DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Schwache Vorgaben für den DAX - neues starkes Verkaufssignal voraus

Der deutsche Aktienmarkt startet den vorbörslichen Handel mit einem leichten Minus gegenüber dem Xetra-Schluss vom Vortag. Kurz nach Handelseröffnung notiert der XDAX bei 10.361 Zählern. An der Wall Street gab es am Mittwoch leichte Verluste: Der Dow Jones verschlechterte sich um knapp 0,2 Prozent auf 18.034,77 Punkte. "Die Unsicherheit um die Geldpolitik sorgt derzeit für ziemlich viel Lärm. Es scheint sich die Haltung durchzusetzen, dass höhere Zinsen notwendig sind, aber zugleich werden in einigen Ländern weitere Lockerungen erwartet", kommentierte Aktienmarktstratege Michael Ingram von BGC Partners in London. Mangelnde Koordination sei einer der Gründe für die momentane Schwankungsfreudigkeit an den Kapitalmärkten.

Nikkei ein Prozent im Minus

An den Börsen in Asien hat sich am Donnerstag der weltweite Ausverkauf fortgesetzt. Investoren seien besorgt, dass die Zentralbanken ihre ultra-lockere Geldpolitik auf den Prüfstand stellen könnten, heißt es im Markt. Die regionale Benchmark, der MSCI Asia Pacific Index, gab den 6. Tag in Folge nach und lag um 6.35 Uhr MESZ mit 136,12 Zählern 0,3 Prozent im Minus. In Tokio notierte der Nikkei 1,2 Prozent tiefer.

In Frankfurt werden viele technisch orientierte Marktteilnehmer die Marke von 10.355 Punkten im Blick haben. Dort verläuft die seit April 2015 gültige Abwärtstrendlinie. Knapp darüber bei 10.365 Punkten, dem Verlaufshoch von Anfang Juni, liegt eine weitere Unterstützung.

Gefahr einer Trendbeschleunigung

Ein Rückfall in den alten Abwärtstrend könnte die jüngste Korrekturbewegung noch einmal beschleunigen. Als Korrekturziele kommen zum einen das alte Ausbruchsniveau bei 10.112 Punkten sowie die 200-Tage-Linie, die bei 10.035 Zählern verläuft in Betracht.

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Ein Befreiungsschlag wäre ein Anstieg über die obere Kante des jüngsten Abwärtsgaps bei 10.539 Punkten. Positiven Impulse könnten heute von der Zinsentscheidung der Bank of England (13 Uhr) oder den Konjunkturdaten aus den USA (14:30 Uhr: Einzelhandelsumsatz August, Erstanträge Arbeitslosenhilfe; 15:15 Uhr: Daten zur Industrieproduktion) ausgehen.

Ruhe bewahren!

DER AKTIONÄR rät in der aktuellen Situation zu Besonnenheit. Ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis für einen Neueinstieg ergäbe sich im Bereich der 200-Tage-Linie. Mehr dazu täglich an dieser Stelle oder im "DAX-Check" bei DER AKTIONÄR TV.


 

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Autor: Charles D. Kirkpatrick
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Verlag: Börsenbuchverlag
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