Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Börsen-Horror-Start: Üble Folgen für Deutsche Bank, Commerzbank und Co?

Der historisch schlechte Jahresauftakt an den Börsen ist auch Gift für das Investmentbanking der US-Großbank JPMorgan. Das belastet die Stimmung in der ganzen Branche.


In den ersten Wochen des Jahres hat JPMorgan rund ein Fünftel weniger Erträge verbucht. Besonders schlecht lief es im Handelsgeschäft mit Anleihen und Aktien, das rund ein Viertel unter Vorjahr steht. Vor einem Jahr waren die Geschäfte allerdings auch ziemlich gut gelaufen, weil die Bank von der abrupten Aufwertung des Schweizer Franken profitierte.

Deutsche-Bank-Aktionäre werden dies nicht gerne hören – spielt die Sparte Corporate Banking & Securities für den deutschen Marktführer weiterhin eine bedeutende Rolle. Allerdings lief es zuletzt schlecht für die Deutsche Bank: Nach den ersten neun Monaten 2015 betrug der operative Verlust 2,7 Milliarden Euro. Die Erträge beliefen sich auf 3,2 Milliarden Euro.

Bei der Commerzbank spielt der Bereich Corporates & Markets keine allzu große Rolle mehr, da sich der Konzern vor allem auf das Privatkundengeschäft und die Mittelstandsbank konzentriert. Operativ verdiente die Commerzbank in der Sparte 563 Millionen Euro.

Nur für Trader

Das Sentiment in der Bankenbranche hat sich keinen Deut verbessert. Solange es nicht mal zwei, drei gute Meldungen am Stück gibt, wird die Stimmung schlecht bleiben. Deutsche Bank und Commerzbank eignen sich derzeit nur für Trader, der Rest der Börsianer investiert nicht.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Es wird immer schlimmer

Die Umfragen hatten es bereits angedeutet: Die Italiener haben die Verfassungsreform von Premier Renzi abgelehnt. Nach Medienberichten will er im Laufe des Tages zurücktreten. Für die europäischen Banken sind das keine guten Nachrichten. Auch die Deutsche Bank könnte durch eine neue Vertrauenskrise … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr