Evotec
- Werner Sperber - Redakteur

Börsenwelt Presseschau: Aixtron, Infineon Technologies, Siemens und K+S unter der Lupe

Der Frankfurter Börsenbrief erklärt: Die Geschäftsentwicklung von Aixtron wird zu kritisch gesehen. Das Zertifikatejournal erkennt mit einem Derivat sehr gute Einstiegsmöglichkeiten bei Infineon Technologies. Platow Derivate ist optimistisch für die weitere Kursentwicklung der Aktie von Siemens und hat ein passendes Derivat parat. Fuchs Kapitalanlagen ist zurzeit vorsichtig und beobachtet deswegen K+S. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes erklären Aixtron zu einem Wachstumsunternehmen in der Wachstumspause. Der Hersteller von Anlagen für die Produktion von Leuchtdioden (LEDs) verkauft seine Maschinen zu 90 Prozent nach Asien. Die chinesische Regierung möchte nur mehr fünf oder sechs große Anbieter haben und erschwert den kleineren anscheinend die Finanzierung. Für Aixtron bedeutet das wohl Verzögerungen und bei größeren Projektvolumina auch etwas niedrigere Margen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen zum zweiten Quartal wider. Doch sind diese Informationen im Aktienkurs bereits mehr als eingearbeitet. Die Kurs-Gewinn-Vielfachen von 9 für dieses und nächstes Jahr sind selbst bei einer Wachstums-Verlangsamung oder -Pause zu kritisch vom Markt. Anleger sollten von dem Einsteig eine Stabilisierung des Kurses abwarten.


Das Zertifikatejournal: Gute Rendite mit Infineon und weniger Risiko          

Zertifikate mit einer Zielrenditen-Struktur sind nach Angaben der Experten des Zertifikatejournals aufgrund der derzeit erhöhten Volatilität an den Märkten sinnvoll. Denn mit der gestiegenen Kursschwankungsbreite werden die für die Konstruktion der Zertifikate benötigten Optionen teurer. Somit können Emittenten jetzt deutlich attraktivere Konditionen bieten als noch vor wenigen Monaten. Die Aktie von Infineon Technologies gehört zu den schwankungsfreudigsten Papieren im DAX. Der Chiphersteller hat kürzlich gute Zahlen für das dritte Quartal des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2010/11 vorgelegt. Zudem investiert Infineon bis zum Jahr 2014 rund 250 Millionen Euro in eine zweite Fertigungslinie in Malaysia und eine neue Produktion von Leistungshalbleitern in Dresden. Anleger sollten vor diesem Hintergrund das Discount-Zertifikat (WKN CK1 ZLW) der Commerzbank auf Infineon Technologies kaufen. Die Bank zahlt am 27. September 2012 maximal 5,20 Euro zurück. Das entspricht einer Rendite von 23,2 Prozent beziehungsweise 21,4 Prozent auf ein Jahr gerechnet. 


Platow Derivate: Siemens wird wieder durchstarten 

Die Rezessions-Angst und der damit verbundene Ausverkauf an den Börsen, die Möglichkeit einer schwächeren Geschäftsentwicklung sowie der wahrscheinlich zu verschiebende Börsengang der Tochterfirma Osram haben den Aktienkurs von Siemens belastet. Die Experten von Platow Derivate spekulieren dennoch auf eine Zwischenerholung. Die Auftragslage von Siemens ist gut. Vorsichtigere Prognosen des Vorstands sind im Kurs bereits eingepreist. Das KGV von 9 für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr 2011/12 ist ausbaufähig. Die Unterstützung bei 70 Euro hat sich bereits als guter Boden bewährt, von dem aus vor einem Jahr eine Kursrallye gestartet worden ist. Sobald die Stimmung am Markt dreht, dürfte die Aktie von Siemens deshalb erneut deutlich zulegen. Risikobereite Anleger sollten den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DE6 TPM) der Deutschen Bank auf Siemens kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 53,40 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 56 Euro und einem Hebel von derzeit 4,2 ausgestattet. Der Stoppkurs sollte bei 1,42 Euro gesetzt werden.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Die Verantwortlichen für das Derivate-Musterportfolio haben 2.500 Short-Zertifikate (WKN CG7 VE3) auf Wincor Nixdorf zu 1,10 Euro aufgenommen und bei 0,84 Euro abgesichert sowie 3.000 Put-Optionsscheine (WKN TB6 U99) auf Evotec zu ebenfalls 1,10 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,89 Euro gesetzt. Nun möchten sie noch 2.300 Bear-Zertifikate (WKN CK2 SG8) auf Nordex zu höchstens 1,24 Euro aufnehmen. Die Verantwortlichen für das Alpha-Turbo-Musterdepot möchten 6.000 Alpha-Turbo-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QNH) auf eine bessere Wertentwicklung der Aktie von Gerresheimer als der des DAX' zu höchstens 2,15 Euro einbuchen.


Fuchs Kapitalanlagen: K+S, weil es konservativer ist   

Die Aktie von K+S wird von den Börsen als Rohstoff-Aktie behandelt und aufgrund der Rezessions-Angst entsprechend abgestraft. Dabei sind die Anteilscheine eher Agrar-Aktien und die Landwirtschaft erlebt nach Angaben der Experten von Fuchs Kapitalanlagen derzeit eine Sonderkonjunktur. Wegen Missernten liegen die Preise für Agrargüter weltweit auf einem hohen Niveau. Landwirte akzeptieren daher höhere Preise für Düngemittel und ordern trotzdem größere Mengen von K+S. Der zunehmende Anbau von Pflanzen für die Bio-Treibstoffherstellung treibt das Geschäft zusätzlich an. Auch die Nachfrage nach Auftausalz bezeichnete K+S als stark. In der vergangenen Woche legte das Unternehmen gute Zahlen für das zweite Quartal 2011 vor. Das Management erwartet auch für das Gesamtjahr einen kräftigen Zuwachs des Gewinns je Aktie um 33 bis 47 Prozent. Die Analysten von HSBC schätzen, dass das Ergebnis pro Anteilschein im Jahr 2012 um weitere 16 Prozent auf dann 4,11 Euro steigt, was einem KGV von 11 entspräche. Mögliche Kapazitätserweiterungen könnten das Geschäft zusätzlich antreiben. Aufgrund der soliden Finanzsituation und der geringen Verschuldung ist die Gesellschaft ein attraktives Übernahmeziel. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger die Aktie von K+S mit einem Kursziel von 58,35 Euro kaufen und den Stoppkurs bei 38,65 Euro setzen.

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