DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

Börsenexperten: Es geht weiter aufwärts

12.360 Punkte beim DAX – ist das das Ende der Fahnenstange? Mitnichten, meint die Investmentbank Morgan Stanley. Die Analysten trauen dem europäischen Aktienmarkt nach der guten Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres noch einiges zu.

Zwar dürfte sich das Kurswachstum verlangsamen, doch sei auf Zwölfmonatssicht ein prozentual zweistelliger Anstieg denkbar, schrieb Analyst Graham Secker in einer Studie vom Montag.

Der Experte sieht vor allem fundamentale Gründe für seine positive Einschätzung. So blickten die Volkswirte von Morgan Stanley optimistischer auf das Wirtschaftswachstum der Eurozone. Gründe seien die Euro-Abwertung, niedrigere Ölpreise, das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank sowie Anzeichen einer Wiederbelebung auf dem Kreditmarkt. Auch vor diesem Hintergrund dürften die Konsensschätzungen in puncto Unternehmensgewinne steigen.

Secker sieht Parallelen zum japanischen Aktienmarkt im Jahr 2013. Dort hatte der Nikkei-225-Index nach sehr guten ersten drei Monaten auch im zweiten Jahresviertel zugelegt. Wie zuletzt in der Eurozone habe es in Japan damals einen starken Zusammenhang zwischen einer Abwertung der heimischen Währung zum US-Dollar und den Kursgewinnen am Aktienmarkt gegeben.

„DAX müsste auf 26.000 steigen“

Daniel Zindstein, Dachfondsmanager bei Gecam, war in der vergangenen Woche Kritikern und Mahnern entgegengetreten, wonach der Aktienmarkt zu teuer sei. „Die Bewertungen sind jetzt deutlich niedriger als bei früheren Hochs. 2000 wurden die DAX-Unternehmen mit einem KGV von 31 bewertet. Derzeit kommen wir auf ein KGV von 14. Sollten entsprechende Blasen-Niveaus wieder erreicht werden, müsste der DAX also auf über 26.000 steigen.“

Welche Aktien dem großen Meister und Multimilliardär Warren Buffett derzeit gefallen könnten, lesen Sie in der neuen Ausgabe des AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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