DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Spannung vor OPEC- und EZB-Treffen - quo vadis DAX?

Am deutschen Aktienmarkt herrscht wenige Stunden vor dem EZB-Entscheid Nervosität. Bereits am Vortag hatte die Unsicherheit vor anstehenden wichtigen wirtschafts- und geldpolitischen Entscheidungen in Europa und den USA die gute Stimmung der Investoren getrübt. Zudem steht heute das Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) an.

Die Wall Street schloss am Mittwoch vor dem Hintergrund gemischt ausgefallener Wirtschaftsdaten kaum verändert. Die Veröffentlichung des Konjunkturberichts der amerikanischen Notenbank Fed (Beige Book) ließ die Anleger vollkommen kalt.

Einbruch in Japan

In Asien sorgten durchwachsen ausgefallene Konjunkturdaten für ein Minus an den meisten Börsen. Die Sorgen um das Wachstum der Weltwirtschaft würden zunehmen, so Marktbeobachter am Morgen. In Japan ging es für den Leitindex Nikkei mit mehr als zwei Prozent besonders stark wegen eines im Vergleich zum US-Dollar wieder zulegenden Yen bergab. Händler führten dies auf die Ankündigung des japanischen Premier Shinzo Abe zurück, eine geplante Mehrwertsteuererhöhung zu verschieben. Zudem hatte Abe weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur für den Herbst in Aussicht gestellt.

Technisch betrachtet hatte der DAX am Dienstag noch ein sogenanntes "bullish engulfing pattern" ausgebildet und damit ein Verkaufssignal generiert. Dies wurde am Mittwoch bestätigt. Allerdings ist auch nach einem Anstieg um 580 Punkten innerhalb weniger Tage eine Konsolidierung durchaus normal und gesund.

Entscheidend wird sein, ob die Unterstützung bei 10.100 Punkten halten wird. Hier verläuft nicht nur die 200-Tage-Linie, es liegen dort auch mehrere Hoch- und Tief-Punkte sowie ein Fibonacci-Retracement. Positiv wäre ein Überspringen des letzten Hochs, was im Anschluss einen Sprung bis 10.474 Zähler zur Folge haben dürfte.

Nichts überstürzen!

Nach der kurzen DAX-Rallye sorgen die anstehenden Termine für Verunsicherung. Wer auf Nummer Sicher gehen will, schließt seine Long-Positionen auf den DAX. Wer längerfristig investiert ist, achtet darauf, dass die 200-Tage-Linie nicht mehr unterschritten wird. Hier geht es zum aktuellen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV.

(mit Material von dpa-AFX)

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