu 1,89 Euro gekauft.   

Platow Derivate: Eine heiße Wette auf Weizen    

Die Experten von Platow Derivate erinnern daran, dass der Weizenpreis in den vergangenen Monaten deutlich gesunken ist, nachdem die Ernten auf der Nordhalbkugel der Erde zuletzt vergleichsweise gut ausgefallen sind und auch die jüngsten Schätzungen bezüglich des Angebots und der Nachfrage entsprechend ausgefallen sind. Die weltweiten Lagerbestände dürften sich also weiter erhöhen. Die Anleger spekulieren also auf einen weiter sinkenden Weizenpreis, wie an dem Rekordwert für die Netto-Short-Positionen abzulesen ist. Kommerzielle Rohstoffhändler wetten dagegen auf steigende Preise. Die Netto-Long-Positionierung der Händler erreichte ebenfalls ein Rekordniveau. Die Experten gehen angesichts dieser Ausgangslage mit den entgegengesetzten Positionen von Anlegern und Händlern für die kommenden Wochen von einer charttechnischen Bodenbildung aus, bei dem das Tief aus dem Jahr 2009 bei 4,60 Dollar je Scheffel Weizen getestet wird. Mittelfristig sollte der Preis steigen. Deshalb raten die Experten risikobereiten Anlegern zum Kauf des endlos laufenden Turbo-Long-Optionsscheines (WKN SG0 X9W) der Société Générale auf den Weizenpreis. Der Schein ist mit einer Basis bei 3,72 Dollar je Scheffel, einer Knock-Out-Schwelle bei 4,09 Dollar und einem Hebel von derzeit 4,3 ausgestattet. Der Schein sollte erst zu einem Abstauberpreis von 0,60 Euro erworben werden, was einem Weizenpreis von etwa 4,55 Dollar je Scheffel entspricht. Der empfohlene Stoppkurs beträgt rund 4,25 Dollar für ein Scheffel Weizen. Zu beachten ist, dass Weizen relativ stark in Contango notiert. Das bedeutet, für die kommenden drei Monate ist bereits ein Preisanstieg von rund drei Prozent eingepreist. Damit der Optionsschein Kursgewinne erzielt, muss der Weizenpreis in diesem Zeitraum also noch stärker zulegen, als als dies momentan von den Marktteilnehmern schon erwartet wird.

Änderungen im Musterdepots von Platow Derivate

Die 1.200 Turbo-Long-Zertifikate (WKN SG1 H2!) auf Öl der Sorte Brent sind mit einem Verlust von 21 Prozent zu 3,65 Euro ausgestoppt. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 2.000 Alpha-Turbo-Long-Zertifikate (WKN DZ0 B1P) auf die Outperformance der Aktie von Merck KGaA im Vergleich zum DAX zu 1,17 Euro aufgenommen und bei 0,50 Euro abgesichert. Nun sollen noch 7.000 Turbo-Long-Optionsscheine (WKN SG0 X9W) auf den Weizenpreis zu höchstens 0,60 Euro eingebucht werden. 

Trade24.de:  Der Aktienkurs von Elmos Semiconductor dürfte weiter steigen

Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Elmos Semiconductor als "Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 6,90 Euro gesetzt werden.

Änderungen im Millionendepot: 

Gerd Weger, Verantwortlicher für Das Millionendepot, verringert im Zuge der allgemeinen Schwäche an den Börsen die für seine Verhältnisse ohnehin geringe Aktienquote weiter. Dazu trennte er sich von seinen kompletten Aktienbeständen von Wilex, Stada, Funkwerk, Custodia Holding und Constantin Medien.

Änderung in einem Musterdepot des CdC Aktiensnapshot:

Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio wollen 1.100 Anteilscheine von Global Ecopower zu höchstens zwei Euro aufnehmen.

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