Boeing
- Lars Friedrich - Redakteur

Boeing: Aktie sackt ab und löst Verkaufssignal aus

Es geht abwärts für den US-Luftfahrtkonzern: Während nach den Flugzeugabstürzen die Öffentlichkeit weiter vor einer Blackbox steht, ist der Kurs der Boeing-Aktie unter eine wichtige Linie abgerutscht. Ein Blick auf den Chart zeigt, dass das Risiko für noch tiefere Notierungen beträchtlich ist. Besserung, zum Beispiel durch positive Nachrichten, ist nicht absehbar.

Rechtzeitig gewarnt

Auf Jahressicht betrachtet liegt die Boeing-Aktie zwar noch leicht im Plus, hat aber einen mittelfristigen Abwärtstrend ausgebildet. Dazu kommt jetzt das Verkaufssignal durch das Unterschreiten der 200-Tage-Linie. Bereits vor einigen Tagen hatte DER AKTIONÄR auf das Risiko hingewiesen.

Derzeit nur als Short-Kandidat interessant

Im Oktober 2018 war eine 737 von Boeing in Indonesien abgestürzt. Am 10. März 2019 verunglückte ein Flieger in Äthiopien. Hunderte Menschen starben. Die Suche nach den Ursachen und den Verantwortlichen dauert an. Die Lage ist unübersichtlich. Mit welchem Ergebnis die Untersuchungen abgeschlossen werden, und welche Folge das für Boeing haben könnte, ist kaum abzuschätzen.

DER AKTIONÄR meint: Der Markt preist die Unklarheiten rund um die Flugzeugabstürze zunehmend ein. Nicht zuletzt der Image-Schaden könnte künftig die Bilanz belasten. Zum Beispiel, wenn Firmen und Passagiere lieber auf Flüge mit Boeing-Maschinen verzichten. Mit dem Rutsch unter die 360 Dollar und die 200-Tage-Linie überwiegt das Potenzial nach unten auch aus charttechnischer Sicht.

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  • wilfried borghoff -
    Der Imageschaden, den Boeing angerichtet hat und anrichten wird, wird dem imageschaden, den VW mit dem Diesel-Vertuschungsskandal angerichtet hat, folgen.VW ist im neuestem Firmenranking in Deiutschland suf Marke 500 von 1000 Unternehnen gesunken. Sie mussten bisher ca 30 Mrd.€ an Schaden- und Schadensersatz verbuchen. Und dabei hat VW keine Tote verursacht. Aber auf Boeing trifft die Vertuschungsabsicht Ihrer Handlungen, die auf fahrlässigen Betrieb ihrer Flugzeuge mit Absturzfolgen voll zu. Die Politik vin VW war verwerflich, der Schaden gross. Wie gross wird erst der Schaden, den Boeing seit 2017 angerichtet hat, werden. Bezieht man alle Handlungen ein, müssten es mindestens 20-30 Mrd. $ sein.Dem einen Weltmarktführer kann man nicht snlasten, was man dem anderen vergibt. Aber wer kann dchon wissen, was Ametika daraus macht? Den Passagieren bleibt nichts anderes übrig, als langfristig Boeing-Flieger zu meiden. Aud srglidtiger Täuschung ksnn schlecht ein menschliches Versagen werden.

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